burundikids e.V.

Cam Pillows made in Burundi: Das besondere Kissen für Ihre Kameras. Cam Pillows sind kleine stilvolle Kissen aus schickem afrikanischem Stoff, auf denen Fotoapparate und Kameras abgelegt werden können, um Kratzer und Schlimmeres zu vermeiden. Ein Projekt der Cosyspeed GmbH in Kooperation mit unserem Mutter-Kind-Heim Centre Nyubahiriza.

Cam Pillows made in Burundi: Das besondere Kissen für Ihre Kameras. Cam Pillows sind kleine stilvolle Kissen aus schickem afrikanischem Stoff, auf denen Fotoapparate und Kameras abgelegt werden können, um Kratzer und Schlimmeres zu vermeiden. Ein Projekt der Cosyspeed GmbH in Kooperation mit unserem Mutter-Kind-Heim Centre Nyubahiriza. Cam Pillows können Sie bei Cosyspeed kaufen.

Adèle mit Tochter Sania

Adèle mit Tochter Sania

Adèle im Praktikum –
Nachwuchs aus den eigenen Reihen

„Der Krieg von 1993 machte mich zur Vollwaisen. Meine Großmutter zog mich deshalb in [der südöstlichen Provinz] Ruyigi auf. An dem Tag, an dem ich schwanger wurde, wollten meine Onkel, dass ich das Zuhause verlasse. Deshalb hatte ich es vorgezogen, in die Stadt [Bujumbura] zu gehen, um eine Arbeit als Köchin oder Kindermädchen zu finden. In Mutanga habe ich auch eine Arbeit gefunden, doch als ich nach zwei Wochen krank wurde, hat mich meine Chefin sofort auf die Straße gesetzt. Es blieb mir nichts anderes übrig, als das Leben auf der Straße zu beginnen.

Als ich im achten Monat schwanger war, hat mich eine Organisation in einem Heim aufgenommen, bis ich mein Kind zur Welt bringen konnte. Aber direkt im Anschluss haben auch sie mich auf die Straße gesetzt, obwohl ich noch sehr schwach war. Also bin ich zum zweiten Mal auf der Straße gelandet, dieses Mal jedoch mit meinem Baby.

Schließlich habe ich jemanden kennengelernt, der mir von Verena Stamm und ihrem Engagement erzählte. Ich habe mich sofort bei ihr vorgestellt und sie hat mich herzlich aufgenommen. Es war am 23. Mai 2006, als ich in das [Mutter-Kind-]Heim der Fondation Stamm gekommen bin.

Mein Baby war zu dem Zeitpunkt 19 Tage alt. Im Heim habe ich andere alleinerziehende Mütter kennengelernt, die das gleiche Problem hatten wie ich. Heimleiterin ist Apoline. Sie haben mich alle sehr nett aufgenommen, aber ich hatte zuerst Schwierigkeiten, mich einzugewöhnen. Die Mädchen sind sehr unterschiedlich mit unterschiedlichen Charakteren, da sie alle aus unterschiedlichen Provinzen kommen. In der ersten Zeit hatte ich Angst, mit ihnen zu reden, weil ich sehr schüchtern war. Nach drei Monaten wollte mich Verena Stamm wieder in die Schule schicken. Obwohl mein Kind noch so jung war. Das war wirklich nicht leicht für mich. Jeden Morgen ging ich zur Schule, während mein Kind im Heim blieb und dort Milch bekam.

Die anderen Mädchen und die Heimleiterin haben sich um mein Baby gekümmert, während ich zur Schule ging. Das hat mir sehr geholfen, mich zu beruhigen – und ich konnte mich somit sehr gut auf die Schule konzentrieren. Im August 2010 habe ich schließlich mein Diplom A2 in kaufmännischer Ausbildung erhalten. Im Heim „Nyubahiriza“ bin ich nun seit vier Jahren. Und ich habe keinerlei Schwierigkeiten mehr, außer dass ich mich an das Leben als Mutter gewöhnen musste. Meiner Tochter geht es jedoch sehr gut. Sie geht jetzt auch zur Schule.

Nun hoffe ich, eine Arbeit in einer Verwaltung zu bekommen, weil ich darin ausgebildet bin. Ich danke dafür ganz herzlich Verena Stamm, die für mich wie eine Mutter war und ist. Nachdem ich nun meinen Abschluss habe, absolviere ich ein Praktikum im Büro der Fondation Stamm. Hier verbessere ich zuerst meine Kenntnisse in Word und Excel.“

Adèle Nzobandora, 22. Oktober 2010 (Übersetzung und Anmerkungen: Philipp Ziser)

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