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Die erste Schülerzeitung der EPCM gibt es hier zum Download!

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Krankenpflegepraktikum

Von der Theorie zur Praxis

Seit Schuljahresbeginn haben die Klassen der Oberstufe der Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM) ihre Praktika absolvieren müssen. Mehrere Jahrgangsstufen der Krankenpflege, Laborassistenz, PTA (pharmazeutisch-technische AssistentInnen) und Hotelfach-Tourismus (über letztere haben wir bereits berichtet) duften in den Alltagsbetrieb von Gesundheitsstationen, Krankenhäusern, Apotheken und Labors nicht nur hineinschnuppern, sondern auch gleich tatkräftig mitarbeiten. Für die Mädchen und Jungen sind es ganz normale Arbeitstage, gemeinsam mit dem fest angestellten Personal.

Zuständig für die Platzsuche, Koordination mit den Partnern, Begleitung und später auch Beurteilung der Leistungen während der Praktika ist Kollege Emmanuel Ndayikengurukiye, Lehrer und Laborleiter der EPCM. Er selbst war schon in Deutschland für Fortbildungen. Während der Praktikumszeit werden die SchülerInnen von Mentoren der jeweiligen Einrichtung eingelernt, begleitet und beurteilt.

Die PTAs mussten drei Monate in die Apotheken – sei es in die Filialen oder auch zu Grossisten – oder Krankenhäuser. Während dieser Periode wechseln die Jugendlichen mehrmals die Praktikumsstelle, um möglichst viele unterschiedliche Erfahrungen sammeln zu können. Der einzige obligatorische Programmpunkt für die SchülerInnen ist dabei das DPML (Département de la Pharmacie, du Médicament et des Laboratoires), das staatliche Import-, Verwaltungs-, Koordinations- und Kontrollorgan für medizinisches Equipment und Medizin.

Die zukünftigen LaborassistentInnen der EPCM müssen im Abschlussjahr sogar neun Monate Praktikum absolvieren – von Schuljahresbeginn im September bis Mai. Die 27 diesjährigen AbsolventInnen – übrigens die allerersten der EPCM! – arbeiteten in zwei Kliniken (eine davon die Universitätsklinik) und im staatlichen Blutkonservenzentrum. Dabei werden monatlich die Abteilungen gewechselt, um letztendlich einen Einblick in den gesamten Ablauf einer Einrichtung zu bekommen. An den Wochenenden mussten die Jugendlichen noch die Schulbank drücken, um sich auf die staatlichen Abschlussprüfungen vorzubereiten, die jetzt zum Schuljahresende anstehen. Eine Generalprobe für eine Präsentation vor einer Jury mussten die SchülerInnen bereits absolvieren – diesmal noch vor ihren LehrerInnen.

Die 36 KrankenpflegerInnen der Abschlussklasse mussten insgesamt 24 Wochen ins Praktikum. Sie verteilten sich auf Krankenstationen und Krankenhäuser in der Region um die Schule EPCM und in der Hauptstadt Bujumbura, wo sie ebenfalls mehrere Abteilungen durchlaufen mussten. Einige davon leisteten ihr Praktikum im Centre Médical Hippocrate (CMH) ab. Unter den strengen Augen von Chef-Krankenschwester Agnès.