burundikids e.V.

Jahresbericht 2013 burundikids e.V. – Zukunft für Kinder in Afrika

2013 war ein besonderes Jahr für die burundikids. Der kleine, effektive und transparente Verein wurde zehn Jahre alt. Groß gefeiert haben wir das nicht.

2013 war ein besonderes Jahr für die burundikids. Der kleine, effektive und transparente Verein wurde zehn Jahre alt. Groß gefeiert haben wir das nicht. Denn das Geld für Schampus und Häppchen haben wir lieber gleich in die Projekte gesteckt. Ganz im Sinne unserer Unterstützer und Spender, wie eine Umfrage zur Transparenz von burundikids zeigte. Eine kleine Karte zum Anlass an die treuen Gefährten und Unterstützer gab es dennoch.

Das vergangene Jahr begann mit einem großen Schock: mit dem Zentralmarkt in Bujumbura ist Ende Januar 2013 die wirtschaftliche Lunge Burundis einem Brand zum Opfer gefallen. Tausende Händler haben ihr Hab und Gut verloren, Banken bekamen folglich ihre Kredite nicht zurück, Preise für Lebensmittel, Kleidung und Verbrauchsgüter stiegen ins Unermessliche. Seitdem gleichen die Straßen der Hauptstadt einer Handelsmeile, kleine Händler versuchen, sich über Wasser zu halten und ihre Familien zu ernähren. Nur allmählich konnten sich die Händler in Bujumbura von diesem Verlust erholen, viele sind immer noch in der Misere.

Im Jahr 2013 belief sich das Spendenaufkommen der burundikids auf insgesamt 219.597,- Euro. Davon kamen 52.799,- Euro von unseren treuen Fördermitgliedern und 162.745,- Euro waren einmalige Zuwendungen. Außerdem waren 4.052,- Euro projektbezogene Spenden. Mit dem Überschuss aus dem Vorjahr 2012 standen insgesamt 291.867,- Euro zur Verfügung. Insgesamt beliefen sich 2013 die Ausgaben auf 249.671,- Euro, wovon 91,9% in die Projekte geflossen sind und 8,1% Werbe- und Verwaltungskosten waren. Nicht berücksichtigt sind Spenden in Form von Sachgegenständen, sowie investierte Zeit der freiwilligen Helfer und Experten in Deutschland und in Burundi.

Der detaillierte Finanzbericht zu allen geförderten Projekten, Einnahmen und Ausgaben ist der Tabelle unten zu entnehmen. Transparenz ist uns eines unserer größten Anliegen. Nicht zuletzt deswegen haben wir im vergangenen Jahr auch das „Siegel für Transparenz“ von der renommierten Organisation Transparency International bekommen. Mehr dazu im folgenden Jahresbericht.

Was wir 2013 erreichen konnten

In seiner Arbeit setzt sich burundikids e.V. grundsätzlich zwei Ziele: Das erste ist, Kindern und Jugendlichen, sowie ihren Familien in Burundi die Chance auf eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Das erreichen wir in erster Linie durch Bildung, aber auch durch die Einrichtung eines schützenden Umfeldes, Erziehung und die besondere Förderung von Mädchen.

Das zweite Ziel ist die Aufklärung und Sensibilisierung in Deutschland. Was und wo ist Burundi, was hat es mit dem afrikanischen Kontinent allgemein auf sich, wie können wir uns annähern, wie uns in der Einen Welt gegenseitig verstehen? Vor allem in der Kooperation mit Schulen versuchen wir im gesamten Bundesgebiet unseren Beitrag zur Bildungsarbeit zu leisten.

Und beides mit Erfolg! Dank Ihnen…

Schule Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM), Bujumbura

Schule Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM), Bujumbura

Am größten von burundikids unterstützten Projekt in Burundi (rund 65.000 Euro Beitrag pro Jahr), der „Ecole Polyvalente Carolus Magnus“ (EPCM), gab es 2013 einige personelle Veränderungen. Eine neue Grundschuldirektorin mit höherer Ausbildung und besserer Qualifizierung wurde eingestellt. Der ehemals technische Direktor wurde zum Direktor der Mittelstufe, des „Collège“, ernannt. Die Organisationsleitung vor Ort bemüht sich, das Personal je nach Qualifikation und Effizienz an den am besten geeigneten Stellen einzusetzen, um einen bestmöglichen Betrieb der Einrichtungen zu gewährleisten. Außerdem kamen neue Lehrerkollegen hinzu, vor allem im Bereich der Fremdsprachen. Aufgrund der Integration Burundis als einziges frankophones Land in die hauptsächlich anglophone Ostafrikanische Gemeinschaft muss v.a. die Jugend früh mit Englisch und auch Kiswahili vertraut gemacht werden und sich im Laufe der Schulkarriere weiter perfektionieren. Mit den zusätzlichen Kenntnissen in Französisch (Burundis Amtssprache) verschaffen sie sich somit einen Vorteil auf dem ostafrikanischen Arbeitsmarkt.

