burundikids e.V.

Die erste Schülerzeitung der EPCM gibt es hier zum Download!

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Bewohnerinnen des Mutter-Kind-Heimes Centre Nyubahiriza, in ihrer Mitte Martina Wziontek
Bewohnerinnen des Mutter-Kind-Heimes, in ihrer Mitte Martina Wziontek

Mutter-Kind-Heim „Centre Nyubahiriza“

Aktuell

Das Mutter-Kind-Heim oder Mütterheim oder Frauenhaus „Centre Nyubahiriza“ (Kirundi für „Respektiert uns!“) liegt im Viertel Kinama, am nördlichen Rand der Hauptstadt Bujumbura. Es bietet Platz für 20 bis 25 Mädchen oder junge Frauen im Alter von 14 bis 20 Jahren mit ihren Babys und Kleinkindern oder noch im schwangeren Status.

Die jungen Frauen, oftmals Opfer sexueller Ausbeutung, finden dort eine sichere Unterkunft, bekommen Mahlzeiten, werden medizinisch, psychologisch und pädagogisch betreut und bekommen Zugang zu schulischer oder handwerklicher Bildung.

Heimleiterin Apoline hat ihre Mädels, ob groß oder klein, im Griff
Heimleiterin Apoline hat ihre Mädels, ob groß oder klein, im Griff

Manche Mädchen nehmen an der Ausbildung zur Schneiderin teil. Während dieser Ausbildung stellen sie Produkte wie Puppen, Weihnachtsengel, Tischsets oder Decken her, die vor Ort und in Deutschland verkauft werden, um eigene Mittel für das Heim zu erwirtschaften.

Ziel ist es, die junge Frau nach einer gewissen Erholungs- und Aufbauphase in noch bestehende Familienstrukturen oder in die Selbständigkeit zu integrieren. Oftmals wird dies möglich durch die Gewährung eines Kleinstkredits, mit dem die Frauen einen kleinen Handel, bspw. mit Kohle, Öl oder Lebensmitteln, beginnen können.

Für die Betreuung im Heim arbeiten die Heimleiterin Apoline, ein Schneiderausbilder, Nachtwächter, sowie eine Krankenschwester und eine Psychologin.

Historie

Das Mütterheim existiert seit 2005 und wird zu 100% von burundikids e.V. finanziert. Ursprünglich lag das Heim im Viertel Kamenge. Aufgrund einer Mieterhöhung musste das Heim schließlich 2008 zum jetzigen Standort umziehen. Der vorher ins Heim integrierte Kindergarten musste ausgelagert werden und liegt nun im Viertel Buterere, nicht weit des Heims in Kinama.

Adèle und ihre Tochter Sania

Ende 2010 hat Adèle, eine Bewohnerin des Heims, ihre kaufmännische Ausbildung (Diplom A2) abgeschlossen. Danach absolvierte sie ein Praktikum im Büro der Fondation Stamm. Ziel ist es, sie soweit fortzubilden, dass eine Anstellung in einem Projekt der Fondation Stamm möglich wird und Adèle ein selbständiges Leben beginnen kann. Ihre Tochter Sania, vier Jahre, lebt mit ihr weiterhin im Mütterheim und besucht den Kindergarten.

Ausblick

Das Heim soll aufgrund seiner Erfolge in seiner jetzigen Struktur weiter betrieben werden.