burundikids e.V.

2015

Fester Mitarbeiter für burundikids, Besuch aus Baden Württemberg, Unwetter in Burundi, Trauer um Sébastien Hicuburundi, erste Zusammenarbeit mit CLEFT, politische Unruhen, Container auf dem Weg, Kölner Kinderärztin in Burundi, neuer Schulbau...

Archivbilder 2015 burundikids e.V.

2014

Flutkatastrophe in Burundi, Strom vom Dach, Besuch aus Baden Württemberg und der Schweiz, Sascha Korf für burundikids, EPCM ist eine der besten Schulen, Theaterworkshop in Kajaga...

Archivbilder 2014 burundikids e.V.

2013

Bücher über burundikids, IT-Fortbildung, Hotelfach aus Baden in Burundi, Umzug des Albino-Heims, AZG wird zur Technikerschule, Gründungsmitglieder Hanna und Harald beim Spatenstich für die Pädiatrie in Burundi...

Archivbilder 2013 burundikids e.V.

2012

Neues Projekt: Schutz für Kinder mit Albinismus, Schreiner Emmanuel zur Weiterbildung in Deutschland, Vereinspatin Bettina Böttinger macht eine Reportage über Burundi, die Gynäkologie ist eröffnet...

Archivbilder 2012 burundikids e.V.

2011

Brillen für burundikids, Verein Helfen Direkt e.V. aus Stuttgart unterstützt das Centre Médical Hippocrate, Jakobus-Theater Karlsruhe für burundikids, Moderator Matthias Opdenhövel spendet für burundikids, Journalistenpreis für unseren Mitarbeiter Philipp Ziser...

Archivbilder 2011 burundikids e.V.

2010

burundikids schweiz als neuer Partner von burundikids, Trauer um Rose, Moderator Matthias Opdenhövel unterstützt burundikids, Centre Medical Hippocrate eingeweiht, Eine-Welt-Preis für die Arbeitsgruppe Karlsruhe, burundikids e.V. bekommt Medienpreis...

Archivbilder 2010 burundikids e.V.

2009

Delegation aus Baden-Württemberg besucht die Projekte, ein Film über die burundikids, ein Auto für die burundikids, Besuch der Herzogin von Luxemburg, Brillen für Burundi...

Archivbilder 2009 burundikids e.V.

2008

Die Wolfgang R. Fikentscher Kinderhilfestiftung plant den Bau eines Ausbildungszentrums in Gitega. Aber das war nicht alles...

2007

Zweiter Bauabschnitt des Schulzentrums. Auszeichnungen für burundikids-Unterstützerinnen Bettina Böttinger und Ulrike Folkerts. Ein Jahr Freiwilligendienst geht zu Ende und drei neue Jugendliche gehen nach Bujumbura.

2003 bis 2006

Von der Gründung im Jahr 2003 bis zu den ersten Freiwilligen, die 2006 nach Burundi flogen.

Archiv des Jahres 2015

In eigener Sache

  Seit dem 1. Februar ist also Philipp nun als Kommunikationsfachmann angestellt.

2006 war Philipp Ziser nach seinem Studium als Freiwilliger nach Burundi gekommen. Aus seiner schon damals professionellen Mitarbeit auf freiwilliger Basis entwickelte sich ein achtjähriges Engagement in den Diensten der Fondation Stamm. Zuletzt war er Leiter der Kommunikation und des Personalwesens an der Seite von Verena Stamm. Zu seinen Aufgaben zählte neben der internen und externen Kommunikation, dem Management des Personals und der Assistenz in sämtlichen Aktivitäten vor allem auch eins: der Auf- und Ausbau interner Organisationsstrukturen. Denn Langfristigkeit ist das Credo der Fondation Stamm und ihrer Partner.

Seit Januar 2014 hatte Philipp schließlich eine Assistentin für den Kommunikationsbereich: Nadège Horimbere, eine junge Burundierin, die in Belgien aufgewachsen war. Das Personalwesen wurde verstärkt durch Odile Nduwingoma, eine junge Juristin aus Bujumbura. Gemeinsam mit Verena, Philipp und weiteren Kollegen bereiteten sie vor, was sich anbahnte: das Ausscheiden Philipps, der quasi mit den Projekten der Fondation Stamm in Burundi groß geworden war, aus dem Tagesgeschäft vor Ort.

Philipp zog nämlich Anfang des Jahres mit seiner Frau nach Karlsruhe. Die gute Nachricht: er arbeitet nun für die burundikids in Deutschland und Europa. Mit dem Wachstum der Organisation vor Ort in Burundi war burundikids e.V. an die Grenzen des ehrenamtlich Machbaren gestoßen. In langen Überlegungen und Diskussionen wurde schließlich die Entscheidung gefällt, die erste hauptamtliche Stelle überhaupt für den Verein in Deutschland zu kreieren und noch mehr in die Zukunft der Jugend in Burundi zu investieren. Seit dem 1. Februar ist also Philipp nun als Kommunikationsfachmann angestellt. Wichtig ist burundikids e.V. dabei auch die Netzwerkarbeit und Kooperation mit unseren Partnerorganisationen. Nadège und Odile haben in Bujumbura die jeweiligen Bereiche vollständig übernommen.