900 Mädchen und Jungen besuchten 2013 die EPCM

900 Mädchen und Jungen besuchten 2013 die EPCM. Die Schüler kommen aus sehr unterschiedlichen Regionen und sozialen Schichten und gehören unterschiedlichen Ethnien an. Ein Aspekt, der absichtlich gefördert wird, damit Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunft miteinander in der Klasse sitzen, lernen, Freunde und gemeinsam groß werden.

Die EPCM wird wie in den vergangenen Jahren im partnerschaftlichen Verbund geführt mit Human Help Network (technischer Bereich) und bietet Klassen vom Kindergarten über die Grundschule, das College (Abschluss Mittlere Reife nach der 10. Klasse) und die Oberstufe in folgenden Ausbildungswegen: PTA (pharmazeutisch-technischer Assistent), Krankenpfleger, Laborassistent und Hotelfach-Tourismus (alle Abschlüsse Diplom A2, entspricht Fachabitur). Diese Ausbildungen wurden gezielt ausgewählt unter Berücksichtigung des burundischen Arbeitsmarktes und der angestrebten Entwicklungsziele des Landes samt seiner Wirtschaft.

Die EPCM wird wie in den vergangenen Jahren im partnerschaftlichen Verbund geführt mit Human Help Network (technischer Bereich) und bietet Klassen vom Kindergarten über die Grundschule, das College (Abschluss Mittlere Reife nach der 10. Klasse) und die Oberstufe in folgenden Ausbildungswegen: PTA (pharmazeutisch-technischer Assistent), Krankenpfleger, Laborassistent und Hotelfach-Tourismus (alle Abschlüsse Diplom A2, entspricht Fachabitur)

Die halbstaatliche Telekommunikationsgesellschaft ONATEL sponsert weiterhin die Internetverbindung für die EPCM, was die Nutzung des Computerraums steigert und die Vorbereitung der Kurse durch die Lehrer erheblich erleichtert.

Die Partnerschaft zwischen der EPCM und der Belgischen Schule Bujumbura besteht trotz des personellen Wechsels weiter. Im Rahmen der Kooperation finden gegenseitige Besuche der Lehrer in den jeweiligen Unterrichtsstunden statt, die professionellen ausländischen Lehrer bilden die einheimischen Kollegen in Pädagogik fort, um das Lehrniveau an der EPCM weiter zu professionalisieren. Außerdem waren im April drei Praktikantinnen und angehende Lehrerinnen aus Belgien an der EPCM, um mit den einheimischen Kollegen den Unterricht zu organisieren. Darüber hinaus waren mehrere Experten aus Europa vor Ort, um den Unterricht weiter zu professionalisieren.

Für den Bau des dritten Gebäudeabschnitts des Schulkomplexes und Abschluss der Baumaßnahmen an der EPCM suchen die burundikids immer noch Sponsoren. Benötigt werden weitere Klassenzimmer, eine größere Bibliothek, ein ordentlicher Computerraum, sowie eine Schulkantine.

Die Schreinerei mit unserem Meister Emmanuel, der bereits zwei Mal zur Fortbildung in Deutschland war, und einem weiteren Kollegen, der seine Ausbildung in Italien absolvierte, besteht weiterhin. Sie stellen die Möbel für die Schule und das Krankenhaus nebenan her und reparieren, wo es notwendig wird.

Das Rugby-Team der Schule wurde burundischer Schulmeister und durfte zu höheren Wettbewerben nach Uganda reisen

Im Sport hat die EPCM im vergangenen Jahr besonders für Wirbel gesorgt. Das Rugby-Team der Schule wurde burundischer Schulmeister und durfte zu höheren Wettbewerben nach Uganda reisen. Dort wurde es jedoch durch die weitaus besser trainierten Mannschaften aus Ostafrika geschlagen. Ein weiteres Highlight an der EPCM war der von den unterschiedlichen, für EPCM-Schüler obligatorischen Clubs organisierte „kulturelle Tag“ zum Ende des Schuljahrs 2012-13. Schülerinnen und Schüler führten Tänze auf, modern und traditionell, spielten auf Trommeln, sangen, spielten Theater maßen sich in Wissenswettbewerben.

Ausbildungszentrum „Fikentscher“ (AZG)
Ecole Technique Omnis (ETO) in Gitega

Ecole Technique Omnis (ETO) in Gitega

Seit 2009 bietet das „Ausbildungszentrum Fikentscher Gitega“ (AZG) Berufsausbildungen für benachteiligte Jugendliche in der zweitgrößten Stadt Burundis (rund 200.000 Einwohner) an. Mehr als 500 Mädchen und Jungen haben seit der Eröffnung des Zentrums durch den Deutschen Botschafter sowie die Partner Prof. Wolfgang Fikentscher und seiner Frau Elke Fikentscher von der gleichnamigen Kinderhilfestiftung, in Elektrizität, Schreinerhandwerk, Schneiderei, Sanitär, Schweißerarbeiten, Lederverarbeitung, Bäckerhandwerk und Kochkursen erfolgreich eine Ausbildung absolviert. Außerdem bestehen seit Beginn der Aktivitäten Kooperationen der Schule mit anderen Organisationen vor Ort, wie SOS Kinderdorf und katholischen Zentren für benachteiligte Kinder.

