Burundikids e.V.

Archiv des Jahres 2017

Fließend Wasser für die Technikerschule ETEE

Fließend Wasser in Haus oder Wohnung zählt in Burundi zu den Luxusgütern. Selbst viele schulische Einrichtungen haben keinen Wasseranschluss. Oftmals muss das Wasser in Kanistern und über viele Kilometer herbei geschafft werden. Besonders in abgelegenen Gegenden wie die Kommune Ruhororo, die in der nördlichen Provinz Ngozi liegt. Hier befindet sich die Technikerschule „Ecole Technique de l’Education Environnementale“, kurz ETEE, der Fondation Stamm.

Die Schule ist noch recht jung und im Aufbau. Jedes Jahr kommen noch neue Klassen hinzu. Gelehrt wird hier mitten in der Natur in zwei Ausbildungswegen: Ressourcen- und Umweltschutz und Lebensmittelverarbeitung. Zwei dreijährige Ausbildungen, die an das rurale Umfeld der Schule adaptiert sind. Zum Schuljahr 2017/18 haben sich über 200 SchülerInnen eingeschrieben. Ca. 70 davon sind neu hinzugekommen – aufgeteilt in zwei Klassen. Die meisten von ihnen leben während des Schuljahrs im zugehörigen Internat.

Anfang dieses Jahres war die solarbetriebene Wasserpumpe, die die Schule und das zugehörige Landwirtschaftsprojekt, sowie die umliegenden Bauernhöfe mit frischem Quellwasser versorgt, kaputtgegangen. Die burundikids konnten dank einer Unterstützung aus Baden-Württemberg schnell für Ersatz sorgen. Die Elektriker vor Ort konnten den Ersatz schnell und problemlos einbauen – zur Freude der SchülerInnen und des Lehrerkollegiums.

Nicht zuletzt kommt das Wasser auch den BauarbeiterInnen zugute. Die ETEE wird um Klassenzimmer und Internatsräume erweitert. Das Wasser für den Zement müssen die ArbeiterInnen nun nicht mehr Kilometer weit auf dem Kopf zur Baustelle tragen. Wasserhahn aufdrehen genügt. Jetzt auch in Ruhororo.

Zur Fortbildung in Deutschland

Janvier, Justin und Eveliyne am Flughafen

Die beiden LehrerkollegInnen Evelyne Ndayishimiye und Justin Ndikumana (siehe "Zur Fortbildung nach Deutschland ") sind zwischenzeitlich gut in Deutschland angekommen. Anfang Oktober hatten sie sich auf die lange Reise gemacht. Am Frankfurter Flughafen wurden sie von unseren Kollegen Janvier Cishahayo, ein Burunder, der schon lange in Deutschland lebt und Mitglied der Burundi-Projektgruppe bei Boehringer Ingelheim ist, und Dr. Peter Häufel, ebenfalls von der Burundi-Gruppe und Hauptinitiator der Fortbildung, in Empfang genommen – mit dicken Winterjacken.

„Alle haben sich gut in den Apartments eingerichtet und fühlen sich wohl – bis auf das nasskalte und sehr wechselhafte Wetter“, schreibt unser ehrenamtlicher Mitarbeiter Häufel nach dem Bezug der Unterkünfte, die von Boehringer Ingelheim während der Fortbildung kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Kamera zur Dokumentation ihrer Arbeit – ein Geschenk unseres Partners Cosyspeed – und zwei Laptops für die Ausbildung wurden bereits übergeben. „Internet und Skype sind installiert“, versichert Häufel, damit die beiden Kontakt mit den Familien halten können. Schließlich werden Evelyne und Justin bis Dezember in Deutschland bleiben. Geschont werden sie dabei nicht werden, zahlreiche Inhalte warten auf sie: Elektrotechnik, Pneumatik, Elektromechanik, Solar… Janvier wird die beiden burundischen KollegInnen die gesamte Zeit über begleiten.

Ein Treffen mit alten Bekannten gab es auch schon: ein Besuch bei Familie Kiesel stand auf dem Programm. Die beiden Zahnärzte, Vater Wolfgang und Tochter Christine, waren 2014 in Burundi und hatten im Centre Médical Hippocrate (CMH) praktiziert.

Alltag im Mutter-Kind-Heim

Zwei kleine Kinder im Heim

Die großen Sommerferien sind vorbei und auch in Burundi müssen die SchülerInnen zurück, die Schulbank drücken. Das gilt auch für einige der Mädchen, die im „Centre Nyubahiriza!“ unterkommen. Viele der Mädchen bekommen nämlich hier nicht nur ein geschütztes Umfeld – sondern auch die Möglichkeit, ihren Schulbesuch fortzusetzen und damit ihre Zukunft und die ihrer Kinder zu planen. →Weiterlesen

Immer beliebter: Die Kindertagesstätte „Duhinduke“

Jamila mit ihren vier Kindern

Die Kindertagesstätte „Duhinduke“ im Armenviertel Buterere im nördlichen Teil der Hauptstadt Bujumbura erfreut sich seit ihrer Gründung vor ein paar Jahren größter Beliebtheit. Zuletzt musste ein größeres Haus her, um auch alle Kinder betreuen zu können, die angemeldet wurden. Zwei Mütter meldeten sich nun zu Wort:

„Die Betreuung im „Centre Duhinduke“ tut meinen Kindern so gut, dass ich beschlossen habe, auch mein drittes Kind hier für den Kindergarten im neuen Schuljahr einzuschreiben“, erzählt Jamila, die mit ihrem Mann und vier Kindern im Viertel Buterere lebt.

