burundikids e.V.

Benefizkleiderbörse

Sind Toleranz und Offenheit auch für Kinder zugängliche Tugenden? Fest überzeugt davon ist das Brombacher Kinderhaus auf dem Bühl, das seit 2008 eine Patenschaft mit dem Kindergarten „Centre Duhinduke“ im Armenviertel von Bujumbura, der Hauptstadt von Burundi, pflegt. Für diese findet am kommenden Samstag eine Benefizkleiderbörse statt, zugunsten der afrikanischen Patenkinder.

Sind Toleranz und Offenheit auch für Kinder zugängliche Tugenden? Fest überzeugt davon ist das Brombacher Kinderhaus auf dem Bühl, das seit 2008 eine Patenschaft mit dem Kindergarten „Centre Duhinduke“ im Armenviertel von Bujumbura, der Hauptstadt von Burundi, pflegt. Für diese findet am kommenden Samstag eine Benefizkleiderbörse statt, zugunsten der afrikanischen Patenkinder.

Eigentlich hat alles zufällig angefangen. Sabine Uhles, Mutter aus dem Kinderhaus auf dem Bühl, hat vor sechs Jahren ihre mildtätige Erfahrung, die sie als Helferin vom gemeinnützigen Verein burundikids vor Ort gesammelt hat, mit Fotos und Dia-Vorträgen in den Kindergarten gebracht. Damals hatte die engagierte Frau nie gedacht, dass sich das, was als eintägige Informationsveranstaltung gedacht war, zu einem derart großen Projekt entwickeln würde. Mit der Entscheidung, mit der Fondation Stamm als Partnerin von burundikids, eine Zusammenarbeit zu starten, haben sich Leiter, Eltern und Kinder des Kinderhauses auf dem Bühl dazu verpflichtet, „die Verantwortung nicht nur für sich selber zu tragen, sondern sich als Teil des Ganzen zu sehen“, wie Petra Rudigier, Leiterin des Kinderhauses, erklärte.

Konkrete Hilfe für die burundischen Kinder wird durch die Kinderkleiderbörse, die zweimal pro Jahr stattfindet, und mit dem freiwilligen Jahresbeitrag der Eltern geliefert. Aufgrund der Patenschaft können sich die Kinder des Kindergartens „Centre Duhinduke“ über eine tägliche Mahlzeit, die oft auch die einzige am Tag bleibt, die Miete für das Kindergartengebäude, das Gehalt für Betreuung und Nachtwächter sowie nicht zuletzt die medizinische Grundversorgung freuen. Der Kontakt zum burundischen Kindergarten ist durch Briefwechsel und Fotoaustausch gesichert.

Für weitere Eindrücke dienen typische Spielzeuge, Kleidung und Lebensmittel, aus denen ab und zu eine schmackhafte afrikanische Mahlzeit zubereitet werden kann. „Die Kinder finden es spannend, etwas über eine völlig andere Kultur zu erfahren. Damit lernen sie, über den eigenen Tellerrand hinweg zu schauen, und dass das, was sie haben, nicht selbstverständlich ist“, so Petra Rudigier. Über die neuerlichen Überschwemmungen im Nordwesten von Bujumbura wissen die Kinder laut Rudigier allerdings nichts, oder zumindest sehr wenig: „Mit schwierigen Themen muss man vorsichtig umgehen und darauf achten, was gesagt werden darf und was nicht“. Auf die Kinderkleiderbörse mit anschließendem Flohmarkt, die am morgigen Samstag von 10 bis 12 Uhr in der Sporthalle Brombach stattfinden wird, freuen sich die kleinen Bewohner des Kinderhauses sehr.
(Text: Anna Riva)