burundikids e.V.
 
 

Technikerschule ETO in Gitega (AZG Fikentscher)

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Die erste Schülerzeitung der EPCM gibt es hier zum Download!

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Albinos: Sonnenbrillen zum Schutz ihrer empfindlichen Augen, gesponsert von Optikern der burundikids
Sonnenbrillen zum Schutz ihrer empfindlichen Augen, gesponsert von Optikern der burundikids. Foto ©Benjamin Schilling

Kinderheim Kayanza –

Schutz für Kinder mit Albinismus

Aktuell

Albino zu sein, kann in Burundi den Tod bedeuten. Abergläubische Bräuche, nach denen Körperteile von Albinos zu Gebräuen und Zeremonien benötigt werden und längeres Leben, ertragreichere Ernten und Fischfang versprechen sollen, haben in den vergangenen Jahren Einzug in Burundi gehalten. Mehrere Zehntausend Dollar bringt anscheinend ein Albinokörper. Menschenjäger aus umliegenden Ländern wurden verhaftet und des Mordes vor allem an Kindern beschuldigt.

Um auf diese Notsituation reagieren zu können, entschloss sich die Leiterin der Fondation Stamm, Verena Stamm, im Februar 2011, die Kinder in einem kleinen Häuschen in Kayanza aufzunehmen. Dadurch wurde möglich, dass diese Kinder weiter zur Schule gehen können – und abends ohne die Angst, verschleppt und getötet zu werden, zu schlafen. Seither leben in dem kleinen Heim 14 hilfsbedürftige Kinder, darunter neun Albinos. Die Mütter besuchen ihre Kinder regelmäßig.

burundikids hat sich entschlossen, den Partner vor Ort, die Fondation Stamm, beim Kampf für Albinos und den Einsatz für die Menschenrechte zu unterstützen: mit einem Zuhause, Bildung – und Zukunft.

Kurze Dokumentation über das Kinderheim Kayanza von der Filmemacherin Djûke Stammeshaus

Historie

Während eines Projektes mit UNICEF in der Region Kayanza wurde die Fondation Stamm auf die prekäre Situation der Albinos aufmerksam. Der Gouverneur dieser Provinz bittet in einem Schreiben, zum Schutz der Albinos beizutragen. Anlass war eine Gruppe von Kindern, die aus Angst vor der Nacht nach der Schule nicht mehr nach Hause zu ihren Hügeln gingen, sondern im Freien vor dem Büro des Politikers schliefen – im Schutz der Polizeiwachen.

Seither leben in dem kleinen Heim 14 hilfsbedürftige Kinder, darunter neun Albinos
Foto ©Benjamin Schilling

Schreckensmeldungen gab es beinahe täglich in den Medien. Entführungen, Mord, Jagd auf Albinos. Beinahe 100 fanden im vergangenen Jahr den Tod. Eine größere Fluchtwelle setzte ein, Albinos suchten Schutz auf dem Grundstück eines Staatsanwalts, der schließlich half, das Thema ins Bewusstsein der Bevölkerung und auf die Tagesordnung der Behörden zu bringen. Die Menschen wurden wachsamer, sorgten umeinander – und halfen der Polizei, mehrere Mörder und Menschenjäger festzunehmen.

Anfang des Jahres 2012 eine weitere Schreckensmeldung: drei von sechs Gefängnisinsassen, denen Albinomord und -verschleppung vorgeworfen wird, sind im Osten Burundis ausgebrochen und verschwunden. Der Gouverneur sagte weiterhin seine Unterstützung zu. Von seiner Seite gab es bereits eine Lebensmittellieferung fürs Kinderheim.

Ausblick

Mit Sozialarbeitern und in Kooperation mit den Behörden will die Fondation Stamm zum Schutz der Albinos beitragen. Und helfen, die Bevölkerung in der Nachbarschaft zu sensibilisieren, um deren Sicherheit zu wahren.

burundikids sichert die Unterkunft, Verpflegung, medizinische Versorgung und den Schulbesuch – bis sich die Situation bessert und die Kinder in Sicherheit wieder zu ihren Familien zurückkehren können.