In der zweitgrößten Stadt Burundis hat sich seitdem jedoch der Bedarf an beruflicher Bildung gewandelt. Im Vordergrund stehen immer mehr fundierte langjährige Ausbildungen in ausgewählten Berufszweigen, die es v.a. in Gitega bislang noch nicht gibt. Die veränderte Nachfrage war der Grund für das Umdenken auch beim Träger der Berufsschule: Unser Partner vor Ort, die Fondation Stamm, überlegte, wie man die Schule attraktiver organisieren und an die sich verändernden Ansprüche der Jugend anpassen könnte, um die Entwicklung Gitegas – und Burundis allgemein – noch effektiver zu gestalten.

Ecole Technique Omnis (ETO) in Gitega

Nach einer Sondierung unter den Jugendlichen in Gitega sowie Absprachen mit der lokalen Administration und unter Berücksichtigung der nationalen Entwicklungspläne für Kommunen, fiel die Entscheidung für eine Umstrukturierung der Berufsschule. Künftig sollten zwei Ausbildungen angeboten werden: Veterinärwesen und Informatik. Erstere dauert vier Jahre, die IT nur drei Jahre und beide werden mit dem A2-Diplom abgeschlossen, das mit dem deutschen Fachabitur vergleichbar ist. Das Diplom zeichnet die Qualifikation der Jugendlichen aus und gibt ihnen Zugang zu den entsprechenden Fakultäten auf Universitätsniveau.

Entsprechende staatliche Inspektionen unter Federführung des Bildungsministeriums wurden erfolgreich bestanden, das notwendige Personal für Lehre und Direktion eingestellt und der neue Name für die Bildungseinrichtung gewählt: „Ecole Technique Omnis“, kurz ETO, um den Zugang zu Bildung „für alle“ zu verdeutlichen.

In der ersten Generation der beiden kostenpflichtigen Ausbildungsgänge an der ETO lernen seit Schuljahresbeginn Anfang September 2013 25 Schüler in der Informatik- und 25 in der Veterinär-Klasse. Betreut und unterrichtet werden sie von einem Team teilweise fest angestellter, teilweise auf Stundenbasis bezahlter Fachlehrer.

Für den praktischen Unterricht in Informatik stehen vollständig ausgestattete IT-Räume zur Verfügung

Für den praktischen Unterricht in Informatik stehen vollständig ausgestattete IT-Räume zur Verfügung. Gelehrt wird nicht nur das Programmieren, sondern auch das Innenleben eines PCs, die Instandhaltung der Hardware. Für die Veterinäre wurde bereits ein Hühnerstall auf dem Schulgelände gebaut. Ein weiteres Terrain für den Bau von Ställen für Kühe und Ziegen für Lernzwecke wird in den kommenden Monaten vom Gouverneur Gitegas kostenlos zur Verfügung gestellt. Außerdem haben die Schüler und künftigen Veterinäre für Praktika während der Schulferien die Synergie der Projekte der Fondation Stamm genutzt und die Felder und Viehbestände des Ausbildungsprojekts in Ngozi, der Provinz nördlich Gitegas, besucht. Sie befinden sich mitten auf dem Land in der Kommune Ruhororo, etwa eine Stunde Fahrt von Gitega entfernt.

An den Nachmittagen werden außerdem einfache Computerkurse für die Jugend Gitegas angeboten und damit die bisherige Praxis fortgesetzt. Denn ohne Word und Excel ist es heutzutage auch in Burundi schwierig, eine gut bezahlte Arbeit zu finden. Ein Internetanschluss soll darüber hinaus den Schülern den Blick in die Welt eröffnen.

Neben diesen langjährigen Ausbildungen will sich das „Zentrum Fikentscher“ jedoch weiterhin die Option offenhalten, auch kürzere Berufsausbildungen anzubieten. So wie bspw. in Kooperation mit anderen Hilfsorganisationen vor Ort, im Rahmen derer 2013 Ex-Kombattanten mit Behinderung während mehrerer Monate im Handwerk ausgebildet wurden. Eine weitere Projektphase mit einem weiteren Partner wurde zugunsten von minderjährigen Straßenkindern bewilligt, die ebenfalls im Handwerk ausgebildet werden konnten.

Unser Volontär Hrvoje, der seit 2012 im Ausbildungszentrum und im →Kinderheim Gitega tätig war, hat uns Mitte 2013 verlassen, um einer bezahlten Arbeit in Bujumbura nachzugehen. Hierfür wünschen wir ihm alles Gute und danken ihm für den Einsatz bei den burundikids.

