burundikids e.V.

Paul und Maria haben einen Blog

Paul und seine Frau Maria haben einen eigenen Blog, in dem sie über ihre Reisen quer durch Afrika berichten. Ein Bericht über die beiden gibt es hier.

Die Reiseroute von Paul und Maria mit ihrem Wohnmobil "Monty" durch Europa und Afrika von Februar 2011 bis Januar 2012

Einen spannenden Bericht (englisch) über Pauls und Marias Reise mit ihrem Wohnmobil "Monty" durch Europa und Afrika von Februar 2011 bis Januar 2012 gibt es hier als PDF. (Erschienen in Caravan & Outdoor Life, April 2012)

Paul – der „Spinnervater“ aus Südafrika inmitten von Kindern in Burundi.

Paul – der „Spinnervater“ aus Südafrika

burundikids-Freund und Abenteuerliebhaber Paul aus Südafrika verfolgt auch fast zwei Jahre nach seinem Besuch bei den Kindern in Bujumbura regelmäßig die Projekte über das Internet. Mit einem Brief meldete er sich nun wieder bei den burundikids.

„Ich hatte damals während meines Besuchs etwas ins Leben rufen wollen, das letztendlich einiges an Aufruhr verursacht hat. Anfangs war ich etwas enttäuscht, da die Teilnahme am Aufruf doch bescheidener ausgefallen war, als ich mir das vorgestellt hatte. Ich glaubte, es gäbe mehr Spinner wie mich, die den Kindern in Burundi spontan etwas zukommen lassen wollen. Doch in der Zwischenzeit kamen immer wieder Beträge, mehr und mehr Menschen schlossen sich an und sagten: „Ja, wir spinnen auch!“ – Was ich sehr schätze.

Hier bei mir in Südafrika hat sich auch sehr viel getan. Ich habe einen Lastwagen hergerichtet, mit dem ich nach Ostern wieder ins mittlere Afrika fahren möchte. Leider ist es so, dass in den meisten Ländern Afrikas die Armut weiterhin Bestand hat – durch welche Gründe auch immer. Wie auch anderswo in der Welt. Vor dem Jahrtausendwechsel dachte ich, dass sich etwas ändern wird, ändern muss. Doch vielerorts sind wir immer noch nicht vernünftig, Kriege beherrschen weiterhin die Tagesordnung. In Burundi ist der Krieg vorbei. Das Land ist im Aufschwung – doch wird noch sehr viel Hilfe benötigt. Das betrifft natürlich insbesondere die Kinder und Jugendlichen. Auch die, die ich besucht hatte.

Ich persönlich habe es nach einem großen gesundheitlichen Rückschlag geschafft, wieder an neuen Ideen zu tüfteln. Mehr dazu aber auf meinen Internetseiten. Ich freue mich, wenn noch mehr Menschen zusammen mit meiner Frau und mir das noch weitgehend unbekannte Afrika erkunden möchten – und dabei auch die Kinder in Burundi besuchen. Um zu begreifen, wie ungleich unsere Welt ist und etwas gegen diese Ungleichheit zu tun. Wenn noch mehr Leute vom Sessel vor dem Fernseher wegkommen und einen Reifen am Äquator wechseln!

Es gibt mehr als Tausend Ausreden, nicht zu spenden. Doch die Kinder in Burundi verstehen die Ausreden nicht. Kinder, die auf der Straße mit leerem Magen in einer Ecke kauern und nicht nach dem „morgen“ fragen. Was die Politik treibt, verstehen sie nicht. Aber es betrifft sie als aller erste. Was wir Erwachsene treiben? Warum sind alle so freundlich und zuneigend an Weihnachten – und was ist an den anderen Tagen?

Immer wieder schaue ich die Fotos und Filme aus 2007 an, als ich in Burundi war. Immer frage ich mich dann, was mit der kleinen Kiki und den vielen anderen geschehen ist, die wir damals während der drei Wochen kennen und lieben lernen durften. Drei Wochen – und so viele Schicksale. Mit diesen Gedanken grüße ich alle Spinner auf dieser Welt – die, die schon gesponnen haben und die, die es noch tun werden.

Der Spinnervater (oder wie jemand einmal schrieb: „Vater der Niemandskinder“).

Euer Paul“

Paul, 64 Jahre
www.travelinafrica.shutterfly.com