burundikids e.V.
Vollständige Übersicht der Themen im Seminar Burundi: Ein Projekt macht Schule, Wintersemester 2009/10, FH Potsdam.
Vollständige Übersicht der Themen im Seminar WS 2009/10

FH Potsdam | Burundi: Ein Projekt macht Schule

Nach einem Besuch in Burundi im September 2008 habe ich in unserer Hochschule das Thema "Entwicklungszusammenarbeit" als studiengangsübergreifendes Thema beworben. Und ich war sehr froh, dass zwei Studierende unseres Forschungsmaster-Studiengangs „Bauforschung“, Claudia Vogler und Benedikt Brammer, im Wintersemester 2009/2010 ein hochschulweites Seminar mit dem Titel „Burundi – Ein Projekt macht Schule“ organisiert haben. Unterstützt von Referent/innen aus verschiedenen Arbeitsbereichen der Entwicklungszusammenarbeit haben mehrere interdisziplinäre Projektteams soziale, ökologische und technische Aspekte erörtert und daraus nachhaltige Projektideen entwickelt. Grundlage dieser Projekte sind die aktuellen Aufgaben und Problemstellungen der „Fondation Stamm“ und von „burundikids e.V.“, die vor Ort in Burundi aktiv sind sowie die Kooperation mit der Université du Burundi.

Die vielfältigen Ergebnisse und das Engagement der Studierenden machen es lohnenswert, diese Projekte der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen. Die Abschlusspräsentation fand am Donnerstag, den 18.02.2010 ab 15:00 Uhr im Hauptgebäude der FH Potsdam statt. Ich freue mich auch sehr, dass die Botschafterin der Republik Burundi in Deutschland, H.E. Mrs Domitille Barancira, ihre Teilnahme zugesagt hat.

Matthias Hauf, FH Potsdam

 

Zum Seminarinhalt:

Interdisziplinäres Seminarangebot von Studierenden des Masterstudiengangs Bauforschung für Studierende und Interessierte aller Fachrichtungen im Wintersemester 2009/10.

Nachhaltigkeit, Interdisziplinarität und Entwicklungszusammenarbeit sind Schlagwörter, die uns immer wieder begegnen und trotzdem nur schwer greifbar sind. Aktuelle Themen wie z. B. der afrikanische Kontinent haben in der hochschulischen Lehre wie im studentischen Alltag kaum Platz.

Konflikte und Friedenserziehung, Deutscher Entwicklungsdienst: Burundi: ein Projekt macht Schule.

Der Kurs richtet sich insbesondere an Studierende in den Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen, Kulturarbeit, Sozialwesen und Design, steht aber auch Studierenden anderer Fachrichtungen und Hochschulen offen. Hinter dem Angebot steckt die Idee, dass gemischte „Kompetenzteams“ gebildet werden, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Wissen und ihre Vorschläge zusammentragen und so ein nachhaltiges Projekt entwickeln. Dabei sollen sie einen Einblick und Gespür für Themen bekommen, die normalerweise nicht in den Studienplänen verankert sind.

In dem Seminar werden die Studierenden anhand aktueller Themen der in Burundi aktiven Hilfsorganisationen „Fondation Stamm“ und „burundikids“ soziale, ökologische und technische Fragestellungen bearbeiten und konkrete Umsetzungsentwürfe, die einfach, aber nachhaltig zu realisieren sind, entwickeln. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Auseinandersetzung mit den gegebenen Umständen.
Das Seminar ist inhaltlich in zwei Teile gegliedert. Bis Ende des Jahres 2009 gaben verschiedene Referenten einen umfassenden Überblick über die Situation vor Ort, sowie Handlungsoptionen und Techniken. Aufgrund dieser Informationen werden die Studenten dann gemeinsam im zweiten Teil des Seminars Entwürfe erarbeiten und diese in Form einer gemeinsamen Ausstellung am Donnerstag, den 18.02.2010, präsentieren.

Unterstützt werden wir von Prof. Dr. Claus Baldus, Prof. Ludwig Obermeyer und Dipl.-Ing. Axel Schäfer, Prof. Dr. Angela Mickley sowie Dipl.-Geol. Matthias Hauf.

Studierende, die neue Perspektiven und Handlungsansätze für spätere Wirkungsfelder suchen, um vielleicht selbst einmal in einem internationalen Zusammenhang tätig werden zu können, oder die Interesse haben, in einer anregenden und entspannten Atmosphäre Einblicke in Denk- und Handlungsansätze anderer Fachbereiche zu gewinnen, sind herzlich eingeladen an dem Seminar teilzunehmen.
Bei erfolgreicher Teilnahme können 4 CP erworben werden. Vielleicht reicht aber auch schon das Wissen, eine Nichtregierungsorganisation in Afrika zu unterstützen, als Motivation. (Text: Fachhochschule Potsdam)