burundikids e.V.

Die erste Schülerzeitung der EPCM gibt es hier zum Download!

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EPCM
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Aus den Schulen

Nicht nur, dass es immer noch viel zu wenige Schulen gibt in Burundi. Auch die Qualität der Lehre lässt leider viel zu oft zu wünschen übrig. Erst kürzlich hat das burundische Bildungsministerium zahlreiche Schuldirektionen ermahnt, für besseren Unterricht zu sorgen. Einige DirektorInnen haben die schlechten Ergebnisse ihrer SchülerInnen sogar direkt den Job gekostet. Das Gesundheitsministerium hat seinerseits zahlreiche private Schulen im Gesundheitsbereich suspendiert oder ganz geschlossen aufgrund gravierender Mängel bei Ausstattung oder Personal (burundikids hatte berichtet).

Von alledem nicht betroffen sind die Schulen der burundikids. In permanenter Kooperation mit den Behörden werden Inspektionen durchgeführt und etwaige festgestellte Mängel umgehend behoben, wenn vorhanden. Jedoch lässt sich ohne Übertreibung behaupten, dass die Bildungseinrichtungen ETO, EPCM u.a. zu den besten des Landes zählen. Dabei wird großer Wert darauf gelegt, dass auch Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien Zugang zu den Bildungsangeboten haben.

Zum Schuljahresende hatte sich unsere Kollegin vor Ort, zuständig für Kommunikation, an den Schulen umgehört und Ergebnisse in den Direktionen erfragt.

An der Ecole Technique Omnis (ETO) in Gitega, in Burundis Mitte, haben insgesamt 334 SchülerInnen das Schuljahr abgeschlossen – in den drei Sektionen Veterinärwesen, Elektromechanik und Informatik/Maintenance. Nur vier SchülerInnen hatten die Schule abgebrochen. Erfolgreich abgeschlossen haben u.a. und bis auf eine Ausnahme auch die Jugendlichen, die im betreuten Wohnen der burundikids leben, sowie die Jugendlichen mit Ausbildungs-Stipendien. Das betreute Wohnen hat außerdem seit den großen Sommerferien neue Mitbewohner.

148 SchülerInnen zählte im Schuljahr 2016/17 die Ecole Technique de l’Education Environnementale (ETEE) in Ngozi, im Norden Burundis, die neueste und bislang kleinste Schule im Verbund. Unterrichtet wird dort in den Sektionen Wasser- u. Ressourcenschutz, sowie Technologien der Lebensmittelverarbeitung. Auch an dieser Schule ist die Direktion zufrieden – nicht zuletzt mit den vier Jugendlichen, die mit einer Ausbildungspatenschaft unterstützt werden. Die ETEE hat außerdem einige Erweiterungen erfahren: die sanitären Anlagen wurden ausgebaut, die Kantine verbessert und das Internat ausgebaut.

Die größte Schule der burundikids bleibt die Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM) im Viertel Kajaga der burundischen Hauptstadt Bujumbura. Knapp 800 SchülerInnen besuchten hier zuletzt den Unterricht. Und zwar angefangen beim Kindergarten, Unterstufe, Mittel- und Oberstufe. Letztere in den Sektionen Hotelfach-Tourismus, Laborassistenz, Krankenpflege, PTA (pharmazeutisch-technischer Assistent) und naturwissenschaftlicher Zug. Die meisten Jugendlichen des Straßenkinderzentrums „Centre Birashoboka“ besuchen die EPCM. Darüber hinaus werden SchülerInnen mit Ausbildungs-Stipendien unterstützt. Die meisten dieser Kinder und Jugendlichen haben gut gelernt – fünf von 32 müssen leider die Klassen wiederholen. Vier der Oberstufenschüler aus dem Heim bzw. betreuten Wohnen haben in diesem Sommer ihre Schullaufbahn abschließen können und ihr Diplom (Fachabitur) erhalten.

ETEE
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