
Die Rugby-Mannschaft der Schule „Ecole Polyvalente Carolus Magnus“ (EPCM) ist das erste offizielle Team der Provinz Bujumbura Rural, das ländliche Umfeld der burundischen Hauptstadt. Während des laufenden Schuljahrs 2012/13 hat dieses junge Team bereits zwei Pokale auf nationaler Ebene gewinnen können. Zuletzt hat die Rugby-Mannschaft der EPCM die nationalen Schulmeisterschaften für sich entschieden, die jährlich von der Burundischen Rugby-Föderation ausgerichtet werden. Im Finale hatten sie das Gymnasium „Lycée Musinzira“ aus der Provinz Gitega mit neun zu null Punkten geschlagen. Weiterlesen...
Wer hat Lust, Texte auf unserer Webseite zu übersetzen? Wir suchen motivierte Sprachtalente, die uns ehrenamtlich unterstützen. Einzelne Texte müssen vom Deutschen ins Englische und Französische übersetzt werden. Schaut Euch doch auf burundikids.org um, welche Texte Ihr gerne übersetzen möchtet. Am wichtigsten ist die Rubrik "Projekte vor Ort", jeder andere Textschnipsel ist aber auch willkommen. Bitte schreibt uns an buero@burundikids.org

Im Rahmen einer Projektarbeit haben die Schüler/innen der Hermann-Lietz-Schule in Haubinda (Thüringen) das Bildungswesen in Afrika unter die Lupe genommen und ihre Aufmerksamkeit ganz besonders ihrer Partnerschule Ecole Polyvalente Carolus Magnus in Bujumbura gewidmet. Dabei sind sie auch näher auf den Bau der Schule eingegangen und haben zur Begeisterung der Prüfungskommission ein detailgetreues Modell angefertigt. So kann der ganze Umfang der Schule auf einen Blick erfasst werden. Auch der 3. Bauabschnitt wurde in diesem Modell schon realisiert. In der Realität steht dieser noch aus, da hierfür noch Geldgeber gesucht werden. Geplant sind neue Klassenzimmer, Computerräume sowie ein Gemeinschaftsraum, der auch für Aufklärungsarbeit genutzt werden soll.
Wir freuen uns über die tolle Projektarbeit der Herrmann-Lietz-Schule und über den Einsatz, den die Schüler/innen gezeigt haben. Das Modell ist wirklich klasse und wird hoffentlich in Zukunft noch viele Menschen über unsere Arbeit informieren und zum Mitmachen bzw. Unterstützen animieren. Von uns haben die Schüler/innen dafür eine Eins mit Sternchen verdient!
Wenn viele Mitarbeiter eines Unternehmens monatlich nur wenige Cent spenden, kann in kurzer Zeit schon ein großer Betrag zusammenkommen. Seit Oktober 2009 können sich SAP-Mitarbeiter in Deutschland am Programm „Restcent“ beteiligen. Sie können freiwillig mit Hilfe einer eigens dafür entwickelten SAP-Software-Lösung den „Betrag hinter dem Komma“ ihres monatlichen Gehalts spenden. Die eingegangenen Gelder werden zwölf Monate lang in einem Topf gesammelt.
Alle Mitarbeiter des Unternehmens können Förderanträge für Projekte einreichen, die ihnen wichtig sind und die sie gerne fördern möchten. Berechtigt, die zu fördernden Projekte tatsächlich auszuwählen sind aber nur die Teilnehmer des „Restcent“-Programms. Seit Beginn des Programms konnten so über 20 Projekte in aller Welt ermöglicht werden. In diesem Jahr sind die burundikids mit von der Partie.
[Text: SAP-Mitarbeiter „Restcent“-Programm]

Heimmitarbeiter Ildephonse übernimmt die Elternrolle für die Jungen in Obhut der Fondation Stamm
Das zweite Trimester des Schuljahres 2012-2013 ist zu Ende, die Schüler der EPCM sind in den Osterferien. Verdient? Die meisten ja, mancher einer muss jedoch in den Ferien Nachhilfe nehmen, um die verpassten Punkte aufzuholen.
Besonders erfreulich ist, dass auch die Kinder und Jugendlichen, die in den Heimen der burundikids betreut werden, nicht schlecht abgeschnitten haben. Japhet ist in der zehnten Klasse und unter den besten drei. Besonders herausragend sind diejenigen, die in den Fachabiturklassen lernen, wie beispielsweise Gérard und Sévérin (beide pharmazeutisch-technischer Assistent), Alain (Krankenpfleger) und Klassenzweite Fébronie (Hotelfach).
Wie gewohnt sind einige Eltern zur Zeugnisvergabe ihrer Sprösslinge gekommen. Die lassen es sich nicht nehmen, die Noten gleich zu kontrollieren. Wurde gut gelernt, gab es eine Motivation in Form von Schulmaterial und Spielzeug – gespendet von Partnerschulen aus Deutschland. Eine besondere Belohnung gab es für die Spieler des EPCM-Rugby-Teams: die wurden im März burundischer Meister und reisen nun ins Ausland, um sich mit den Besten der Ostafrikanischen Gemeinschaft zu messen. Seitens der Schule wird ihnen ein Monat Schulgeld erlassen. Als Ansporn für weitere Erfolge.