„Was ich an „Duhinduke“ schätze, ist die Tatsache, dass meine Zwillingstöchter dort in mehreren Sprachen unterrichtet wurden, darunter auch in Kirundi [die Landessprache Burundis]. Denn das wird in der Swahili-dominierten Gegend von Buterere nur selten gesprochen“, erzählt Pénina. Alle drei Kinder Péninas besuchten die Tagesstätte und haben nun das Alter für die Grundschule erreicht. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg!

Von der Begeisterung, Deutsch zu lernen

Deutschlehrer Montfort an der ETO in Gitega

Seit der neue Kollege Montfort Ngendakumana an unserer Schule Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM) unterrichtet, gibt es dort den Deutsch-Club. Ngendakumana war selbst zum Studium in Deutschland gewesen, wo er sich die Sprache angeeignet hatte. Als er in einem Versuch den Club der deutschen Sprache an der EPCM anbot, war er erstaunt über den großen Andrang bei seinen SchülerInnen. Fortan treffen sich die Jugendlichen freitagnachmittags nach dem Unterricht und lernen deutsche Konversation.

Die Begeisterung für die deutsche Sprache schwappte nun offensichtlich zu den KollegInnen an der Ecole Technique Omnis (ETO) in Gitega, in der Landesmitte Burundis, über. Dort haben die SchülerInnen die Examen zum Abschluss des zweiten Trimesters vor Ostern frühzeitig hinter sich bringen können. Die freie Zeit bis zu den Ferien wollen sie aber sinnvoll nutzen. Kurzerhand luden sie Montfort für einen Crashkurs Deutsch nach Gitega ein. Unter den Wissbegierigen sind auch sechs LehrerInnen der ETO. Einer von ihnen ist Justin, Co-Rektor der Schule. Dem kommt der Besuch des Kollegen gerade recht, denn er muss sich auf eine Fortbildung vorbereiten. In Deutschland.

Container in Burundi angekommen

Der von burundikids bestückte Container und sein Inhalt sind unbeschadet in Bujumbura angekommen

Eine sehr lange Reise hat er hinter sich: Von der Eifel über Antwerpen nach Daressalam (Tansania) bis nach Bujumbura – und schließlich Endziel Fondation Stamm. Der Container und sein Inhalt sind unbeschadet in Bujumbura angekommen. Alle Sachspenden wurden im Lager der Fondation Stamm untergestellt und werden von dort in die einzelnen Gesundheits- und Schulprojekte gebracht. Besonders groß ist die Freude natürlich vor Ort. Zuletzt hatte eine Uneinigkeit zwischen den burundischen Behörden bei der weiteren Bearbeitung der Frachtpapiere für Verzögerung gesorgt. Ende gut alles gut – der Inhalt des Containers ist dort, wo er sein soll. Wir bedanken uns bei allen, die ihren Teil zu dieser wertvollen Fracht beigetragen haben. Besonderer Dank für diesen Erfolg geht an unsere ehrenamtlichen HelferInnen, die in einer riesigen logistischen und organisatorischen Leistung die Beschaffung und Verladung der Sachspenden ermöglicht haben. Außerdem danken wir der Engagement Global, die mit ihrem Zuschuss den Containerversand mit finanzierte.

Hunger in Burundi!

Essensausgabe bei einer Schulspeisung im Norden Burundis: Maniokbrei mit Bohnen
Essensausgabe bei einer Schulspeisung im Norden Burundis

Immer mehr Fälle von Unterernährung und starkem Hunger werden bekannt. Ganze Regionen seien schlimm betroffen, berichten uns die KollegInnen aus Bujumbura. Hautnah erleben mussten es kürzlich auch die KrankenpflegerInnen und ÄrztInnen im Centre Médical Hippocrate (CMH), wohin das vierjährige Mädchen Queen von seiner Mutter zur Behandlung gebracht worden war. Eigentlich wegen einer Malariabehandlung. Doch auf den ersten Blick schon stellte das medizinische Personal fest, dass das kleine Mädchen an Unterernährung litt. Das Wiegen brachte Klarheit: neun Kilogramm brachte Queen auf die Waage, wobei mindestens 15 Kilo in ihrem Alter normal wären. Queen wird nun aufgepäppelt und gegen Malaria behandelt. Doch die KollegInnen im Krankenhaus klagen und warnen zugleich: die Fälle von Hunger in der Region nehmen zu.