Für unsere Partner und Unterstützer bedeutet das: noch mehr Transparenz und Professionalität. Denn ab sofort steht Philipp Rede und Antwort zu allen Belangen in, für und über Burundi und unserer Arbeit. Plant Ihre Schule einen Vortrag? Möchten Sie, als privater Unterstützer, Firmenchef oder -mitarbeiter, Kirchenvertreter, Politiker oder Verein ein persönliches Gespräch? Mit seiner achtjährigen Erfahrung aus Burundi kann er (fast) jede Auskunft geben. Melden Sie sich einfach direkt bei ihm unter PZiser@burundikids.org.

„Ecole Technique Omnis“: eine profilierte Technikerschule in familiärer Atmosphäre

  „Ecole Technique Omnis“: eine profilierte Technikerschule in familiärer Atmosphäre

An für sich ist sie nicht neu: die Schule der burundikids in Gitega, in der Landesmitte Burundis. Gebaut dank der Kinderhilfestiftung Fikentscher mit Sitz in München und offiziell eingeweiht mit deren Gründerehepaar Fikentscher, sowie dem damaligen Deutschen Botschafter in Burundi 2009, bot das Ausbildungszentrum mehreren Hundert Jugendlichen Ausbildungen in unterschiedlichem Handwerk. Mehrere Generationen von Tischlern, Elektrikern, Installateuren, Schneidern, Bäckern und anderen Handwerkern wurden in der Nachkriegszeit verabschiedet und an kleine Betriebe vermittelt oder in die Selbständigkeit entlassen. Weiterlesen...

Hoher Besuch aus dem „Ländle“

  Die Delegation und Mitarbeiter der Deutschen Botschaft in Bujumbura trafen dort auf die Chirurgen der Deutschen Cleft Kinderhilfe, die neue CMH-Direktorin und die kleine Patientin Lynka (Foto). Lynka kann dank ihrer operierten Lippen-Kiefer-Gaumenspalte künftig ein normales Leben führen

Die CDU-Landtagsfraktion Baden-Württembergs hat eine Delegation zum Partner nach Burundi geschickt. Chef der Delegation ist Peter Hauk, MdL, der bereits 2009 in Burundi war, damals als Minister. Mit dabei sind aber auch Mitglieder der Zivilgesellschaft, die sich ehrenamtlich für die partnerschaftlichen Beziehungen in unterschiedlichen Domänen engagieren, ein Vertreter der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) und ein Journalist. Sondiert werden soll vor allem eine Parlamentspartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi.

Darüber hinaus besucht die Gruppe auch soziale und Entwicklungsprojekte, die mit Baden-Württemberg in Verbindung stehen. Am Montag, 10. Februar, stand das Krankenhaus „Centre Médical Hippocrate“ (CMH) auf dem Programm. Die Delegation und Mitarbeiter der Deutschen Botschaft in Bujumbura trafen dort auf die Chirurgen der Deutschen Cleft Kinderhilfe, die neue CMH-Direktorin und die kleine Patientin Lynka (Foto). Lynka kann dank ihrer operierten Lippen-Kiefer-Gaumenspalte künftig ein normales Leben führen.

Ein Leben ohne „Ubujana“

  Divine - mit dem Ärzteteam bei der Vorbesprechung ihrer OP

An für sich kein chirurgisches Hexenwerk, laut der Chirurgen des Deutschen Cleft Kinderhilfe e.V. aus Freiburg: Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, im Volksmund leichtfertig oft „Hasenscharte“ genannt. Für die Betroffenen jedoch ist es häufig das Grauen. Abgesehen von den praktischen Schwierigkeiten im Alltag werden sie oft stigmatisiert. In Burundi, wo die Missbildung „Ubujana“ heißt, kommt noch erschwerend hinzu: viele können sich den Eingriff nicht leisten. Oder es gibt keine Ärzte in der Nähe, die dazu in der Lage sind. Ein Missstand, den die burundikids gemeinsam mit der Deutschen Cleft Kinderhilfe langfristig zu ändern versuchen.

Anfang bis Mitte Februar war ein Expertenteam der Deutschen Cleft Kinderhilfe zwei Wochen lang in Bujumbura. Im Krankenhaus „Centre Médical Hippocrate“ (CMH) des Partners vor Ort, Fondation Stamm, operierten sie junge und erwachsene Patienten und verhalfen ihnen zurück zu einem normalen Alltagsleben. Weiterlesen...

Burundischer Jugendlicher Montfort zur OP in Brandenburg

  Partnerbesuche: Baden-Württemberg in Burundi

Die Kollegen von Project Human Aid (PHA) sind einem burundischen Jugendlichen, der kürzlich angeschossen wurde, zu Hilfe geeilt. In Burundi selbst hatten die Chirurgen wohl kapituliert, sodass der Verein aus Konstanz sich zur spontanen Rettungsaktion entschloss, Spenden sammelte und den Jungen nach Ludwigsfelde (Brandenburg) brachte – nicht ganz ohne Schwierigkeiten mit den für Visa zuständigen Behörden. Der Vereinsgründer Thomas Fischer lebt in Berlin. Die erste OP wurde am Freitag, 13. Februar, durchgeführt. Wer in der Nähe wohnt und Montfort einen Besuch abstatten möchte, kann sich vorab gerne an Thomas Fischer von PHA wenden: fischer@project-human-aid.de. Denn Montfort muss einige Monate zur Heilung im kalten Deutschland bleiben. Siehe auch unter Presse.