Kinderheim „Nderagakura“ in Gitega

Kinderheim „Nderagakura“ in Gitega

Im Heim in Gitega (Viertel Nyabisindu), das auf dem Hügel gegenüber der Schule ETO liegt, haben die burundikids 2013 insgesamt 20 Jungen im Alter von 12 bis 20 Jahren beherbergen können. Alle waren zuvor Straßenjungen, die sich „auf gut Glück“ und nicht immer legal durchs Leben schlagen mussten. Jeder der Jungen geht auf eine öffentliche Schule, einer hat 2013 sein Abitur ablegen können und ist zwischenzeitlich auf einer Universität eingeschrieben. Er studiert Politik, die burundikids unterstützen ihn bei den Studiengebühren und weiterem Bedarf. Als kleine Gegenleistung hilft er bei der Betreuung der Jüngeren im Kinderheim. Ein anderer Junge, der erfolgreich die Mittlere Reife bestanden hat, zog ins Heim nach Bujumbura um und schrieb sich in die Ausbildung zum Fachabitur in Hotelfach an der EPCM ein.

Die Jungen bekommen regelmäßige Mahlzeiten, medizinische Betreuung und haben einen Schlafplatz. Außerdem arbeitet ein Psychologe mit ihnen um ihre teilweise schreckliche Vergangenheit aufzuarbeiten. Ziel ist es, die Jungen schrittweise in die Gesellschaft und in ihre noch bestehenden Familienstrukturen zu integrieren und sie auf eine selbständige Zukunft vorzubereiten.

Klinik „Centre Médical Hippocrate“ (CMH), Bujumbura

Das „Centre Médical Hippocrate“ (CMH), das in Kooperation mit burundikids Schweiz geführt wird, bietet einen 24-Stunden-Service an sieben Tagen die Woche.

Das „Centre Médical Hippocrate“ (CMH), das in Kooperation mit burundikids Schweiz geführt wird, bietet einen 24-Stunden-Service an sieben Tagen die Woche. Professionelles Personal ist für den Service am Tag und in der Nacht, sowie an den Wochenenden angestellt. Die Patientenzimmer sind zwischenzeitlich regelmäßig und gut gefüllt, das Krankenhaus ist in der Bevölkerung gut angenommen worden. Immer unterschiedlichere Fälle suchen die medizinische Versorgung im CMH auf, was auf einen immer weiter verbreiteten, guten Ruf hindeutet. Chefärztin und zugleich Leiterin des CMH ist Dr. Espérance Mukuyabisabo, eine Allgemeinärztin mit Spezialisierung in Familienplanung und Gynäkologie.

Personell hat die Gynäkologie Verstärkung bekommen. Zwei professionelle, studierte burundische (und männliche) Hebammen wurden für die gynäkologische Abteilung eingestellt. Zudem arbeitet eine belgische Hebamme, die in Burundi lebt, halbtags mit und bildet die einheimischen Kollegen fort. Die Hebammen reihen sich ein in ein Team aus professionellem medizinischem Personal. Am CMH arbeiten zwei Ärztinnen, eine Chefkrankenschwester, die mehrere Krankenschwestern und Pfleger beaufsichtigt, ein Laborant mit Gehilfe, ein Apotheker mit Gehilfe, sowie weiteren Personen für Administration, Empfang, Kasse, Sauberkeit und Logistik. Der Ruf der „maternité“, wie der anderen Abteilungen des CMH, ist gut. Immer mehr Frauen kommen zur Vorbereitung, zur Entbindung und zur Nachbereitung ins CMH. Ein dort geborenes Baby trägt sogar den Namen der belgischen Hebamme – aus Dank. Die Gynäkologie geht übrigens einher mit Sensibilisierungskampagnen für die ländliche Bevölkerung durch das CMH-Personal zu unterschiedlichen medizinischen und hygienischen Themen.

Das neue Gebäude soll künftig die Kinderabteilung (Pädiatrie) beherbergen. Die mit dem →Seecontainer transportierten Betten und Geräte sind zu einem großen Teil für diese neue Abteilung des CMH. Den Grundstein für den Bau legten im Oktober Hanna Knauff, Architektin, und Harald Ernst, beide zu Besuch vor Ort vom burundikids-Büro Köln.

Die Ambulanz des CMH wird weiterhin rege für Krankentransporte genutzt. Sie ist immer noch die einzige in dieser Region mit rund 80.000 Einwohnern. Ende 2013 wurde mit dem Bau einer weiteren Abteilung in Form eines einstöckigen Gebäudes begonnen. Das neue Gebäude soll künftig die Kinderabteilung (Pädiatrie) beherbergen. Die mit dem Seecontainer transportierten Betten und Geräte sind zu einem großen Teil für diese neue Abteilung des CMH. Den Grundstein für den Bau legten im Oktober Hanna Knauff, Architektin, und Harald Ernst, beide zu Besuch vor Ort vom burundikids-Büro Köln.

Straßenkinderheime „Centre Birashoboka, Bujumbura

Die beiden Heime für (ehemalige) Straßenkinder und Ex-Kindersoldaten „Birashoboka I“ und „Birashoboka II“ liegen beide in Kajaga, nördlich der Hauptstadt und unweit der Schule „Ecole Polyvalente Carolus Magnus“.

