burundikids e.V.

Newsletter #7 | 2012

Liebe burundikids-Unterstützer,

im Januar hatten wir Besuch aus Burundi: Emmanuel, Schreinermeister der Fondation Stamm, kam zum zweiten Mal nach Deutschland um sich in der Schreinerei Aretz in Mönchengladbach fortzubilden. Die Optikermeisterin Anne Ziser aus Karlsruhe hatte sich mit 300 Brillen zum wiederholten Mal auf den Weg nach Burundi gemacht. Diesmal versorgte sie in erster Linie das Personal der Fondation Stamm, aber auch die Albino-Kinder aus dem Kinderheim Kayanza, unserem neuen Projekt. Albino in Burundi zu sein, kann leider den Tod bedeuten. burundikids hat sich dazu entschlossen, für den Schutz der Albinos zu kämpfen. Auch hierfür benötigen wir Ihre Unterstützung.

Ihr burundikids Team

Bereits zum zweiten Mal war Emmanuel, Schreinermeister der Fondation Stamm, im Januar für einen Monat nach Mönchengladbach aufgebrochen, wo er bei Partnern der burundikids mitarbeiten, aber vor allem Neues lernen und sich weiterbilden konnte.

*Schreiner auf Tour. Bereits zum zweiten Mal war Emmanuel, Schreinermeister der Fondation Stamm, im Januar für einen Monat nach Mönchengladbach aufgebrochen, wo er bei Partnern der burundikids mitarbeiten, aber vor allem Neues lernen und sich weiterbilden konnte. „Ein freundlicher und willkommener Gast“, bescheinigt der Firmenchef der „Schreinerei Aretz“ im Namen seines gesamten Teams. Und dort ist er auch gerne wieder gesehen. Emmanuel schwärmt ebenfalls von der Mitarbeit in der „Rudolf Steiner Schule“ Mönchengladbach. Die gesamte Zeit über habe er sich „sehr wohl“ gefühlt und jedes neue Wissen in sich aufgesaugt. Direktion, Lehrer und Schüler haben ihn willkommen geheißen und vier Wochen mit Emmanuel gearbeitet – und auch Spaß gehabt bei einer sicherlich interessanten Begegnung zweier unterschiedlicher Kulturen. Direktorin Petra Ridlhammer zeigt sich ebenfalls zufrieden. Immerhin hat der Gast aus Burundi neben den Schreinertätigkeiten auch sein Deutsch aufpoliert. Gewohnt hat Emmanuel übrigens bei der befreundeten burundikids-Familie einer ehemaligen Freiwilligen.

Betroffen machte ihn sowie alle Kollegen und die burundikids jedoch das plötzliche Verscheiden seines Lehrmeisters vom vergangenen Jahr kurz vor Emmanuels Reise nach Deutschland. An dieser Stelle noch einmal herzliches Beileid von allen Kollegen von Deutschland bis Burundi!

Zurück in Burundi wird Emmanuel an der zur EPCM (Ecole Polyvalente Carolus Magnus) gehörigen Schreinerei weiterarbeiten und Jugendliche ausbilden. Und nicht nur das: sein Wissen möchte er auch den Schreinerkollegen in den anderen Ausbildungsstätten der Fondation Stamm weitergeben, beispielsweise in Gitega. Somit haben wieder einmal ehrenamtliche Helfer dazu beigetragen, die Ausbildung in Burundi weiter zu verbessern. Sozusagen ein (sehr) weitgreifender Lehrauftrag. Erste Ergebnisse Emmanuels Arbeit sind übrigens im Schaufenster der burundikids in Köln zu sehen.

Mit 300 Brillen reiste Optikermeisterin Anne Ziser an, ein gewisser Bestand war noch im Lager vom vergangenen Besuch.

*Urlaub für den Durchblick.„Ndabibona!“ – jetzt sieht er es. Pierre ist glücklich, dass der Sehtest erfolgreich verläuft. Der 42-Jährige klagte über Schmerzen in den Augen. Wie noch 40 weitere Kollegen, die wenigsten unter ihnen bislang Brillenträger. Kaum verwunderlich: eine komplette Brille mit Fassung und Gläser kostet in Burundi rund 40 Euro. Also einen halben Monatslohn für die meisten, für manche sogar einen ganzen. Verständlich, dass da die Prioritäten anders liegen. Der erneute, ehrenamtliche Besuch von Anne Ziser, Optikermeisterin aus Eggenstein und Mitglied der burundikids Arbeitsgruppe Karlsruhe, ist da natürlich eine willkommene Möglichkeit.