  Am 21. Mai hat Thomas Montfort aus dem Krankenhaus abgeholt

Am 21. Mai hat Thomas Montfort aus dem Krankenhaus abgeholt. Er ist vollständig wiederhergestellt und sehr gut drauf, s. Foto (am 21. Mai in Kreuzberg entstanden) und Zeitungsartikel. Jetzt wird Montfort noch ein paar Tage in Berlin verbringen, bevor er dann für einige Wochen seine Cousins in Süddeutschland besuchen wird. Dort soll er sich zum einen erholen; zum anderen bestünde auch die Möglichkeit, ihn nochmal nach Ludwigsfelde ins Krankenhaus zu schicken, sollte es doch noch unerwartete Probleme mit seiner Gesundheit geben. Der verlängerte Aufenthalt in Deutschland ist allerdings nicht nur deshalb sinnvoll, sondern auch vor dem Hintergrund der aktuellen Situation in Burundi. Glücklicherweise war die für Montfort zuständige Ausländerbehörde in Teltow-Fläming sehr kooperativ und hat sein Visum bis zum 3. Juli verlängert.

Der zweite Titel in drei Jahren

  Teamgeist und Zusammenhalt ist wichtig - sonst lässt sich kein Spiel gewinnen

Stolz nahmen sie ihn entgegen, ihren zweiten großen Pokal: die Spieler der männlichen Rugbymannschaft der „Ecole Polvalente Carolus Magnus“ (EPCM). Vor zwei Jahren waren sie zum ersten Mal burundischer Schulmeister geworden. Jetzt im März, konnten sie sich erneut gegen alle anderen burundischen Schulmannschaften durchsetzen und das Finale für sich entscheiden. Bereits Mitte Februar hatten die Jungs die Weichen gestellt und das Viertelfinale im südlichen Rutana mit Leichtigkeit hinter sich gelassen. Auch das Halbfinale gegen die Technische Schule Bubanza Ende Februar ließ die EPCM’ler kalt: sie fegten ihre Gegner mit 24 zu 3 Punkten vom Feld. Weiter & zur Diashow...

Schwere Unwetter in Burundi

  Nach gerade mal einem Jahr hat es am Sonntag (29. März) wieder schwere Unwetter in Burundi gegeben.

Nach gerade mal einem Jahr hat es am Sonntag (29. März) wieder schwere Unwetter in Burundi gegeben. Nach sintflutartigen Regenfällen sind mindestens 14 Menschen bei Erdrutschen ums Leben gekommen. Betroffen ist die Provinz Rumonge am Tanganjikasee, 40 Kilometer südlich von Bujumbura. Mindestens 600 Häuser sind zerstört worden. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst, u.a. zwei Azubis aus einem Ausbildungsprojekt der Fondation Stamm. Es fehlt im Moment vor allem an Lebensmitteln, Decken und einfachem Hausrat, sowie Schulmaterial für die betroffenen Kinder.

• Video über die Folgen des Unwetters
• Artikel vom 13.04.2015 der IWACU (auf französisch) über die Folgen des Unwetters

Unser Partner vor Ort, die Fondation Stamm, unterstützt mit einem Nothilfe-Team die Betroffenen in dem Gebiet. Um diese Nothilfe gewährleisten zu können, sind wir auf zusätzliche finanzielle Mittel angewiesen.

Trauer

  Sébastien Hicuburundi mit Kolleginnen der Fondation Stamm

Die Kollegen in Bujumbura trauern um einen teuren Verlust. Sébastien Hicuburundi kam an Ostern bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Der Bus, in dem er in Richtung Süden saß, wo er für Ausbildungsprojekte der Fondation Stamm zuständig war, kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Grund waren die schlechten Straßenverhältnisse durch die Aufräumarbeiten nach den Erdrutschen vom 29. März. Sébastien hatte u.a. auch zur Aufklärung beigetragen, wie die Fondation Stamm und burundikids den Opfern des Erdrutsches beistehen können. Die Kollegen in Bujumbura schreiben: „Sébastien Hicuburundi war nicht nur ein engagierter und geschätzter Kollege. Er war immer hilfsbereit und brachte all sein Wissen in die Arbeit ein. Er war Vater, Ehemann, Bruder, Freund und ein weiser, ehrenwerter Ratgeber.“ Sébastien hinterlässt eine Frau und fünf Kinder.

Die burundikids trauern mit euch, liebe Kollegen. Wir wünschen euch und der Familie Sébastiens Kraft. Lasst euch nicht unterkriegen. Ihr werdet von vielen Menschen gebraucht.

1. Mai Benefiz: Speisen für die burundikids

  Restauranz Wielandstuben

Die von vielen Gästen mehrmals zum "Restaurant des Jahres in Westfalen" gekürte "Wielandstuben" in Hamm feierte am 1. Mai ihr 50-jähriges Bestehen. Das war dem Inhaber Jürgen Faßbender Anlass, ein Benefiz für die burundikids auszurichten. burundikids-Patin Bettina Böttinger ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren und erschien mit burundikids-Vorstand Martina Wziontek. Ein toller Abend mit tollen Gästen und einem tollen Gastgeber brachte ordentlich Spenden ins Kässchen, mit denen die Projekte der burundikids unterstützt werden.