Die beiden Heime für (ehemalige) Straßenkinder und Ex-Kindersoldaten „Birashoboka I“ und „Birashoboka II“ liegen beide in Kajaga, nördlich der Hauptstadt und unweit der Schule „Ecole Polyvalente Carolus Magnus“. Mehrere Betreuer, darunter Sozialarbeiter, Krankenpfleger und Psychologen, stehen den Jungen zwischen sieben und 20 Jahren zur Verfügung. Alle schulpflichtigen Jungen der beiden Heime besuchen die unterschiedlichen Klassenstufen der EPCM. Einige Ausnahmen besuchen eine öffentliche Schule. Im vergangenen Jahr beherbergten die Zentren, sowie das betreute Wohnen 83 Jungen. Das betreute Wohnen ist quasi eine erste Stufe der Reintegration: mehrere ältere und „reife“ Jungen wohnen zusammen in einem Haushalt und müssen sich selbständig organisieren, mit finanzieller Unterstützung der burundikids. 2013 wohnten in diesem Haus, das sich im Viertel Kanyosha der Hauptstadt befindet, elf Jungen.

Die Einrichtungen „Birashoboka“ werden von burundikids vollständig finanziert, inklusive Betreuer, Pädagogen, Schulgeld, Reintegrationsmaßnahmen, etc. Letztere sind das Ziel für jeden Jugendlichen: zurück in eine Familie oder auf eigenen Beinen stehen. Ein Service neben der vollständigen Betreuung im Heim ist der „Service auf Distanz“ (SAD). Das bedeutet, dass Jugendliche in ihren Familien oder in eigenständigen Haushalten unterstützt werden – finanziell oder materiell. Im vergangenen Jahr konnten durch den SAD 29 Jungen und außerdem sieben Mädchen unterstützt werden.

Emmanuel hat eine zweite Chance bekommen – und sie genutzt. Dank der Unterstützung der burundikids lebt er nämlich schon seit zwei Jahren von seinem eigenen kleinen Unternehmen: einem Frisörsalon

Dass das funktionieren kann, trotz allem erlebten Elend, zeigte uns Emmanuel. Er hat eine zweite Chance bekommen – und sie genutzt. Dank der Unterstützung der burundikids lebt er nämlich schon seit zwei Jahren von seinem eigenen kleinen Unternehmen: einem Frisörsalon. Dabei ist das, was Emmanuel mit seinen jungen 25 Jahren schon durchleben musste, nur schwer zu verkraften. Noch als kleines Kind verlor er seine Mutter, als die Familie noch in Kayanza, im Nordwesten des Landes, lebte. Als sich der Vater neu verheiratete, hat er das Grundstück der Familie verkauft, um sich in einer anderen Provinz niederzulassen. Damit nahm er Emmanuel und seiner Schwester das Erbe und die künftige Lebensgrundlage. Emmanuel war damals 14 Jahre alt. Seine jüngere Schwester kam bei Verwandten unter.

Der Junge ging in die Hauptstadt Bujumbura, um ein besseres Leben zu finden. Doch stattdessen streunte er auf den Straßen herum. Bis er eines Tages vom Straßenkinderheim „Centre Birashoboka“ hörte, dessen Name so viel wie „es ist möglich!“ bedeutet. Er wurde aufgenommen, draußen herrschte noch Bürgerkrieg. Das war 2003. Fortan wurde Emmanuel in einem geschützten Umfeld betreut und konnte eine Ausbildung absolvieren. Davon verfolgte er gleich zwei: Schreiner und Frisör. Und 2011 war es schließlich soweit: er konnte mit einem kleinen Startpaket seinen eigenen kleinen Frisörsalon in seiner Heimatstadt Kayanza eröffnen. Seitdem sorgt er übrigens auch selbst für seine kleine Schwester. Der junge und heute unabhängige Mann ist sich bewusst: ohne die Unterstützung durch das Heim „Birashoboka“ wäre sein Lebensweg anders verlaufen, wahrscheinlich weitaus weniger erfolgreich. Er möchte ein Beispiel für andere sein. Es ist möglich, die Straße hinter sich zu lassen. Es reichen ein bisschen Hilfe und der eigene Wille.

Eine weitere Erfolgsstory ist Thierry, der als kleiner Junge ins Straßenkinderheim kam (s. auch unsere Weihnachtskarte von 2012). Er hat nach einem langen Leidensweg seinen Abschluss in Pharmazie machen können und arbeitet nun im „Centre Médical Hippocrate“ als Apothekengehilfe. Sein größter Wunsch ist jedoch, auf eine Universität zu gehen und zu studieren.

Eine weitere Erfolgsstory ist Thierry, der als kleiner Junge ins Straßenkinderheim kam (s. auch unsere Weihnachtskarte von 2012). Er hat nach einem langen Leidensweg seinen Abschluss in Pharmazie machen können und arbeitet nun im „Centre Médical Hippocrate“ als Apothekengehilfe. Sein größter Wunsch ist jedoch, auf eine Universität zu gehen und zu studieren.