Natürlich liegt es auf der Hand, langfristig etwas gegen das Problem der fehlenden Ernährungssicherheit zu unternehmen. Deshalb engagieren sich die burundikids auch in der Förderung landwirtschaftlicher Kooperativen und in der Entwicklung ländlichen Raums in Burundi.

Ihr Name ist Hoffnung

Eine von den Frauen ist Esp�rance, deren Name auf Deutsch übersetzt �Hoffnung� bedeutet. Esp�rance ist 30 Jahre alt und lebt im nahegelegenen Ort Gatumba, kurz vor der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo.

Baustellen gelten, vor allem in Burundi, als typische Männerdomäne. Die zu verrichtenden Arbeiten sind meist schweißtreibend und verlangen eine große physische Kraftanstrengung. Doch es gibt sie, die kleinen Ausnahmen. So auch auf der Baustelle in Kajaga, wo burundikids weitere Klassenzimmer, eine Bibliothek und einen Computerraum für die Schule Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM) errichtet. Neben den professionellen Maurern arbeiten nämlich an die 30 HilfsmaurerInnen tagtäglich auf der Baustelle, wo sie Steine, Wasser und anderes Material schleppen.

Eine von den Frauen ist Espérance, deren Name auf Deutsch übersetzt Hoffnung bedeutet. Espérance ist 30 Jahre alt und lebt im nahegelegenen Ort Gatumba, kurz vor der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Seit Mitte Dezember vergangenen Jahres hat sie den Job auf der Baustelle. Sie ist dafür verantwortlich, dass immer genügend Wasser auf der Baustelle vorhanden ist, mischt Zement und sorgt auch für die Sauberkeit. Mit ihrem Gehalt hilft sie ihren Eltern, die Miete zu zahlen und für besseres Essen zu sorgen. Ein bisschen bleibt sogar übrig für neue Kleidung...

2008

Die Wolfgang R. Fikentscher – Kinderhilfestiftung plant den Bau eines Ausbildungszentrums in Gitega. Aber das war nicht alles...

2016

Neuer Gebäuderiegel für die EPCM, Albinismus in Burundi, WDR Kinderrechtepreis 2016, Unwetter, Preisverleihung, zu Besuch in Burundi...

Archivbilder 2016 burundikids e.V.

2015

Fester Mitarbeiter für burundikids, Besuch aus Baden Württemberg, Unwetter in Burundi, Trauer um Sébastien Hicuburundi, erste Zusammenarbeit mit CLEFT, politische Unruhen, Container auf dem Weg, Kölner Kinderärztin in Burundi, neuer Schulbau...

Archivbilder 2015 burundikids e.V.

2014

Flutkatastrophe in Burundi, Strom vom Dach, Besuch aus Baden Württemberg und der Schweiz, Sascha Korf für burundikids, EPCM ist eine der besten Schulen, Theaterworkshop in Kajaga...

Archivbilder 2014 burundikids e.V.

2013

Bücher über burundikids, IT-Fortbildung, Hotelfach aus Baden in Burundi, Umzug des Albino-Heims, AZG wird zur Technikerschule, Gründungsmitglieder Hanna und Harald beim Spatenstich für die Pädiatrie in Burundi...

Archivbilder 2013 burundikids e.V.

2012

Neues Projekt: Schutz für Kinder mit Albinismus, Schreiner Emmanuel zur Weiterbildung in Deutschland, Vereinspatin Bettina Böttinger macht eine Reportage über Burundi, die Gynäkologie ist eröffnet...

Archivbilder 2012 burundikids e.V.

2011

Brillen für burundikids, Verein Helfen Direkt e.V. aus Stuttgart unterstützt das Centre Médical Hippocrate, Jakobus-Theater Karlsruhe für burundikids, Moderator Matthias Opdenhövel spendet für burundikids, Journalistenpreis für unseren Mitarbeiter Philipp Ziser...

Archivbilder 2011 burundikids e.V.

2010

burundikids schweiz als neuer Partner von burundikids, Trauer um Rose, Moderator Matthias Opdenhövel unterstützt burundikids, Centre Medical Hippocrate eingeweiht, Eine-Welt-Preis für die Arbeitsgruppe Karlsruhe, burundikids e.V. bekommt Medienpreis...

Archivbilder 2010 burundikids e.V.

2009

Delegation aus Baden-Württemberg besucht die Projekte, ein Film über die burundikids, ein Auto für die burundikids, Besuch der Herzogin von Luxemburg, Brillen für Burundi...

Archivbilder 2009 burundikids e.V.

2007

Zweiter Bauabschnitt des Schulzentrums. Auszeichnungen für burundikids-Unterstützerinnen Bettina Böttinger und Ulrike Folkerts. Ein Jahr Freiwilligendienst geht zu Ende und drei neue Jugendliche gehen nach Bujumbura.

2003 bis 2006

Von der Gründung im Jahr 2003 bis zu den ersten Freiwilligen, die 2006 nach Burundi flogen.