Die große Einmalspende war aber noch nicht alles: ab sofort soll im Jubiläumsjahr jeder 50. Gast des Restaurants in Hamm nur die Hälfte seiner Speisen bezahlen. Mit der Aktion "Fifty-Fifty" geht die andere Hälfte direkt an die burundikids. Faßbender möchte damit "dort hinschauen, wo tägliche Nahrung keine Selbstverständlichkeit ist, wo Armut und Vertreibung das Leben bestimmen." (Siehe auch unter Presse)

burundikids sagt danke!

Das Buch ONLY IN BURUNDI

  ONLY IN BURUNDI: Das Buch beginnt mit einem Schrecken im Jahre 2006, der zu einer tiefen Freundschaft mit dem burundischen Fahrer Koky führt. Als die Autorin Ewa Smallegange zwei Jahre später mit der Fotografin Anaïs López erneut nach Burundi reist, öffnet Koky Türen und ermöglicht so den beiden Einblicke hinter die hohen Mauern der Häuser Burundis.

Das Buch beginnt mit einem Schrecken im Jahre 2006, der zu einer tiefen Freundschaft mit dem burundischen Fahrer Koky führt. Als die Autorin Ewa Smallegange zwei Jahre später mit der Fotografin Anaïs López erneut nach Burundi reist, öffnet Koky Türen und ermöglicht so den beiden Einblicke hinter die hohen Mauern der Häuser Burundis. Das Buch ist ein Roadmovie durch alle sozialen Schichten: Vom mittellosen Maniok Müller bis zum Präsidenten werden alle portraitiert.

Um in Burundi jemanden fotografieren zu können, benötigt es Zeit. Viel Zeit für Gespräche, in denen man sich kennenlernt und dabei das ein oder andere Kaltgetränk zusammen trinkt. Der „soziale Aufwand“ wurde von der Grafikerin Linda Barber in wunderbaren Piktogrammen illustriert. Vielleicht ist es gerade das Warten, das langsame Kennenlernen der Grund, warum die Personen in dem Buch so nahe und vertraut erscheinen. Am Ende hat man das Gefühl, einen rauschhaften Tagestrip erlebt zu haben. Sehr empfehlenswert! Text in französisch und englisch. Mehr auf www.anaislopez.nl/order_only_in_burundi/in/shop

Wieder ein Container für die burundikids!

  Karl Bertrams mit ehemaligen Schülern HS Kall, Eugen und Max beim Beladen des Containers

Seit Anfang März haben viele fleißige FreundInnen und UnterstützerInnen der burundikids einen Container beladen, der nahe der Hauptschule des Eifelstädtchens Mechernich steht. Bei unserer Mitarbeiterin im burundikids-Büro in Köln, Gabi Hahn, liefen alle Fäden zusammen: sie und ihre frühere Kollegin Beate Bertrams (beide waren Lehrerinnen an der Hauptschule Kall, unserer allerersten Partnerschule) und allen voran Karl Bertrams berechneten, schleppten, packten und stapelten mit dem notwendigen Know-how und der angemessenen Portion Gelassenheit die Güter in den Seecontainer.

Schultische und -stühle aus Metall und Holz für unsere Schule in Gitega (ETO) stellte uns die Stadt Mechernich, hier die Hauptschule Mechernich, kostenlos zur Verfügung. Henning von Storp, ehemaliger Mitarbeiter des Pharma-Herstellers Böhringer aus Ingelheim und Partner der burundikids, vermittelte die Spende von Ausrüstungsgegenständen für das neue Kinderkrankenhaus: Krankenhausbetten, Untersuchungsliegen, Beistellschränkchen, Matratzen und Bettwäsche. Eine ganze Ladung französischer Schulbücher und Literatur steuerte burundikids-Mitglied Sabine Uhles aus Lörrach bei. Von der Kinderärztin Dr. Anja-Holland-Moritz kamen medizinische Kleingeräte. Sie plant übrigens einen Einsatz am „Centre Médical Hippocrate“ im Herbst.

Da bei der Beladung eines Containers immer viele Hohl- und Zwischenräume entstehen, behalf sich das Container-Team mit Kleiderspenden für die Kinderheime: damit wurde wertvoller Frachtraum gefüllt und die medizinischen Geräte für den Transport geschützt. Der Container soll schon bald auf die Reise nach Bujumbura gehen.

Unruhen in Bujumbura

  Burundis Präsident will bei der nächsten Wahl in zwei Monaten für eine dritte Amtszeit kandidieren und stürzt damit sein Land in eine schwere politische Krise.

