
Die burundikids trauern um eines „ihrer“ Kinder. Cédric, der achtjährige behinderte Junge aus dem „Centre Uranderera“, erlitt am vergangenen Freitagmorgen (21. Mai 2010) einen epileptischen Anfall, dem er erlag. Krankenschwester Celestine überbrachte wenige Augenblicke später die Nachricht, nachdem sie im Heim Cédrics Tod bestätigt hatte.

Cédric war vor einigen Jahren ins Heim gebracht worden, wo er medizinisch versorgt und geschult wurde. Er hatte eine eigene Betreuerin, die 24 Stunden für ihn da war. Jeden Morgen ging er mit ihr in die Behindertenschule „Akamuri“, wodurch er große Fortschritte in seiner Motorik machen und sich gut entwickeln konnte. Er lernte, alleine zu laufen und konnte schließlich auch alleine essen. Kam Besuch ins Heim, lachte er und freute sich überschwänglich. Gegen die Epilepsie nahm er immer seine Medikamente, vor einigen Wochen wurde er eigens noch bei „TPO“ untersucht, eine Organisation, die auf Hirn- und Nervenkrankheiten spezialisiert ist. Unser Partner vor Ort, die Fondation Stamm, hatte in den vergangenen Wochen begonnen, Pläne zu schmieden für Cédrics Zukunft. Er sollte weiter Fortschritte machen für sein Leben.
Nun erlag der Junge unerwartet einem epileptischen Anfall. Alle seine Freunde, „Brüder“ und „Schwestern“ aus dem Heim gaben ihm das letzte Geleit auf Bujumburas Friedhof. Ein trauriger Vorfall, der mitnimmt, aber leider auch zur täglichen Arbeit vor Ort gehört. Und der die Gemeinschaft unter den Kindern im Heim weiter zusammenschweißt.