Nach dem kurzen Besuch beim Augenarzt werde mit dem Rezept in der Apotheke die Brille bestellt, lässt uns Sekretärin Béatrice wissen. „Nach drei Wochen hat man dann seine Brille“, sagt sie, die aus Dubai oder Indien geschickt werde. Allerdings ohne den Augenabstand gemessen zu haben, was bei Anne Ziser Verwunderung auslöst. Insbesondere bei komplizierteren Gleitsichtbrillen. In den vergangenen Jahren testete sie die Jugendlichen in den Heimen und stattete sie mit Brillen aus. Beim diesjährigen Besuch bietet sie ihren kostenlosen Service fürs Personal der Fondation Stamm an.

Mit 300 Brillen reiste sie an, ein gewisser Bestand war noch im Lager vom vergangenen Besuch. Gleich am ersten Tag rund 20 Sehtests, noch mehr am zweiten. „Theoretisch könnten sich die Mitarbeiter der Fondation Stamm mit ihrem Gehalt die Brillen schon leisten“, schreibt unser Mitarbeiter Philipp. Allerdings seien die Lebenshaltungskosten in Burundi sehr stark gestiegen, vor allem für Lebensmittel. „40 Euro für eine Brille sind da schon viel Geld. Die meisten verzichten dann lieber zum Wohl ihrer Familie und nehmen die schlechte Sicht oder gar ständige Kopfschmerzen in Kauf.“ Ein Umstand, den Ziser dieses Jahr geändert hat.

Neben dem Personal testete die Optikermeisterin auch einige wenige der Jungs aus dem Straßenkinderheim, die akut Probleme haben. Und lieferte Sonnenbrillen zum Schutz der Augen der Albino-Kinder im Heim in Kayanza. „Die starke Sonne in Burundi macht fast allen Menschen hier Probleme, auch den jungen“, sagt Ziser. Albinos hätten darunter natürlich doppelt zu leiden. Doch jetzt geht es besser.

*burundikids – Herzenssache für Matthias Opdenhövel
Matthias Opdenhövel spendet seinen Gewinnanteil aus zwei Fernsehquiz-Sendungen an burundikids e.V.: Am 29.12.2011 strahlte die ARD "Quiz 2011" aus, ein Jahresrückblick zum Mitraten und Mitspielen. In überraschenden Fragen, spannenden Spielen und Aktionen ging es mit Börsenexpertin Anja Kohl, Schauspieler Jan Josef Liefers, Comedian Oliver Pocher und Günter Jauch durch das abgelaufene Jahr. Für Günter Jauch, der am Fuß verletzt war, hatte M. Opdenhövel die sportlichen Aufgaben übernommen, z.B. Tannenbäume durch unterschiedlich große Öffnungen zu werfen oder Plüschschafe durch den „griechischen Spendensumpf“ zu tragen. Das Duo Jauch/Opdenhövel erspielte dabei 18.500 Euro.

Am 5. Januar führte Kai Pflaume acht Stars durch die erste Ausgabe des "Star Quiz" der ARD. Vier prominente Rateteams, eines davon Andrea Petkovic und Matthias Opdenhövel, stellten sich den Fragen von Kai Pflaume. Dabei ging es um insgesamt 150.000 Euro für soziale Projekte und Einrichtungen. Das Team Petkovic/Opdenhövel gewann 50.000 Euro, wovon Matthias Opdenhövel seine Gewinnhälfte an burundikids e.V. spendet.

burundikids-Mitarbeiter Philipp Ziser hat den Nachwuchspreis des Journalistenpreises "Pro Ehrenamt - Hermann Wilhelm Thywissen-Preis" bekommen für seine Reportage "Tu Gutes und reise da rüber" im Reisemagazin Merian.

*burundikids-Mitarbeiter Philipp Ziser hat den Nachwuchspreis des Journalistenpreises "Pro Ehrenamt - Hermann Wilhelm Thywissen-Preis" bekommen für seine Reportage "Tu Gutes und reise da rüber" im Reisemagazin Merian. Er beschreibt dort den Alltag der 19-jährigen Sophie, die als Freiwillige in einem Waisenheim in Burundi arbeitet.
Der Preis, der zum sechsten Mal vom Rhein-Kreis Neuss ausgeschrieben war, wurde am 2. Dezember 2011 im Schloss Dyck bei Jüchen verliehen.

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