Wir sind in Gedanken bei den Kollegen und Freunden in Bujumbura. Während dieser schweren Zeit erst recht. burundikids e.V. wird seine Unterstützung ohne Unterbrechung und ohne Zweifel weiter fortsetzen und sich für die Schwächsten der Gesellschaft stark machen. Die aktuellen Geschehnisse beeinflussen unser Engagement nicht. Derzeit wird außerdem nicht von einer direkten Gefahr für die Projekte ausgegangen. Die Schule EPCM bleibt geschlossen. Allerdings kommt es zu Engpässen und Verzögerungen, da die Kollegen in Bujumbura teilweise nicht zur Arbeit gehen können oder einige Tage während der Unruhen auf dem – sichereren – Land verbringen. Weitere Infos:

http://www.taz.de/!158886/
https://www.youtube.com/watch?v=oF17AxcQEnA (Al Jazeera)
https://www.youtube.com/watch?v=2xctHQw__80 (Reuters)
https://www.youtube.com/watch?v=_-mDupAOHVY&feature=youtu.be (Télé Renaissance, Burundi)
• OCHA Eastern Africa: Elections Crisis in Burundi and Regional Impacts – Download als PDF
http://www.dw.de/tausende-fliehen-aus-burundi-nach-ruanda/a-18407209
Twitter Account unseres Mitarbeiters Philipp Ziser

Sind burundikids Projekte durch die politische Situation in Burundi betroffen? Engagement geht weiter: Zur Lage in Burundi und in den Projekten (19. Mai 2015)

Die Lage in Burundi ist angespannt. Deswegen möchten wir unseren Freunden, Partnern und Unterstützern Einblick in die Lage vor Ort geben. burundikids bleibt seinem Auftrag treu, Burundis Jugend den Zugang zu Bildung und damit die Chance auf eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Wir verstehen uns als Partner – in guten wie in stürmischen Zeiten. Ohne dabei natürlich ein politisches Engagement einzugehen. Projekte wie die „Ecole Technique Omnis“ (ETO) in Gitega und das Kinderheim in Kayanza sind von den Ereignissen nicht direkt betroffen. Die Betreuung und die Lehre werden ohne Unterbrechungen garantiert. Das einzige spürbare sind die steigenden Preise für Lebensmittel.
Das Straßenkinderheim und das Mutter-Kind-Heim sind nur bedingt betroffen, weil Teile des externen Personals nur unregelmäßig zur Arbeit kommen können. Das Betreuungspersonal ist jedoch in den Heimen untergebracht und setzt seine Arbeit zugunsten der Mädchen und Jungen ungehindert fort. Die Wächter sorgen für die Sicherheit der Heime.
Die Schule „Ecole Polyvalente Carolus Magnus“ (EPCM) und die Kindertagesstätte in Buterere sind zeitweise geschlossen. Die Lehrer und Schüler können aufgrund des ausbleibenden Busverkehrs nicht zur Schule kommen. Die KiTa ist ebenfalls derzeit schlecht zu erreichen. burundikids e.V. ist jedoch mit seinem Partner vor Ort im Gespräch, wie eine Wiederaufnahme des Lehrbetriebs – oder ein alternatives Unterrichtsprogramm für die Kinder und Jugendlichen – organisiert werden kann. Mit den Direktoren wurde bereits besprochen, wichtige Tests zum Schuljahresende – vor allem für die Abschlussklassen – zu organisieren. Die 13. Klassen konnten auch ihre Praktika ohne Unterbrechung zu Ende bringen.
Das Krankenhaus „Centre Médical Hippocrate“ (CMH) ist geöffnet und in Betrieb.

Die Koordination vor Ort über das Büro der Fondation Stamm in Bujumbura funktioniert, wenn auch mit Einschränkungen.

Wir freuen uns, wenn Sie unsere wichtige Arbeit unterstützen. Burundis Jugend hat Solidarität verdient. Besonders in unsichereren Zeiten sollte ein klares Signal deutlich machen: wir sind Partner auf dem Weg in eine bessere Zukunft! Ihre Meinung und Teilhabe ist uns wichtig. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte jederzeit an uns: buero-remove this text-@burundikids.org.

Hintergrund: Nachdem der amtierende Präsident von seiner Partei wie erwartet zum Kandidaten für die anstehenden Präsidentschaftswahlen gekürt worden war, begann die Zivilgesellschaft, Demonstrationen zu organisieren. Der Grund: laut burundischer Verfassung sei eine dritte Amtszeit illegal. Außerdem legen die „Arusha-Friedensverträge“ für die Region maximal zwei Amtszeiten für einen Staatspräsidenten fest. Die Polizei ging immer härter gegen die Demonstranten vor, das burundische Militär blieb und bleibt neutral. Der Putsch einiger Militärs, der in Bujumbura eher wie eine Befreiung gefeiert wurde, schlug fehl. Ungeachtet dessen setzt die Zivilgesellschaft nun ihre Demonstrationen fort.

Leider ist die Darstellung der Entwicklungen in Burundi in vielen deutschsprachigen Medien zu oberflächlich und bringt teilweise sogar falsche Behauptungen zu Tage. Der Konflikt ist nicht „ethnisch“ (mehr zum Thema). Burundi ist in den 90er Jahren durch einen grausamen Bürgerkrieg geschlittert entlang „ethnischer“ Grenzen zwischen Hutu und Tutsi. Die aktuellen Demonstrationen sind parteiübergreifend, Hutu und Tutsi gemeinsam. Auch wenn manche Politiker die „ethnische Karte“ auszuspielen versuchten, so sprechen die Bilder aus Burundi und die Aussagen der Demonstranten für sich.

Die Ereignisse sind demnach kein Rückfall in „Bürgerkriegsszenarien der 90er Jahre“, sondern das Einfordern von Rechten und mehr Demokratie. Noch nie haben in Burundi Menschenmassen für ihre Rechte demonstriert. Die heutige Situation wurde erst möglich, weil vor allem die Jugend a) Zugang zu Information hat, b) Informationen kritisch einordnen und beurteilen kann und c) ihre Rechte und bessere Zukunft einfordert. Das ist kein Rückfall in etwaige alte Zeiten, sondern Fortschritt.

