burundikids e.V.

Pélagie: "Unsere Kinder kommen bei Nachbarn unter. Mein Mann und ich schlafen hier, damit Diebe nicht die Sachen stehlen, die uns noch geblieben sind."
Pélagie: "Unsere Kinder kommen bei Nachbarn unter. Mein Mann und ich schlafen hier, damit Diebe nicht die Sachen stehlen, die uns noch geblieben sind."

Katastrophale Überschwemmung in Bujumbura

Update Di, 18.2.2014:

Das Ausmaß der Katastrophe:

  • ca. 3.500 betroffene Familien
  • ca. 12.000 Menschen sind obdachlos
  • über 60 Tote
  • Hunderte Verletzte
  • mind. 130 Familien sind betroffen, deren Kinder mit unseren Projekten (Kindergrten, Schule, Ausbildung) verbunden sind

Es fehlt an:

  • Lebensmitteln
  • medizinischer Versorgung
  • Unterbringungsmöglichkeiten
  • Hausrat
  • Material für den Wiederaufbau

Unser Partner vor Ort, die Fondation Stamm, unterstützt mit einem Nothilfe-Team die Betroffenen in den Vierteln – schnell, konkret und effizient.

Update Do, 13.2.2014:

Die Europäische Schule Karlsruhe hat schnell reagiert und einen Fonds von 5.000 Euro für die Opfer der Flut zur Verfügung gestellt. Das Geld wird in den kommenden Tagen in Burundi ankommen und über unseren Partner, die Fondation Stamm, zum Einsatz kommen.

Der sechsjährige Karim aus Buterere, der mehrere Stunden in den Fluten überlebte, bevor ihn sein Bruder rettete.

Mitarbeiter der Fondation haben zwischenzeitlich betroffene Familien identifiziert. Sie hatten alle ihre Kinder im Kindergarten der burundikids im Viertel Buterere, das mit am schlimmsten betroffen ist. Darunter auch der sechsjährige Karim, der mehrere Stunden in den Fluten überlebte, bevor ihn sein Bruder rettete. Die Familie hat ihr Haus verloren. Über den Kindergarten sind wir in Kontakt mit mehr als 100 Familien. Der direkte Kontakt wird sicherstellen, dass die Hilfe direkt bei den betroffenen Familien ankommt. Mitarbeiter Philipp war mit Verena und auch Martina und Gabi aus dem burundikids-Büro vor Ort.
Vorab: danke, ESK!

Update Mi, 12.2.2014:

Die Chaussée d'Uvira im Norden Bujumburas
Die Chaussée d'Uvira im Norden Bujumburas

Di, 11.2. 9:25 Uhr. In der Nacht zum Montag suchten heftige Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen die Hauptstadt Bujumbura heim. Viele Viertel wurden komplett überschwemmt, Häuser stürzten ein, Autos und Container wurden von den Wassermassen mitgerissen. Am Abend suchten die Rettungskräfte von Polizei, Militär und Rotem Kreuz noch nach Vermissten. Bis zum Nachmittag war die Rede von mehr als 50 Toten, die Krankenhäuser sind überlaufen. Am Nachmittag fanden bereits Beerdigungen statt, hauptsächlich von Kindern.

Wie viele Menschen tatsächlich bei dem Unwetter umkamen, ist noch unklar, die Aufräumarbeiten gehen weiter. Ebenso unklar ist, wie viele Kinder und Kollegen des Partners vor Ort, Fondation Stamm, und ihre Familien betroffen sind. Am Morgen, als unser Mitarbeiter Philipp zusammen mit Gabi Hahn aus dem burundikids-Büro und burundikids-Chefin Martina zur Schule fahren wollten, mussten sie unverrichteter Dinge umkehren. Die Brücke der einzigen Straße, die nördlich der Hauptstadt zur Schule führt, war überschwemmt und vom Einsturz bedroht.