burundikids e.V.

Die erste Schülerzeitung der EPCM gibt es hier zum Download!

Die erste Schülerzeitung der EPCM gibt es hier zum Download!

Zeugnisse gibt’s auch schon für die Kleinsten an der EPCM – hier die Kids im Kindergarten in freudiger Erwartung
Zeugnisse gibt’s auch schon für die Kleinsten an der EPCM – hier die Kids im Kindergarten in freudiger Erwartung

Zum Schuljahresende: Absolventen in den sozialen Einrichtungen

Für viele der Kinder und Jugendlichen in Burundi bedeuten die Ferien nicht das, was man zuerst meinen könnte. Arbeiten, Geld verdienen, die Familie unterstützen, lernen, das nächste Schuljahr vorbereiten, vielleicht umziehen oder einen neuen Schul-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz suchen: auch in der schulfreien Sommerzeit ist einiges los.

Zum Abschluss des Schuljahres 2015/16 hatte sich die Schulgemeinschaft an der Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM) zusammengefunden, um ihre Zeugnisse entgegen zu nehmen. Die EPCM im Viertel Kajaga, nordwestlich der Hauptstadt Bujumbura, ist die größte Schule der burundikids, die mit Kindergarten, Grundschule, Mittel- und Oberstufe die meisten SchülerInnen zählt (mehr als 900). Hier gab es dieses Jahr auch ein Novum: die erste Generation von Absolventen der Sektion Laborassistenz hat nach insgesamt vier Jahren Ausbildung ihre Diplome erhalten.

Die Stunde der Wahrheit schlug natürlich auch für die Kids, die in den sozialen Einrichtungen der burundikids leben, beispielsweise im Heim für Straßenkinder. Sie besuchen die Klassen der Grundschule, der Mittel- und der Oberstufe der EPCM. Bis auf wenige Ausnahmen haben sie alle bestanden und können in die nächsthöhere Klasse zugelassen werden. Sieben der Jungen werden ihr abschließendes Diplom bekommen und die renommierte wie gefürchtete (weil schwierige) Ausbildung an der EPCM erfolgreich beenden: zwei in Hotelfach-Tourismus, zwei in Krankenpflege, und drei als PTA (pharmazeutisch-technische Assistenten).

Einige ältere Jugendliche leben in einer betreuten Wohneinrichtung der burundikids im Süden der Hauptstadt. Diese Jugendlichen haben ab einem bestimmten Alter – und dank eines reiferen Verhaltens – das Heim verlassen und organisieren sich weitgehend selbständig, mit finanzieller Unterstützung für Miete, Unterkunft, Kleidung und medizinischer Versorgung. Sozialarbeiter kommen regelmäßig vorbei und sehen nach dem Wohlergehen der jungen Erwachsenen. Drei der Jungen haben nach diesem Schuljahr ebenfalls ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Sie sind fit für die Arbeitswelt und können wahlweise ein Studium in ihrem Fachbereich beginnen.

Ein weiterer Service der burundikids ist der „soutien à distance“, die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, die nicht in den Einrichtungen leben, sondern beispielsweise bei eigenen Familienmitgliedern oder in Pflegefamilien. Sie werden dort versorgt und leben in ihrem gewohnten Umfeld, können sich aber ohne Unterstützung den Schulbesuch oder die Ausbildung nicht leisten und riskieren den Abbruch. Die Kosten für Schule oder Ausbildung übernimmt burundikids. Zwei der Jugendlichen, die auf diese Art unterstützt werden, schließen dieses Jahr ebenfalls ihre Schulausbildung ab.

Sie wollen die Schule unterstützen oder eine Ausbildung ermöglichen? Jede Spende hilft!