Nach Unruhen Hilfe für Flutopfer möglich

  Zusammen mit den lokalen Autoritäten und Ausbildern aus der Region wurden 60 Personen identifiziert, die die Naturkatastrophe im März am schwersten getroffen hatte.

Als im März starke Regenfälle im Süden Burundis mehrere Erdrutsche verursachten, kamen 14 Menschen ums Leben und einige werden bis heute vermisst [Die burundikids berichteten]. Die Fondation Stamm war in der betroffenen Region präsent, als das Unglück passierte. Das Team vor Ort hatte ebenfalls den Verlust eines Kollegen zu betrauern. Der Partner der burundikids hatte für zurückgekehrte Flüchtlinge – vor allem Jugendliche – Ausbildungen in Handwerk angeboten. Auch Familien der Auszubildenden waren unter den Opfern der starken Unwetter.

burundikids e.V. hatte in Folge der Unwetter zu Spenden aufgerufen. Die KollegInnen der Fondation Stamm hatten gleichzeitig betroffene Haushalte und Familien identifiziert, denen die Hilfe zugutekommen sollte. Doch bevor die Helfer zur Hilfe schreiten konnten, bahnte sich das nächste – diesmal von Menschen gemachte – Unglück an: die Unruhen in Folge der Nominierung des amtierenden Präsidenten für eine dritte Amtszeit, die bis heute für eine schlechte sicherheitspolitische Lage vor allem in der Hauptstadt Bujumbura sorgen. Die Lage im Land machte es bislang unmöglich, die Hilfe für die Opfer der Überschwemmungen zu organisieren. Trotz anhaltender Unruhen war es den MitarbeiterInnen der Fondation Stamm jetzt endlich möglich, den von den Unwettern betroffenen Familien im Süden des Landes beizustehen.

Einen kleinen Beitrag zur Linderung des Leids konnte geleistet werden in Rutanga, in der Provinz Rumonge. Zusammen mit den lokalen Autoritäten und Ausbildern aus der Region wurden 60 Personen identifiziert, die die Naturkatastrophe im März am schwersten getroffen hatte. Sie bekamen nun Güter des täglichen Bedarfs und Lebensmittel. Unter den Bedürftigen waren auch Auszubildende der Programme der Fondation Stamm. Trotz größter Not war es ein Moment der Freude und natürlich der Dankbarkeit. Denn alleine schon zu wissen, dass man nicht alleine ist, spendet Trost und gibt Mut.

Street Photographer für Straßenkinder

  Der Schweizer Street Photographer Thomas Leuthard

Der Schweizer Street Photographer Thomas Leuthard war sofort Feuer und Flamme: aufmerksam geworden durch den burundikids-Partner Cosyspeed, sagte er spontan zu, sich für das Straßenkinderprojekt zu engagieren.

Auf Worte folgten sehr schnell Taten: Leuthard publizierte auf seiner Internetseite und in den sozialen Netzwerken, dass er die Gebühren für seine Foto-Seminare an burundikids spendet. Damit sammelte er 2.570 Euro.

Seine Partnerfirmen, Udemy und Olympus Europa, beteiligten sich ebenfalls und spendeten für die Bildungsprojekte für Straßenkinder in Bujumbura. Fürs kommende Jahr plant Leuthard, die Kids in Bujumbura selbst zu besuchen.

Aktionen für burundikids – gemeinsam an einem Strang

  Plakat für den burundi run der Europäischen Schule Karlsruhe (ESK)

Zum Sommer hin legen sich die UnterstützerInnen der burundikids nochmal richtig ins Zeug. Dafür gibt es auch einige Gelegenheiten – und auch das Wetter spielt gut mit. Die Waldorfschule Mönchengladbach hat bei ihrem Sponsorenlauf knapp 7.000 Euro erlaufen. Die SchülerInnen – und einige LehrerInnen – waren nochmals motiviert worden durch den Besuch von den burundikids Martina und Philipp an ihrer Schule. Bevor es nun in die Sommerferien ging, wurden dort die besten LäuferInnen geehrt. Im Mai folgte dann ein Vortragstag von Philipp an der Europäischen Schule Karlsruhe (ESK). Die SchülerInnen zeigten ebenfalls große Solidarität mit Burundi und suchten sich Sponsoren für den „Burundi Run“ – an der ESK schon fest etablierte Aktion –, währenddessen sie am 19. Juni schließlich viele Runden um das Schulgelände für Spenden liefen.

Neu im Boot ist die Anne-Frank-Schule Karlsruhe. Die hatte sich zum 10. Mal an der landesweiten Aktion „Mitmachen Ehrensache“ in Baden-Württemberg beteiligt, bei der Schüler einen Tag lang arbeiten und das verdiente Geld an einen gemeinnützigen Zweck spenden. Diesmal ging der Obolus an die burundikids.

Die Arbeitsgruppe Karlsruhe der burundikids präsentierte sich am Straßenfest in Eggenstein (Landkreis Karlsruhe). Das Wetter spielte mit, viele InteressentInnen kamen zum Stand und kauften die Produkte aus den Heimen der burundikids und Burundis Künstlern. Nicht zuletzt auch durch das vor kurzem ausgestrahlte Interview in SWR1 „Leute“ von unserem Mitarbeiter Philipp waren viele Leute auf das Thema aufmerksam geworden.

