Burundikids e.V.

Umzug des Straßenkinderheims

Der Vermieter des Hauses, in dem die Jungen untergebracht waren, hatte Eigenbedarf angemeldet – demnach stand ein Umzug des Heims Centre Birashoboka an. Eine neue Unterkunft war schnell gefunden und das im gleichen Stadtviertel Kajaga, fußläufig zur Schule Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM), die die meisten der Jungen besuchen. Den Schulbesuch mussten sie demnach zu keiner Zeit unterbrechen.

Das Heim bietet Platz für 30-35 Kinder und Jugendliche, hauptsächlich ehemalige Straßenkinder. Ein Teil von ihnen lebt dort langfristig und besucht die Schule. Hinzu kommen Jungen, die nur einen kurzen Aufenthalt im Heim haben. Sie kommen aus einem Gefängnis für Minderjährige, wo sie für kleine Delikte wie z.B. Diebstahl registriert werden und an einem Reintegrationsprogramm teilnehmen. Bevor es zurück in familiäre Strukturen geht, kommen die Jungen zur vorübergehenden Unterkunft in ein Heim wie das Centre Birashoboka, wo sie von Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen und Jurist*innen betreut und schließlich nach Hause begleitet werden.

Lediglich das Training der Trommelgruppe des Heims musste pausieren. Das Trommeln gilt seit 2014 als UNESCO-Weltkulturerbe und wird von der burundischen Regierung in Ehren gehalten, unterliegt deshalb aber auch Auflagen. Wer trommeln und Auftritte anbieten möchte, braucht dafür eine Genehmigung des Kultusministeriums. Und wegen des lauten Geräuschpegels natürlich auch die Zustimmung der lokalen Behörde sowie der Nachbar*innen.