Außer Thierry haben noch zwei weitere Jungen aus dem Straßenkinderheim „Birashoboka“ ihren Abschluss machen können. Einer arbeitet in einer Apotheke, der andere hat sich an einer Universität fürs Studium eingeschrieben. Ein weiterer Junge hat die Chance bekommen, in Kenia auf eine weiterführende Schule zu gehen. Er wird weiterhin finanziell von burundikids unterstützt. Schließlich, nach langer Vorbereitung, konnte auch Aron, der über Jahre unterstützt und ausgebildet worden war, in seine Heimatregion zurückkehren. Aron war nach seinen schlimmen Verbrennungen am ganzen Körper mehrmals in Österreich operiert worden und regenerierte sich im „Centre Birashoboka“. Die Mitarbeiter des Zentrums für (ehemalige) Straßenkinder sind nach wie vor in Kontakt mit allen reintegrierten Jungen.

Désiré, der zur Operation seines Beins bereits 2010 in Deutschland war und vor zwei Jahren von „seiner“ Ärztin aus Köln besucht wurde, kann wieder vollständig ohne Krücken gehen. Beinsport ist für ihn zwar nicht möglich, doch kann er wieder ein für einen Jugendlichen normales Leben führen.

Mutter-Kind-Heim „Centre Nyubahiriza“, Bujumbura

Das Mütterheim im Armenviertel Kinama ist und bleibt eine seltene Einrichtung zum Schutz von Mädchen und jungen Frauen in Burundi

Das Mütterheim im Armenviertel Kinama ist und bleibt eine seltene Einrichtung zum Schutz von Mädchen und jungen Frauen in Burundi. Fast das gesamte Jahr über sind die Zimmer und Betten vollständig belegt. Wird ein Platz frei, bspw. durch die Reintegration einer jungen Mutter, erfolgen i.d.R. sofort mehrere Anfragen seitens hilfsbedürftiger und alleinstehender Mütter oder von Hilfsorganisationen, die mit dem Zentrum in Verbindung stehen und bedürftige Fälle transferieren wollen. Die Mädchen finden entweder selbst den Weg zu uns oder werden durch unsere Partner vor Ort, wie bspw. der „Centre Seruka“, der sich um die medizinische Betreuung von Vergewaltigungsopfern kümmert, vermittelt. Viele der Mädchen und jungen Frauen sind Opfer sexuellen Missbrauchs, schwanger oder bereits Mutter. Von ihren Familien wurden sie in der Regel verstoßen, die burundische Gesellschaft betrachtet sie als „leichte Mädchen“, oft ohne Aus- und nur wenig Schulbildung und kaum Chancen auf eine Zukunft. Sie sind Opfer des langen Kriegs und seinen sozialen und ökonomischen Folgen.

Mit der juristischen Mitarbeiterin Odile wurde der Service des Heims ausgeweitet. Einige junge, alleinstehende Mütter wurden „auf Distanz“, d.h. mit Mikrokrediten in Form von kleinen Anschubfinanzierungen für Handel, unterstützt. Sie gehen Handarbeiten und Handel nach und können sich um ihre Kinder und sich kümmern, ohne der Armutsprostitution nachgehen zu müssen. Im Heim selbst wurden die Alphabetisierungskurse ergänzt um Kurse in „Entrepreneurship“ (Kleinunternehmertum) und „richtig sparen“. Die Mädchen, die nicht zur Schule gehen, absolvieren eine Ausbildung unter professioneller Aufsicht, bspw. im Schneidern. Die produzierte Ware wird i.d.R. in Deutschland verkauft.

2013 kam es zu einer außergewöhnlichen Kooperation des „Centre Nyubahiriza“ mit einer neu gegründeten deutschen Firma. Der Vertreiber von Kamerazubehör, „Cosyspeed“, hat sich zu einem sozialen Engagement verpflichtet und das so genannte „Cam Pillow“ entwickelt.

2013 kam es zu einer außergewöhnlichen Kooperation des „Centre Nyubahiriza“ mit einer neu gegründeten deutschen Firma. Der Vertreiber von Kamerazubehör, „Cosyspeed“, hat sich zu einem sozialen Engagement verpflichtet und das so genannte „Cam Pillow“ entwickelt. Das sind kleine Kissen zum Schutz von Kameragehäusen und Fotoapparaten. Die „Cam Pillows“ wurden von der Firma bei den jungen Schneiderinnen des Heims in Auftrag gegeben. Insgesamt wurden 1.000 „Cam Pillows“ hergestellt und nach Deutschland geliefert. Der Erlös der verkauften Kissen fließt zurück in die soziale Einrichtung zur Unterstützung der Zukunft der jungen Frauen.

Zwei erfolgreiche Beispiele für eine gelungene Integration in die Gesellschaft sind Jeanine und Joselyne:

Jeanine wurde in Bujumbura Rural, dem ländlichen Umfeld der Hauptstadt, ohne ihren Vater groß.