Vereinspatin Bettina Böttinger

  Bettina Böttinger reiste 2012 mit einem Fernsehteam und burundikids-Gründerin Martina Wziontek ins Herz Afrikas.

Die WDR-Moderatorin hatte Geburtstag. Zu diesem Anlass hat sie die burundikids mit einer Spende bedacht. Bettina Böttinger ist Vereinspatin und hat Burundi sogar schon selbst besucht. 2012 reiste sie mit einem Fernsehteam und burundikids-Gründerin Martina Wziontek ins Herz Afrikas. Daraus entstanden ist damals eine sehr schöne und nahegehende Reportage, die eine authentische Bettina Böttinger zeigt, und die wir hiermit wieder ins Gedächtnis rufen möchten. Übrigens: wie alt Bettina Böttinger geworden ist, verraten wird nicht. burundikids sagt danke!

Medikamentenspende von action medeor

Eine schnelle, unkomplizierte und effiziente Kooperation ergab sich mit dem Medikamentenhilfswerk action medeor. Von dort kamen nun nämlich zwei Pakete mit wertvollen Medikamenten, die im „Centre Médical Hippocrate“ (CMH) eingesetzt werden. Apotheker Patient und Chefärztin Dr. Béatrice packten die Ware persönlich aus. Unser Dank geht an die action medeor und an den Vermittler der Spende: burundikids-Freund Pfarrer Ludwig Kamm.

Container auf dem Weg nach Bujumbura

  Container wird am 24.08.2015 abgeholt

Nach langen Wochen und Monaten des Organisierens, Packens, ist er nun endlich unterwegs zu den burundikids in Burundi. Die Speditionsfirma Interfreight aus Mörfelden hat für uns den Transportweg organisiert. Mit ihnen haben wir schon bei den vergangenen Transporten bestens kooperiert. Unser Container, bestückt mit Schulmobiliar, Büchern, Krankenhausbetten, Matratzen, med. Gerät u.v.m., wurde am Montag, 24. August, von der Spedition Kurth aus Blankenheim in Mechernich aufgeladen und zum Bonner Hafen transportiert. Von dort geht es weiter nach Rotterdam; dort wird er auf das Containerschiff geladen und die Seereise führt erst einmal nach Dar Es Salaam in Tansania und anschließend auf dem Landweg nach Bujumbura. Die Fondation Stamm und die burundikids freuen sich schon auf die Ankunft, mit der wir noch in diesem Jahr rechnen. Natürlich werden wir dann wieder berichten.

Allen Beteiligten und Spendern an dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön! Großer Dank geht außerdem an die Engagement Global, die bei den Transportkosten einen wesentlichen Beitrag leistet!

Welthunger-Index 2015

  Welthunger-Index 2015

Der aktuelle „Welthunger-Index“ ist erschienen. Seit genau zehn Jahren veröffentlichen die Deutsche Welthungerhilfe und ihre Partner die Statistik, die die Ernährungssituation in der Welt beschreibt und dabei mehrere Aspekte und Einflüsse unter die Lupe nimmt. Das Thema 2015: „Hunger und bewaffnete Konflikte“. Lösen bewaffnete Konflikte Hunger aus? Oder umgekehrt? Oder beides? Im vergangenen Jahr haben mehr als 40.000 Menschen pro Tag ihre Heimat verlassen müssen. Insgesamt sind derzeit 60 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. So viele, wie noch nie. Dennoch gab es Fortschritte in der Hungerbekämpfung: Seit 2000 sei die Zahl der Hungernden in der Welt um knapp 30 Prozent zurückgegangen.

Für Burundi liegen dem Index diesmal – und erstmals – keine ausreichenden Zahlen vor, sodass das Land in der Rangliste nicht geführt werden kann. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen spricht jedoch nach wie vor davon, dass knapp 60 Prozent der burundischen Bevölkerung als unterernährt gelten. Der aktuelle „Welthunger-Index“ zeigt zwar, dass sich die akute Ernährungssituation vor allem der Kinder unter fünf Jahren im Vergleich zu den Vorjahren leicht verbessert habe. Jedoch gebe es kaum Fortschritte bei der „Verbreitung von Wachstumsverzögerung bei Kindern unter fünf Jahren“ – kurz: der chronischen Unterernährung.

Der Index zeigt auch, dass sich seit 1990 die Kindersterblichkeitsrate in Burundi mehr als halbiert hat. Im Bereich der Gesundheitsversorgung sind demnach große Fortschritte erzielt worden, wozu auch die burundikids mit dem Krankenhaus „Centre Médical Hippocrate“ (CMH) – in Kooperation mit burundikids Schweiz – und weiteren Gesundheitsprogrammen des Partners vor Ort, Fondation Stamm, einen Beitrag leisten.

Die von der Weltgemeinschaft bei der Hauptversammlung der Vereinten Nationen im September beschlossenen „Nachhaltigkeitsziele“ (Sustainable development goals, SDG) sehen – insgesamt 17 Ziele – eine Beseitigung des Hungers in der Welt bis 2030 vor. Dass Konflikte und Hunger sich wechselseitig beeinflussen, sollte im Gedächtnis bleiben. Und noch ein weiterer, essentieller Aspekt: die SDG verpflichten nicht nur die so genannten Entwicklungsländer. Der „Welthunger-Index 2015“ kann hier heruntergeladen werden.

