burundikids e.V.

Eine erfolgreiche Reintegration? Birashoboka!

Emmanuel hat eine zweite Chance bekommen – und sie genutzt. Dank der Unterstützung der burundikids lebt er nämlich schon seit zwei Jahren von seinem eigenen kleinen Unternehmen: einem Frisörsalon.

Emmanuel hat eine zweite Chance bekommen – und sie genutzt. Dank der Unterstützung der burundikids lebt er nämlich schon seit zwei Jahren von seinem eigenen kleinen Unternehmen: einem Frisörsalon.

Hört man Emmanuels Geschichte, die er mit seinen jungen 25 Jahren schon durchleben musste, klingt das weniger hoffnungsvoll. Noch als kleines Kind verlor er seine Mutter, als die Familie noch in Kayanza, im Nordwesten des Landes, lebte. Als sich der Vater neu verheiratete, hat er das Grundstück der Familie verkauft, um sich in einer anderen Provinz niederzulassen. Damit nahm er Emmanuel und seiner Schwester das Erbe und die künftige Lebensgrundlage. Emmanuel war damals 14 Jahre alt. Seine jüngere Schwester kam bei Verwandten unter.

Der Junge ging in die Hauptstadt Bujumbura, um ein besseres Leben zu finden. Doch stattdessen streunte er auf den Straßen herum. Bis er eines Tages vom Straßenkinderheim „Centre Birashoboka“ hörte, dessen Name so viel wie „es ist möglich!“ bedeutet. Er wurde aufgenommen, draußen herrschte noch Bürgerkrieg. Das war 2003.

Fortan wurde Emmanuel in einem geschützten Umfeld betreut und konnte eine Ausbildung absolvieren. Davon verfolgte er gleich zwei: Schreiner und Frisör. Und 2011 war es schließlich soweit: er konnte mit einem kleinen Startpaket seinen eigenen kleinen Frisörsalon in seiner Heimatstadt Kayanza eröffnen. Seitdem sorgt er übrigens auch selbst für seine kleine Schwester.

Der junge und heute unabhängige Mann ist sich bewusst: ohne die Unterstützung durch das Heim „Birashoboka“ wäre sein Lebensweg anders verlaufen, wahrscheinlich weitaus weniger erfolgreich. Er möchte ein Beispiel für andere sein. Es ist möglich, die Straße hinter sich zu lassen. Es reichen ein bisschen Hilfe und der eigene Wille.