Jeanine wurde in Bujumbura Rural, dem ländlichen Umfeld der Hauptstadt, ohne ihren Vater groß. Ihre Mutter ist schwer behindert und erwerbslos. Aufgrund der Armut der Familie war es die Großmutter, die Jeanine großzog. Ohne ordentliche Erziehung und in zerrütteten Familienverhältnissen während des Kriegs aufgewachsen, wurde die heute 22-Jährige ungewollt schwanger. Nach dem Tod ihrer Großmutter waren ihre Onkel nicht bereit, Jeanine weiter im Haus der Familie zu behalten. Eine alleinerziehende Mutter ist nach burundischer Sitte eine „Schande für die Familie“. Jeanine wusste nicht, wohin. Zu ihrem Glück erfuhr sie von der Fondation Stamm und deren Arbeit. Sie machte sich auf den Weg zum Frauenhaus „Centre Nyubahiriza“ und bat um Hilfe. Seitdem lebt sie mit ihrer kleinen Tochter Badiella im Heim. Sofort beginnt sie, am Schneiderunterricht teilzunehmen und lernt sehr schnell. Im Heim wird ihre Tochter betreut, was ihr erlaubt, sich voll und ganz auf die Ausbildung zu konzentrieren. Nach wenigen Monaten Ausbildung kann sie bereits ein Praktikum absolvieren, um sich weiter zu professionalisieren. Heute kann sie selbst als Ausbilderin im Schneidern in den Projekten der Fondation Stamm arbeiten und Jugendliche in schwierigen Situationen fortbilden. Zwischenzeitlich konnte sie sich mit ihrem Verdienst ihre eigene Nähmaschine kaufen und nimmt eigene Aufträge an, mit denen sie sich ihren Lebensunterhalt verdient. Sie möchte erst noch ein wenig sparen, dann aber bald das „Centre Nyubahiriza“ verlassen und selbständig leben.

oselyne wurde 1991 als eines von acht Kindern in der nördlichen Provinz Kirundo geboren.

Joselyne wurde 1991 als eines von acht Kindern in der nördlichen Provinz Kirundo geboren. Sie ging als eines von wenigen Kindern zur Schule, musste jedoch aufgrund der erdrückenden Armut der Familie die achte Klasse abbrechen. Auf Umwegen kam sie in die Hauptstadt Bujumbura, wo sie in Kontakt mit der Fondation Stamm und dem Mütterheim in Kinama kam. Aufgrund ihrer bisherigen sehr guten Schulnoten wurde sie in das Heim aufgenommen, wodurch sie die Schule wieder aufnehmen konnte. Mittlerweile besucht Joselyne die zehnte Klasse der streng geführten und für ihre harte Lehre bekannte →„Ecole Polyvalente Carolus Magnus“ (EPCM) in Kajaga. Am Ende dieses Schuljahres wird sie die Mittlere Reife ablegen. In ihrer Familie ist sie die einzige, die es so weit geschafft hat.

Adèle, die vor zwei Jahren schon das Heim verlassen konnte, arbeitet übrigens immer noch erfolgreich in der Buchhaltung des Krankenhauses. Sie lebt und wohnt zusammen mit ihrer Tochter Sania, die mittlerweile in die Grundschule geht.

Kindertagesstätte „Centre Duhinduke“, Bujumbura

Der Kindergarten in Buterere, das wohl ärmste Viertel Bujumburas, erfreut sich weiterhin größter Beliebtheit und ist stark besucht

Der Kindergarten in Buterere, das wohl ärmste Viertel Bujumburas, erfreut sich weiterhin größter Beliebtheit und ist stark besucht. Bei den Neueinschreibungen 2013 mussten sogar viele Anfragen abgelehnt werden. Die Kindertagesstätte zog innerhalb des Viertels um in ein Haus, das mehr Platz bietet. Insgesamt lernen in diesem Schuljahr rund 150 Kinder in drei Klassenräumen. Jede Klasse hat ihre eigene Lehrerin.

Das Projekt versteht sich als integrierte Institution bei der lokalen Bevölkerung. Die Eltern der Kinder, die die Tagesstätte besuchen, steuern einen Teil zum Gehalt der Erzieherinnen und zur Miete der Räume bei. Für den Rest und Lieferungen von pädagogischem Material, Spielzeug etc. sorgen die burundikids via die Fondation Stamm.

Darüber hinaus dient das Haus als Außenstelle der Fondation Stamm für weitere humanitäre Aktivitäten in dieser Region am Rande der Hauptstadt.

Kinder- u. Jugendheim „Centre Uranderera“, Bujumbura

Die Einrichtung „Centre Uranderera“ im Viertel Mutakura diente 2013 mehreren Bereichen, alle jedoch humanitär und als Antwort auf akute soziale Probleme

Die Einrichtung „Centre Uranderera“ im Viertel Mutakura diente 2013 mehreren Bereichen, alle jedoch humanitär und als Antwort auf akute soziale Probleme.