Neue „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ der Weltgemeinschaft

  Neue „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ der Weltgemeinschaft

Die in diesem Jahr beschlossenen „Sustainable development goals“ (SDG) sollen mit ihren Vorgaben, Indikatoren und Zielen das politische, wirtschaftliche und soziale Handeln der 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (VN) für die kommenden 15 Jahre mitbestimmen. Wohl gemerkt: aller Mitgliedsstaaten, und nicht nur der so genannten Entwicklungsländer.
Die SDG sind damit die offiziellen Nachfolger der MDG, der „Millenniumsentwicklungs-
ziele“, die von 2000 bis 2015 eine Reduzierung der Armut und Missstände auf diesem Planeten angestrebt hatten – sich aber lediglich an die Entwicklungsländer richteten. Viele Erfolge wurden zwar verzeichnet, die Ziele jedoch bei weitem nicht alle und schon gar nicht vollständig erreicht. Am 24. Oktober feiern die Vereinten Nationen ihren 70. Geburtstag. Viel wird über sie gescholten, vieles vielleicht sogar zu recht. Aber Fakt ist auch, dass viele Errungenschaften, die global Geltung haben, ohne die VN nicht erreicht worden wären. Beispiel: die Menschenrechtscharta. Der erste und einzige universelle, international geschützte Code der Menschenrechte.

Die neuen Ziele – insgesamt sind es 17 – wollen zum Beispiel „Armut in jeder Form und überall beenden“, „den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaf fördern“, „inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern“ und „ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern“. Damit sind die SDG weitaus umfassender und tiefreichender als die bisher gesteckten Ziele.

Die Arbeit der burundikids reiht sich in diese Ziele ein. Nachhaltig. Und vor allem: stets mit offenen Augen und Ohren an der Bevölkerung in Burundi. Wir empfinden demnach die neuen Nachhaltigkeitsziele als eine Art Bestätigung unseres Handelns. Ein Handeln, das dank vieler UnterstützerInnen täglich etwas in Burundi bewegt, zum Besseren verändert und für ein Stück mehr Gerechtigkeit sorgt.

Es liegt jedoch noch viel vor uns. Laut Weltbank leben 2015 mehr als 700.000.000 Menschen in „extremer Armut“. Das bedeutet, sie haben weniger als zwei US-Dollar pro Tag zum Leben. Empfehlungen für den Kampf gegen diese extreme Armut sind in erster Linie: Bildung und Gesundheit.

Pressemitteilung zur Situation in Burundi

  Pressemitteilung zur Situation in Burundi

Peter Friedrich, Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten des Landes Baden-Württemberg, begrüßt die klaren Worte des UN-Sicherheitsrates an die burundische Regierung und will die zivilgesellschaftliche Partnerschaft mit Burundi gerade in dieser schwierigen Zeit unterstützen. Die Presseerklärung als PDF

Eine Kölnerin in Bujumbura

  Dr. Anja Holland-Moritz mit den Eltern neugeborener Drillinge

2014 hatte sie Burundi zum ersten Mal besucht: Dr. Anja Holland-Moritz, Kinderärztin aus Köln. Was sie sah, sollte sie nicht mehr loslassen. Sie blieb in Kontakt mit den burundikids und organisierte im Sommer 2015 ein Fest in ihrer Praxis – der Erlös ging als Spende an die Projekte. Lange hatte sie eigentlich ihren Einsatz im „Centre Médical Hippocrate“ (CMH) in Bujumbura geplant, doch dann begannen die Unruhen in Burundi.
Holland-Moritz beschloss, sich in einem der Flüchtlingslager in Tansania zu engagieren, unweit der burundischen Grenze. Doch es zog sie nach Bujumbura. Kurz entschlossen nahm sie den Bus und fuhr zu Verena Stamm. Dort angekommen, unterstützte sie drei Wochen lang die KollegInnen im CMH.
Bald muss sie leider wieder abreisen. Aber es war bestimmt nicht ihr letzter Besuch in Bujumbura. Die burundikids sagen danke!

Wir bauen!

  Ingenieur Jean-Marie hat alles unter Kontrolle

Wer erinnert sich noch an die Anfänge? Als die Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM) noch im Rohbau war, kamen schon die ersten Kinder und Jugendlichen und wollten unterrichtet werden. Fehlenden Fenstern und Farbe an den Wänden zum Trotz. 2006 war es dann so weit und das erste Gebäude konnte offiziell eingeweiht und die Grundschule der EPCM eröffnet werden. Damals mit 350 SchülerInnen aus einer vom Bürgerkrieg gebeutelten Region. 2008 eröffnete der zweite Bau für die Oberschule und heute, neun Jahre nach Beginn, gehen 950 SchülerInnen in die Klassen vom Kindergarten bis zum Abitur. Kinder und Jugendliche aus armen und reichen Familien lernen zusammen in einer Klasse mit ehemaligen Straßenkindern. Denn Bildung soll für alle gleichermaßen zugänglich sein. Die EPCM erfreut sich eines nationalweiten guten Rufs dank ihrer qualifizierten und strengen Lehre. Wer hier lernt, bekommt das nötige Fundament für eine Perspektive in Burundi. Mehr...