Glückwünsche aus Bujumbura zu den 50 Jahren in Karlsruhe
Seit 50 Jahren gehört die Europäische Schule Karlsruhe (ESK) zum Stadtbild der Fächerstadt. Und seit Eröffnung der Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM) in Bujumbura hat die ESK einen Partner südlich des Äquators. Dass diese Schulpartnerschaft gelebt wird und zum festen Bestandteil des täglichen Lebens der Schüler, Lehrer und Eltern der ESK geworden ist, bewiesen die beiden Einrichtungen vergangenen Samstag bei den Feierlichkeiten der ESK.
Zum 50-jährigen Bestehen gratulierten die burundischen Partner live und in Echtzeit – via Internettelefonie. Die Verbindung an diesem Tag war sogar so gut, dass die Videokonferenz drei Mal zustande kommen konnte, jeweils 15 Minuten. Während dieser Live-Schaltungen konnten sich Schüler von ESK und EPCM austauschen, Direktoren sich gratulieren und – auf burundischer Seite – Tänze und Gesang zum Besten geben.
ESK-Direktor Tom Hoyem überraschte außerdem mit einem Scheck, für den seine Schüler und Lehrerkollegen fleißig gesammelt hatten und der demnächst an die Partner in Bujumbura gehen wird. Zum Abschluss gab die engagierte Lehrerin und gebürtige Irin Marie-Therese Keane die Hymne in ihrer Landessprache zum Besten – zum Staunen der burundischen Schüler, die bis dato noch nie ein irisches Wort zu hören bekommen hatten. Insbesondere der direkte Kontakt zwischen den Schülern weckte großes Interesse. Internettelefonie soll nun auch zum Bestandteil des Computerunterrichts der EPCM werden.
Baden liegt in der Nähe Wiens, Österreich. Von dort kommen Renate und Peter Streit. Und die sind Experten fürs Hotelfach. Für zwei Monate haben sich die beiden ehemaligen Berufsschullehrer in den Dienst der “Ecole Polyvalente Carolus Magnus” (EPCM) gestellt, um die Ausbildung in Hotelfach/Tourismus weiter zu professionalisieren.
Kurz nach Neujahr landeten sie – zum ersten Mal – in Burundi. Bereits in der Woche darauf legten sie mit den Schülern los. Einiges an Material für den praktischen Unterricht musste noch zusammengebracht werden, einiges haben die Streits jedoch aus Österreich gleich selbst mitgebracht. Darunter übrigens französischsprachige Lehrbücher fürs Hotelfach und Gastgewerbe – in Burundi rare Schätze. Weiterlesen und zur Diashow...

