burundikids e.V.
Während seiner Deutschlandreise im November 2009 besuchte Philipp von den burundikids auch seine ehemalige Schule - das "Humboldt" in Karlsruhe. Schüler, denen Philipp über Burundi berichtete, schildern hier ihre Eindrücke:

Besuche am Humboldt

Während seiner Deutschlandreise im November 2009 besuchte Philipp von den burundikids auch seine ehemalige Schule - das "Humboldt" in Karlsruhe. Schüler, denen Philipp über Burundi berichtete, schildern hier ihre Eindrücke:

Larissa und Alessa, 6. Klasse

Burundi? Als Herr Vormstein uns eröffnete, dass wir durch Philip Ziser etwas über Burundi erfahren sollten, dachte ich erst: „Oh Mann, langweilig. Na ja, Hauptsache 2 Stunden Erholung!“ Aber als wir dann zur Vorbereitung in den Computerraum durften, stieg die allgemeine Stimmung sofort! Doch wie lebt man dort so? Dies und viele andere Fragen sollten wir im Computerraum beantwortet kriegen. Als die Stunde vorbei war, freute ich mich schon mehr auf das Treffen mit Philipp Ziser.

In der nächsten Stunde war es dann soweit. Als Philipp Ziser ins Zimmer kam, waren wir zwar noch etwas eingeschüchtert, doch das gab sich schon nach den ersten Fotos, die Philipp uns auf einer Leinwand zeigte. Es waren zum großen Teil traurige Fotos. Philipp kannte zu jedem Foto eine Geschichte, so dass uns die Fotos noch mehr berührten: Wir sahen von Aids betroffene Menschen und Mädchen, die nur etwas älter als wir sind und schon Mütter waren. Besonders Fotos von vergammelten Toiletten, die in einer Intensivstation standen, haben und sehr beeindruckt (die Toiletten gelten in Burundi noch als sauber!). Fotos aus Zimmern in der Intensivstation ebenfalls. Denn in den Zimmern lagen Kinder mit verschiedenen Krankheiten nebeneinander. Der erste Gedanke von vielen von uns war übrigens: Wer da mit einer Krankheit reinkommt, kommt mit mindestens zwei weiteren wieder raus.

Gespickt mit diesen Eindrücken dachte ich nur noch: „Hoffentlich kaufen die Leute viel am Weihnachtsmarkt!“ Denn das Geld, das wir dort verdienen, kommt auch Burundi zugute. Und die Organisation burundikids, für die Philipp Ziser arbeitet, wird mit dem Geld auch ein Krankenhaus bauen für die aufgenommenen Straßenkinder, die in ihren Heimen wohnen und erkranken.

Während seiner Deutschlandreise im November 2009 besuchte Philipp von den burundikids auch seine ehemalige Schule - das "Humboldt" in Karlsruhe. Schüler, denen Philipp über Burundi berichtete, schildern hier ihre Eindrücke

Fabian und Andreas, 9b

Philipp Ziser (ehemaliger Schüler des Humboldt-Gymnasiums) besuchte uns (die 9. Klasse) am 27. November im Religionsunterricht und berichtete uns von seiner Arbeit in Burundi. Er erzählte uns etwas über die Geschichte Burundis und wie dringend dieses Land die Hilfe nach dem Bürgerkrieg von allen benötige. Er zeigte uns schockierende Bilder über die schrecklichen sanitären Anlagen (falls überhaupt vorhanden), die dort zur Verfügung stehen sowohl in den Krankenhäusern als auch bei den Leuten daheim.

Es erstaunte uns, wie engagiert burundikids e.V. gegen die Armut im Land vorgeht. So errichteten sie vor kurzem eine weitere Schule mit Arztpraxis, um den Kindern eine Ausbildung zu geben und diese besser medizinisch versorgen zu können. Wir waren begeistert davon mit welcher Kreativität die Kinder ihr Spielzeug basteln und mit diesem Spaß haben. Philipp erklärte uns die Lage einiger Kinder, die schon in jungen Jahren mit einer Kalaschnikow kämpften und töteten. Diese Kinder tragen eine schwere Last, da sie nach dem Krieg nichts mit sich anfangen konnten und seelisch am Boden waren. burundikids e.V. hilft auch ihnen, in der Welt des Friedens wieder Fuß zu fassen und beispielsweise eine Ausbildung zu beginnen.