burundikids e.V.
 
 

Technikerschule ETO in Gitega (AZG Fikentscher)

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Die erste Schülerzeitung der EPCM gibt es hier zum Download!

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Zusammen mit der Stiftung burundikids Schweiz, den burundikids und dem Partner vor Ort, Fondation Stamm, wurde im Dezember 2009 ein großes Projekt gestartet: der Bau einer kleinen Klinik Klinikgebäude auf dem Foto Oktober 2010
Links die Ambulanz und die Administration, rechts die Patientenzimmer

Klinik „Centre Médical Hippocrate“

Aktuell

Das kleine Krankenhaus „Centre Hippocrate“ (benannt nach dem ersten bekannten Arzt der griechischen Antike Hippokrates) befindet sich direkt am See Tanganyika und neben der Schule „Ecole Polyvalente Carolus Magnus“. Der 120.000 Euro teure Komplex wurde finanziert mit dem 2009 gegründeten Partner burundikids schweiz (Stiftung). Gebaut wurde ein Gebäude für Verwaltung, Empfang und Medikamentenlager, ein weiteres mit Untersuchungs- und Behandlungszimmern, sowie einem kleinen OP-Raum, ein Block für sanitäre Anlagen, eine Küche und Waschküche, sowie ein Gebäude mit Patientenzimmern zur stationären Aufnahme. Das CMH hat einen 24-Stunden-Service, professionelles Personal ist für den Service am Tag und in der Nacht angestellt. Die Patientenzimmer sind zwischenzeitlich regelmäßig und gut gefüllt, das Krankenhaus ist in der Bevölkerung gut angenommen worden.

Eingangsbereich der Klinik

Baulich wurde das CMH mit Unterstützung des BMZ (Deutsches Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und Mitteln der burundikids durch eine gynäkologische Abteilung erweitert. Die Gynäkologie mit eigenem Kreißsaal, Patienten- und Behandlungszimmern ging nach Bauabschluss in Betrieb und wurde sofort von der Bevölkerung in Anspruch genommen. Mit dem gynäkologischen Service haben die burundikids auf eine hohe Nachfrage der lokalen Bevölkerung reagiert. Viele Frauen bringen in dieser Region ihre Kinder nach wie vor zu Hause auf dem nackten Lehmboden zur Welt. Mütter- und Kindersterblichkeitsrate sind in Burundi sehr hoch. Das Personal des CMH (Krankenschwestern, Ärztinnen, etc.) führt Sensibilisierungskurse zum Thema Hygiene, Ernährung und vermeidbare Krankheiten durch.

Außerdem wird die Ambulanz des CMH rege für Krankentransporte genutzt – als einzige in dieser Region.

Außerdem wird die Ambulanz des CMH rege für Krankentransporte genutzt – als einzige in dieser Region.

Die Klinik kooperiert mit der nebenliegenden Schule EPCM v.a. bei der Ausbildung zum/r Krankenpfleger/in. Darüber hinaus werden alle Schüler und Lehrer der EPCM kostenlos im „Hippocrate“ behandelt.

Die Klinik ist im größeren Umkreis (Entfernung zu den Krankenhäusern in Bujumbura: ca. 15 Kilometer) die einzige Möglichkeit für eine medizinische Behandlung. Bei voller Funktionsfähigkeit zählt sie zu den Kliniken in Burundi mit dem höchsten Standard.

Historie und allgemeine Infos

Der Bau des Krankenhauses wurde im Oktober 2009 begonnen und im Mai 2010 abgeschlossen. Bis Ende 2010 sind alle kleinere Arbeiten und Installationen abgeschlossen.

Gründer von burundikids schweiz (Stiftung) sind die Schweizer Verena Zintzmeyer und Thomas Egloff, sowie einige weitere Gründungsmitglieder. Die Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit burundikids Deutschland den Betrieb der Klinik zu finanzieren.

Ein Teil der Ausstattung wurde von burundikids (Deutschland) per Container nach Burundi gebracht. U.a. auch Klinikbetten mit Beistelltischen für die Ausstattung der Patientenzimmer.

Ende 2010 traf ein weiterer Container ein, organisiert vom Partner Human Help Network (HHN), mit weiterem medizintechnischem Gerät für die Klinik.

Im Januar 2011 kam Susanne Lang, Krankenschwester an der Uniklinik Mainz, nach Burundi, um für ein Jahr am „Hippocrate“ zu arbeiten. Ebenfalls im Januar 2011 kamen zwei Krankenschwestern (Monique Urlacher und Irmgard Klein) vom Städtischen Klinikum Karlsruhe für einen dreimonatigen Einsatz nach Burundi. Monique war bereits 2007 in Burundi und hat einige Erfahrung vor Ort.

Der Gynäkologe Dr. Antelmann war mit seiner Frau und Arzthelferin 2012 erneut in Burundi, um am CMH mitzuwirken. Ziel war die vollständige, professionelle und auf hohen Standards beruhende Ausstattung des Operationssaals, gemeinsam mit CMH-Chefärztin Dr. Espérance, sowie einem auf freiwilliger Basis mithelfenden Chirurgen.

Der Gynäkologe Dr. Antelmann war mit seiner Frau und Arzthelferin 2012 erneut in Burundi, um am CMH mitzuwirken. Ziel war die vollständige, professionelle und auf hohen Standards beruhende Ausstattung des Operationssaals, gemeinsam mit CMH-Chefärztin Dr. Espérance, sowie einem auf freiwilliger Basis mithelfenden Chirurgen. Nach erfolgreicher Ausstattung wurden auch die ersten kleineren Eingriffe unter Aufsicht des deutschen Gynäkologen vorgenommen.

burundikids schweiz - Spitalprojekt "Centre Médical Hippocrate" Bujumbura | Ein Film von Markus Raub

Dokumentation Schweiz/Burundi 2011


Weitere Dokumentationen, TV-Produktionen und Radiofeatures finden Sie auf unserer Presse-und Medienseite.

Ausblick

Langfristig ist die landwirtschaftliche Förderung des Artemisia-Anbaus geplant. Die Blätter der getrockneten Pflanze sollen v.a. in der Malariabekämpfung verstärkt zum Einsatz kommen.

Zwischen der Fondation Stamm, burundikids schweiz, Human Help Network und burundikids finden derzeit Verhandlungen statt über die Stelle eines Fachbereichsleiters und Klinikdirektors. Im Gespräch ist hier ein burundischer Arzt, der 30 Jahre in Deutschland praktiziert hat und nun in seine Heimat zurückgekehrt ist.