Jeanine mit ihrer Tochter Badiella und Joselyne
Jeanine wurde in Bujumbura Rural, dem ländlichen Umfeld der Hauptstadt, ohne ihren Vater groß, ihre Mutter ist schwer behindert und erwerbslos. Aufgrund der Armut der Familie war es die Großmutter, die Jeanine großzog. Ohne ordentliche Erziehung und in zerrütteten Familienverhältnissen während des Kriegs aufgewachsen, wurde die heute 22-Jährige ungewollt schwanger.
Nach dem Tod ihrer Großmutter, waren ihre Onkel nicht bereit, Jeanine weiter im Haus der Familie zu behalten. Eine alleinerziehende Mutter ist nach burundischer Sitte eine „Schande für die Familie“. Jeanine wusste nicht, wohin. Zu ihrem Glück erfuhr sie von der Fondation Stamm und deren Arbeit. Sie machte sich auf den Weg zum Frauenhaus „Centre Nyubahiriza“ und bat um Hilfe. Seitdem lebt sie im Heim mit ihrer kleinen Tochter Badiella. Sofort beginnt sie, am Schneiderunterricht teilzunehmen und lernt sehr schnell. Im Heim wird ihre Tochter betreut, was ihr erlaubt, sich voll und ganz auf die Ausbildung zu konzentrieren. Nach wenigen Monaten Ausbildung kann sie bereits ein Praktikum absolvieren, um sich weiter zu professionalisieren. Weiterlesen....
Lange Vorbereitungszeiten, zig Emails, viel Fleiß, Schweiß, Geld und Nerven: nötig, um 50 Computer und Flachbildschirme von Graz und Karlsruhe über Mainz nach Bujumbura zu transportieren.
Aber es lohnt: die Geräte stehen, unversehrt, im Schulungsraum und werden bereits genutzt. Jutta Becker und Andreas Otto, beide hauptberufliche Informatik-Spezialisten aus Österreich und leidenschaftliche Ostafrika-Liebhaber, sind für zwei Wochen im Einsatz in Bujumbura. Für zwei Teams des Personals der Fondation Stamm geben sie Fortbildungen: einmal für PC-Administratoren, einmal für Anwender. Die werden nach der Schulung als Multiplikatoren ihr Wissen an die jeweiligen Kollegen weitergeben.Weiterlesen...
„Wie lange bleiben die Kinder in den Heimen?“ werden wir oft gefragt. Im Prinzip ganz einfach: so kurz wie möglich, am besten gar nicht. Denn das Heim ist kein Ersatz für die Familie, sondern nur eine Notunterkunft. Praktisch gestaltet sich das Ganze natürlich etwas komplizierter. Viele Kinder suchen die Unterkunft und vor allem Schutz, weil sie tatsächlich keine andere momentane Lösung sehen. Diese gemeinsam mit ihnen zu finden, und zwar so schnell wie möglich, ist Aufgabe der Sozialarbeiter vor Ort. Viele Straßenkinder haben Familien. Nur sind diese oft viel zu arm, die Kinder zu Hause durchzufüttern, geschweige denn, Schulgeld und -material zu bezahlen. Ein Teufelskreis: denn ohne Bildung wird später der gute Job fehlen, man geht einfachen, weniger gut bezahlten Arbeiten nach und kann wiederum den eigenen Kindern kein Schulgeld bieten. Der Ansatz kann deshalb sein, den Familien zu helfen. Das kann, wenn die entsprechenden sozialen Kontakte, der Wille und nicht zuletzt auch die Mittel vorhanden sind, recht schnell vonstattengehen. Durch Mikrokredite oder Starterkits, in Form von Nähmaschinen, Werkzeugkoffern, Seifenfässern.
Ist aber keine Familie mehr da oder die Streitigkeiten zu enorm, ist die Alternative, das Kind bzw. den Jugendlichen über einen längeren Zeitraum zu unterstützen. Manchmal sogar sehr lange. Bspw. ist ein Mädchen, das als Kleinkind und Vollwaise ins Kinderheim kam, 2012 mit 18 Jahren ausgezogen. Sie wohnt bei einem älteren, ebenfalls mittellosen Bruder. Mit dem Alltäglichen kommen sie allein über die Runden. Das Schulgeld, den Bus zur Schule, die Uniform und das Schulmaterial bezahlen jedoch die burundikids. „Soutien à distance“, nennen es die Kollegen der Fondation Stamm vor Ort: Unterstützung auf Distanz. Der Vorteil, wenn auch nur mit dem Nötigsten: eine Familie sein.
Die Kosten für eine solche Reintegration fallen sehr unterschiedlich aus. Im Falle des oben beschriebenen Mädchens, fallen monatliche Kosten von ca. 30 Euro an. Davon kann sie die Hotelfachschule bezahlen, die notwendigen Hefte und Stifte, sowie das Geld für den Bus. Und es zahlt sich aus: im ersten Trimester des neuen Schuljahres ist sie Klassenbeste!
Werden auch Sie Ausbildungspate und unterstützen Sie Jugendliche auf dem Weg in die Selbständigkeit. Mit 30 Euro im Monat können Sie schon Großartiges bewegen. Mehr Infos? Schreiben Sie uns: kontakt@burundikids.org.
Seit einigen Jahren schon unterstützt sie die Projekte in Burundi als Vereinspatin und macht auf die Problematik im ärmsten Land der Welt aufmerksam. Nun hat Bettina Böttinger die Neugierde doch gepackt. Sechs Tage lang bereiste die Moderatorin gemeinsam mit burundikids-Gründerin Martina nun das Land, in dem sie so viele schöne Eindrücke erwarteten – aber auch unfassbare Schicksale, Hunger und unglaubliche Armut.
Mit dabei war auch ein Kamerateam, das die Kölnerin in alle Ecken des Landes begleitete. Böttinger überzeugte sich von der Arbeit, die die Fondation Stamm vor Ort unter anderem mit der Unterstützung der burundikids leistet. Sie besuchte die Schulen in Bujumbura und Gitega, das Krankenhaus und die Einrichtungen für Kinder und Jugendliche im ganzen Land.
Die Reportage zum Besuch Bettina Böttingers in Burundi war im Dezember 2012 im WDR zu sehen.
Hier gibt es einige fotografische Eindrücke…

Sonnenbrillen zum Schutz ihrer empfindlichen Augen, gesponsert von Optikern der burundikids
Albino zu sein, kann in Burundi den Tod bedeuten. Abergläubische Bräuche, nach denen Körperteile von Albinos zu Gebräuen und Zeremonien benötigt werden und längeres Leben, ertragreichere Ernten und Fischfang versprechen sollen, haben in den vergangenen Jahren Einzug in Burundi gehalten. Mehrere Zehntausend Dollar bringt anscheinend ein Albinokörper. Menschenjäger aus umliegenden Ländern wurden verhaftet und des Mordes vor allem an Kindern beschuldigt. burundikids hat sich entschlossen, den Partner vor Ort, die Fondation Stamm, beim Kampf für Albinos und den Einsatz für die Menschenrechte zu unterstützen: mit einem Zuhause, Bildung – und Zukunft. Weiterlesen...