burundikids e.V.
Christine, ganz rechts, mit Spielkameraden im Mutter-Kind-Heim
Christine, ganz rechts, mit Spielkameraden im Mutter-Kind-Heim

Ein wenig Alltag in Buterere

Es gibt Neuigkeiten aus der Kindertagesstätte in Buterere. Eine der vier Lehrerinnen, Marie-Goreth, gibt aktuelle Infos zur Lage im Armenviertel im Nordwesten der Hauptstadt Bujumbura. Die KiTa erfreut sich demnach immer noch großer Akzeptanz in der Bevölkerung, die sich sogar finanziell am Projekt beteiligt.

Die Klassen sind aufgeteilt je nach Alter zwischen drei und sechs Jahren. Jede Klasse besuchen zwischen 60 und 70 Kinder am Tag. Insgesamt profitieren also 275 Kinder von der Betreuung und Vorbereitung auf die Grundschule. Ein Privileg, das nicht viele haben. Dafür sind die Eltern sogar bereit, zu zahlen. Sie tragen mit einem kleinen Obolus zum Funktionieren der Kindertagesstätte in ihrem Viertel bei. Unter den Schützlingen ist auch eine alte Bekannte aus dem Nachbarviertel Mutakura: Christiane. Das Mädchen lebt mit seiner Mama im Mutter-Kind-Heim der burundikids.

Lehrerin Marie-Goreth ist zufrieden mit „ihren“ Kindern. Alle würden trotz der schlechten Sicherheitslage regelmäßig in den Kindergarten kommen. Dasselbe gilt auch für sie und ihre drei Kolleginnen. Obwohl sie in unterschiedlichen Randbezirken der Hauptstadt wohnen und nicht selten Schwierigkeiten haben, zur Arbeit zu kommen, ist ihr Engagement ungebrochen. Ihre Mission ist es, die Kinder auf die Schule vorzubereiten und ihnen einen geordneten Alltag zu ermöglichen. Das beruhigt auch die Eltern. Denn schließlich bekommen die Kleinen hier nicht nur eine gute Vorbereitung für die weitere Schullaufbahn. Sie sind auch gut aufgehoben, während die Eltern ihrer Arbeit nachgehen müssen.

Jeden Tag von 8 bis 11 Uhr wird also gesungen, gezählt, gemalt und gesprochen – und zwar auf Französisch. Denn wenn die Kids später in die Grundschule kommen, werden sie ausschließlich in der Amtssprache unterrichtet.