burundikids e.V.
Marie Kirch war 2006/07 für ein Jahr als Freiwillige in Burundi

Maries Bericht

Hallo,

Mein Name ist Marie Kirch und ich war eine der ersten vier Freiwilligen von burundikids bei der Fondation Stamm. Nach meinem Abitur 2006 verbrachte ich ein Jahr in Burundi und lebte den Großteil der Zeit im Waisenhaus „Centre Uranderera“ in Bujumbura. Bevor ich ankam, wusste ich nicht genau was mich in Burundi erwarten würde, aber ich wollte das Land, die Leute und die burundische Kultur kennen lernen, und war besonders gespannt auf die Kinder, mit denen ich dort leben und arbeiten würde. In Burundi angekommen, wurde ich so herzlich empfangen und war so begeistert von allem, was ich sah, dass ich sofort wusste, „genau hier und nirgendwo anders will ich dieses Jahr verbringen.“

Schnell lernten wir die verschiedenen Projekte kennen und ich fand mit eigenen Ideen, aber vor allem durch die Ideen der Kinder und Jugendlichen, Bereiche, in denen ich etwas Sinnvolles beisteuern konnte. Dies reichte von Sprachunterricht über Hausaufgabenbetreuung, medizinischer „Grundversorgung“, mit den Straßenkindern trommeln, einer Musicalaufführung bis hin zu dem Einfachsten und Besten: Zeit miteinander zu verbringen, füreinander da zu sein und sich kennen zu lernen.

Dieses Jahr in Burundi hat mein Leben stark beeinflusst und in einem positiven Sinn verändert. Ich lernte viel über die Menschen um mich herum und über mich selbst. Auch wenn es nicht immer leicht war und auch schlimme Momente gab, kann ich mit großer Sicherheit sagen, dass es das beste, das eindrucksvollste, das ereignisreichste Jahr meines Lebens war. Bis heute denke ich jeden Tag an diese Zeit und meine burundischen Freunde!

Jetzt bin ich 23 Jahre alt und studiere Medizin in Witten, NRW. Mein Medizinstudium ist sehr erfüllend und interessant und auch ein gutes Beispiel für den Einfluss, den dieses freiwillige Jahr auf mein Leben genommen hat. Die Wahl meines Studiums fühlt sich sehr „richtig“ an und erleichtert mir (leider nur ein wenig) die Tatsache, dass mir die Kinder, die mir so sehr ans Herz gewachsen sind, jeden Tag fehlen! Umso größer ist der Wunsch und die Vorfreude, sie eines Tages wieder zu sehen!