Burundikids e.V.

Krankenversicherung

Eine offizielle oder verpflichtende Krankenversicherung gibt es in Burundi nicht. Wenige private Anbieter kämpfen um einen kleinen potenziellen Kundenstamm, der sich eine solche Versicherung leisten kann und möchte. Laut aktuellem Human Development Report 2020 (HDI) leben in Burundi aber 71,8 Prozent der Bevölkerung unter der absoluten Armutsgrenze, das bedeutet: von weniger als 1,90$ pro Tag. Für Versicherungen, sofern sie denn überhaupt existieren, bleibt im Kampf ums tägliche Überleben nichts übrig.

Medizinische Versorgung ist daher für einen Großteil der Bevölkerung schlichtweg unerschwinglich. Auch dann, wenn sich ein Krankenhaus oder eine Medizinstation in der Nähe befinden sollten – geschweige denn ein*e Ärzt*in. Laut HDI kommen in Burundi auf 10.000 Einwohner*innen gerade mal ein Arzt und nur acht Krankenhausbetten.

Zusammen mit unserem Partner Stiftung burundikids Schweiz und der Fondation Stamm in Burundi leisten wir deshalb einen Beitrag zum Gesundheitswesen. Das Krankenhaus Centre Médical Hippocrate (CMH) hat seit 2010 mehrere Services und ein direktes Einzugsgebiet von ca. 80.000 Menschen in der Kommune Mutimbuzi, nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Viele Patient*innen nehmen aber noch weitere Wege auf sich.

Mit der eigens eingerichteten carte malade, einer Art individuell ausgestellter Krankenversicherungskarte, können sich mittellose Familien kostenlos im CMH behandeln lassen. Insbesondere im Zuge der humanitären Nothilfe für die Familien, die von den Überschwemmungen betroffen waren und sind, kamen die Karten zum Einsatz.

Prospekt der Stiftung burundikids Schweiz

stiftung burundikids schweiz: unser Partner beim Bau der Klinik „Centre Medical Hippokrates“. Das Prospekt der Stiftung bekommen Sie hier als PDF.