burundikids e.V.
Die Ecole Technique Omnis

ETO: die Technikerschule in Gitega

Eine der Schulen, die burundikids e.V. zusammen mit dem lokalen Partner, Fondation Stamm, und der Kinderhilfestiftung Fikentscher, gebaut hat und bis heute betreibt, ist die Ecole Technique Omnis (ETO). Sie liegt in der Stadt Gitega, in der Mitte Burundis. Gelehrt wird hier drei Jahre lang ab Klasse 9 - also direkt im Anschluss an die Unterstufe - in vier Ausbildungsgängen: Veterinärwesen, Informatik/Maintenance, Telekommunikation und Elektrotechnik. Insgesamt 329 SchülerInnen haben das Schuljahr 2017-18 an der ETO beenden können. Sie alle streben den Abschluss mit einem „A2 Diplom“ an, der mit dem deutschen Fachabitur vergleichbar, aber noch mehr praktisch ausgerichtet ist. Regelmäßige Praktika sind ebenfalls Bestandteil des Lehrplans.

Von den SchülerInnen sind 105 Mädchen. Noch immer sind Mädchen beim Schulbesuch in Burundi benachteiligt. Eine Tatsache, der wir mit der besonderen Förderung von Mädchen entgegen treten. Auch unter den SchülerInnen sind elf Jugendliche, die Dank Ausbildungspatenschaften und sozialer Unterstützung die Schule besuchen können. Alle haben das Schuljahr bestanden. Einige von ihnen leben in der sozialen Einrichtung unweit der Schule, die ebenfalls von burundikids e.V. gefördert wird. Einige andere leben zwar in ihren Familien, könnten aber ohne Unterstützung nicht die Schule fortsetzen.

Ein besonders erfolgreiches Beispiel ist Ferdinand. Er war ebenfalls in der sozialen Einrichtung in Gitega großgeworden und zeigte immer ein beispielhaftes Verhalten. Die anderen Jugendlichen sahen ihn immer als Vorbild an. Sie sollten Recht behalten: nach seiner schulischen Ausbildung studierte Ferdinand, unterstützt durch burundikids. Um sich sein Studium zu mit finanzieren zu können, nahm Ferdinand die Rolle des Betreuers in der sozialen Einrichtung ein und half den jüngeren Mitbewohnern, „auf die Beine“ zu kommen. Nach seinem Abschluss begann er, an der ETO zu unterrichten. Zwischenzeitlich hat Ferdinand das Zepter des Betreuers übergeben und schaut nur noch hin und wieder im Zentrum vorbei. Er wohnt selbständig, unterrichtet und hat den Wunsch, im Master noch weiter zu studieren.

Das neue Schuljahr geht wieder los. Die Einschreibungen liefen auf Hochtouren, denn die Plätze sind begrenzt. Maximal 40 SchülerInnen wurden pro Klasse aufgenommen.