burundikids e.V.

Die erste Schülerzeitung der EPCM gibt es hier zum Download!

Die erste Schülerzeitung der EPCM gibt es hier zum Download!

Aufgrund des stetigen Wachstums des Komplexes aus Schule und Klinik wurde der Strom jedoch allmählich knapp. Mit der Solar-AG des Gymnasiums Kenzingen (Baden) fanden wir schließlich einen kompetenten und interessierten Partner, der einerseits an der Entwicklung des Projekts in Burundi interessiert war, andererseits Wert legte auf die Erweiterung erneuerbarer Energien. Die Kooperation war schnell beschlossene Sache und gemeinsam mit den Experten der Firma Energiebau, die bereits die erste Anlage 2008 installiert hatte, ging es an die Umsetzung. Das nötige Material wurde bestellt und dank der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) binnen weniger Wochen von Süddeutschland nach Ostafrika geliefert. Um die Installation kümmerten sich schließlich ruandische Ingenieure von „Energiebau“, gemeinsam mit dem Techniker der Fondation Stamm in Bujumbura, Michel.

Drei Phasen-Strom vom Dach

In den vergangenen acht Jahren hat sich aus der kleinen Grundschule in Kajaga, direkt am Tanganyikasee nördlich der Hauptstadt Bujumbura, ein großes Zentrum mit Schule und Klinik entwickelt. Die „Ecole Polyvalente Carolus Magnus“ (EPCM) beherbergt mittlerweile 900 Schülerinnen und Schüler in Kindergarten, Grundschule und Oberstufe! Die direkt nebenan liegende Klinik „Centre Médical Hippocrate“ (CMH) entwickelte sich vom ursprünglich kleinen Schulkrankenzimmer zu einem Komplex für Allgemeinmedizin und Gynäkologie, mit Patientenzimmern, eigenem Labor, Operationssaal und Apotheke. Noch in diesem Jahr soll die Pädiatrie (Kinderabteilung) eröffnet werden, ein imposantes zweistöckiges Gebäude, finanziert vom Partner burundikids Schweiz.

Bei der stetigen Entwicklung der Anlage war natürlich auch immer die Versorgung mit Strom ein wichtiger Aspekt. Nicht nur, dass Licht in erster Linie Sicherheit bedeutet – angesichts dessen, dass es in Burundi aufgrund der Nähe zum Äquator ganzjährig um 18 Uhr dunkel wird. Vor allem im Krankenhaus ist eine permanente Stromversorgung lebenswichtig, denkt man an den Operationssaal.

2008 wurde in Kooperation mit dem Partner Human Help Network e.V. und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine Solaranlage auf dem Dach der EPCM installiert. Das öffentliche Stromnetz reichte bis dato noch nicht in diese Gegend und selbst wenn, dann sind regelmäßige Stromausfälle an der Tagesordnung. Die Schule hatte fortan jedoch Strom, die Schüler konnten am PC-Unterricht teilnehmen, praktischen Unterricht im Labor durchführen und die Administration ohne Störungen arbeiten, die Ärzte ihr Besteck sterilisieren – ohne jedes Mal den Generator anwerfen zu müssen.

Aufgrund des stetigen Wachstums des Komplexes aus Schule und Klinik wurde der Strom jedoch allmählich knapp. Mit der Solar-AG des Gymnasiums Kenzingen (Baden) fanden wir schließlich einen kompetenten und interessierten Partner, der einerseits an der Entwicklung des Projekts in Burundi interessiert war, andererseits Wert legte auf die Erweiterung erneuerbarer Energien. Die Kooperation war schnell beschlossene Sache und gemeinsam mit den Experten der Firma Energiebau, die bereits die erste Anlage 2008 installiert hatte, ging es an die Umsetzung. Das nötige Material wurde bestellt und dank der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) binnen weniger Wochen von Süddeutschland nach Ostafrika geliefert. Um die Installation kümmerten sich schließlich ruandische Ingenieure von „Energiebau“, gemeinsam mit dem Techniker der Fondation Stamm in Bujumbura, Michel.

Die erweiterte Solaranlage versorgt fortan den gesamten Komplex in Kajaga, die Schule samt Klinik, mit ausreichend Strom für jeden Bedarf. Und nicht nur das: das Netz, so Techniker Michel, liefere nun sogar Drehstrom, der notwendig ist für manche Geräte in der Klinik und im Labor!

Die burundikids danken herzlich der Solar-AG des Gymnasiums Kenzingen und allen daran Beteiligten, der Firma Energiebau und ihren Ingenieuren, der SEZ Baden-Württemberg und allen, die diesen deutlichen Fortschritt ermöglicht haben!