burundikids e.V.
Ferdinand, selbst einst Bewohner des Heims, studiert mittlerweile an der Polytechnischen Universität in Gitega
Ferdinand hatte ebenfalls eine harte Vergangenheit. Aber er zeigt sich und anderen, dass man an seinem Leben arbeiten kann. Mit Erfolg.

Raus aus dem Heim, mehr rein ins Leben

Das Heim für Jugendliche in Gitega wurde in den großen Schulferien umstrukturiert. Die 20 Jungs, die dort zusammen lebten, nehmen den nächsten Schritt in Richtung Reintegration und ein selbständiges Leben.

Drei von ihnen haben ihr Abitur absolviert und sind in den Ferien zurück in ihre Heimatregionen gezogen. Dort leben noch Mitglieder ihrer Familien, die sie bei sich aufgenommen haben. Noch ist nicht klar, ob sie studieren werden können oder sich doch zuerst eine Arbeit suchen müssen. Einige andere Jungs sind ebenfalls zurück ins Heimatdorf. Für sie wurden durch unsere Sozialarbeiter neue Schulplätze in ihrer Heimat gesucht. Sie werden weiterhin auf Distanz unterstützt, beispielsweise mit Schulgeld. Dass sie zurück in ihren Familien sind, ist jedoch ein erster Schritt ins eigene Leben.

In Gitega gibt es das betreute Wohnen, in dem einige der älteren Jungen wohnen. Drei von ihnen lernen an der Ecole Technique Omnis (ETO). Zwar werden sie vollständig versorgt, die Miete, das Essen und die Arztrechnung bezahlt. Doch sich organisieren und ihren Alltag bewältigen, müssen sie allein. Begleitet werden sie dabei von Sozialarbeitern und einem Psychologen.

Ferdinand, selbst einst Bewohner des Heims, studiert mittlerweile an der Polytechnischen Universität in Gitega. Um sich das Studium leisten zu können, arbeitet er als Betreuer für die jüngeren Jungen im betreuten Wohnen. Schon früher im Heim hatte er sich als sehr verantwortungsbewusst gezeigt. Jetzt ist er ein Kollege geworden.