burundikids e.V.
Durch ihn wurde erst alles möglich: Prof. Fikentscher verspricht bei seiner Ansprache eine weitere Kooperation für Gitega
Durch ihn wurde erst alles möglich: Prof. Fikentscher verspricht bei seiner Ansprache eine weitere Kooperation für Gitega

Zeugnis vom Deutschen Botschafter bei der Einweihung des AZG

Großer Auflauf im Viertel „Rango“ in Gitega, der zweitgrößten Stadt Burundis: Am Montag, 24. August 2009, wurde hier das Ausbildungszentrum Gitega (AZG) offiziell eingeweiht. Feierlicher Höhepunkt für die Jugendlichen war die Zeugnisvergabe an die erste Generation von Auszubildenden, die in Elektrizität, Schneiderei, Schreinerei und Kochen/Service nach sechs Monaten ihren Abschluss absolvierten.

Vertreter der burundischen Regierung und örtlichen Administration, Verena Stamm und selbst der Deutsche Botschafter in Burundi, Joseph Weiß, ließen es sich nicht nehmen, den 75 Mädchen und Jungen persönlich zu gratulieren. Eigens für die Einweihung aus Deutschland angereist war das Ehepaar Fikentscher, durch dessen Familienstiftung der Bau der professionellen Berufsschule erst möglich wurde. Und auch Martina Wziontek, Gründerin und Leiterin der burundikids, wohnte der Zeremonie zusammen mit Vereinspatin und Fotografin Ursula Meissner bei.

Sichtlich stolz zeigte sich Gastgeberin Verena Stamm. In ihrer Rede erklärte sie, dass die Fondation Stamm zwar fast seit ihrer Gründung in Gitega tätig sei und Jugendliche in Berufen ausbildete. Doch ihr großer Wunsch sei immer eine professionelle Berufsschule gewesen. Zu den bisherigen Berufsausbildungen sollen in Zukunft noch weitere hinzukommen, wie etwa Klempner und Schweißer. Dabei werde aber auf tieferes und professionelleres Wissen wert gelegt. Die Ausbildungen sollen mehrere Jahre dauern und mit einem ordentlichen Diplom abgeschlossen werden – das, woran es bislang fehlt in Gitega und vielerorts in Burundi.

Die Fikentscher Kinderhilfestiftung hatte den Schulbau in Gitega mit 61.000 Euro finanziert und somit erst ermöglicht. Gitega wird mehr und mehr ein wichtiger wirtschaftlicher Standort Burundis, die Stadt vergrößert sich rasend. Es mangelt an professionellen Handwerkern und Infrastruktur, weshalb die Entscheidung gefallen war, die Berufsschule in Gitega zu bauen. Die Bevölkerung begrüßt das Projekt sehr. Ebenso einige vor Ort ansässige Organisationen. So wurden schon Kooperationen gestartet mit dem „SOS-Kinderdorf Gitega“ und einigen kirchlichen Orden, die ihre Jugendlichen in die neue Berufsschule schicken.

Auch burundikids-Gründerin Martina Wziontek zeigte sich sichtlich erfreut über den fertig gestellten Bau und die ersten Jugendlichen, die ihre Zeugnisse entgegen nehmen konnten. Sie hatte die Pläne für den Bau gezeichnet und die Baumaßnahmen begleitet. Tobenden Applaus erntete Prof. Fikentscher in seiner Ansprache. Darin sicherte er auch für die Zukunft die Kooperation seiner Stiftung mit den burundikids und Fondation Stamm für die Unterstützung der Jugendlichen in Gitega zu. Zum Zertifikat dazu gab es übrigens für jeden Jugendlichen noch ein Shirt des Lieblingsfußballvereins seit Jugendtagen von Prof. Fikentscher: „Münchens große Liebe“...