13 Mädchen und 12 Jungen konnte die Einrichtung im vergangenen Jahr ein schützendes Umfeld bieten, darunter ein behindertes Mädchen. In einem Fall wurde ein Mädchen vom Internationalen Roten Kreuz aus einem Flüchtlingslager ausgelöst und auf ihre Reintegration vorbereitet. Im Zentrum in Mutakura absolvierte sie – zusammen mit einer weiteren Bewohnerin des Heims – eine Schneiderausbildung.

In einer weiteren Maßnahme, die unser Partner Fondation Stamm in den Armenvierteln in Bujumbura durchführte, kümmerten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um junge Frauen und Mädchen, die aus der Armutsprostitution aussteigen wollen. Das Heim in Mutakura diente in diesem Projekt als Referenz, d.h. als schützendes Umfeld für einen vorübergehenden Aufenthalt zur Rekreation, bis über die Zukunft der Mädchen entschieden werden konnte.

Kinderheim in Kayanza

2013 lebten acht Mädchen und neun Jungen, sowie zwei Erwachsene im Heim. Deshalb wurde eine neue Unterkunft, nicht weit vom alten Haus, für die Kinder und zwei Mütter (eine selbst Albino, eine mit einem Kind mit Albinismus) angemietet.

Aus der Not heraus und ohne geplantes Budget wurde bereits 2011 die erstbeste Unterkunft für die Kinder mit Albinismus in Kayanza, im Norden Burundis, angemietet, um sie zu schützen und ihnen den weiteren Schulbesuch zu ermöglichen. Seit der schlimmen Jagd auf Albinos zu abergläubischen Zwecken, der unzählige Kinder und Erwachsene in 2011 und 2012 zum Opfer fielen, hat sich die Lage etwas stabilisiert. Sicher sind Burundis Albinos jedoch immer noch nicht. Viele haben von der Einrichtung in Kayanza gehört und suchen dort Rat, Schutz und Beistand.

„Es wurde langsam ein wenig eng“, meinte der einheimische Kollege, der für das Heim in Kayanza verantwortlich ist. 2013 lebten acht Mädchen und neun Jungen, sowie zwei Erwachsene im Heim. Deshalb wurde eine neue Unterkunft, nicht weit vom alten Haus, für die Kinder und zwei Mütter (eine selbst Albino, eine mit einem Kind mit Albinismus) angemietet.

Nach wie vor steht das Heim 24 Stunden am Tag unter Polizeischutz. Die Bewohner haben nun jedoch mehr Platz zum schlafen, leben, lernen und spielen. „Das Gute ist, dass alle Kinder zur Schule gehen können“, erzählt Heimleiter Ramadhan stolz, der selbst bereits Drohungen per SMS bekommen hatte, weil er sich für die Albinos einsetzt. Alle, bis auf eine kleine Heimbewohnerin, die noch zu jung ist und erst kommendes Jahr eingeschult wird.

Das Mädchen Espérance ist – abgesehen von den beiden Müttern – die Älteste im Heim und hat vergangenes Schuljahr mit Bravour die sechste Klasse bestanden, sowie den anschließenden „Concours National“, der den Weg in die Oberstufe bereitet.

Das Mädchen Espérance ist – abgesehen von den beiden Müttern – die Älteste im Heim und hat vergangenes Schuljahr mit Bravour die sechste Klasse bestanden, sowie den anschließenden „Concours National“, der den Weg in die Oberstufe bereitet. Wie in Burundi üblich, hat die zentrale Verteilungsstelle der Schulplätze Espérance einen Platz in einem Gymnasium in Ngozi zugeteilt, weit weg von ihrem derzeitigen Wohnort Kayanza. Was die Behörden nicht wussten: Espérance leidet unter Albinismus und wohnt im Heim der Fondation Stamm in Kayanza zum Schutz vor Menschenjägern und -händlern. Heimleiter Ramadhan setzte sich umgehend mit den Schulaufsichtsbehörden in Verbindung, um einen Schulplatz für Espérance in Kayanza zu verhandeln. Mit Erfolg: Die Behörden entschuldigten sich und versicherten, Espérance könne unter den gegebenen Umständen selbstverständlich in Kayanza bleiben und dort zur Schule gehen, wo die burundikids für sie sorgen können.

Landwirtschaftsprojekt in Ngozi, Muyinga und Bururi

Die Erbacher Stiftung, zugehörig zu einem großen deutschen Tierfutterhersteller, ist zum ersten Mal 2013 als neuer Partner der burundikids – und der Fondation Stamm vor Ort – mit ins Boot gekommen. Die Stiftung unterstützt die Landwirtschaftsprojekte im Norden (Ngozi), Nordosten (Muyinga) und Süden (Bururi) Burundis

Die Erbacher Stiftung, zugehörig zu einem großen deutschen Tierfutterhersteller, ist zum ersten Mal 2013 als neuer Partner der burundikids – und der Fondation Stamm vor Ort – mit ins Boot gekommen. Die Stiftung unterstützt die Landwirtschaftsprojekte im Norden (Ngozi), Nordosten (Muyinga) und Süden (Bururi) Burundis: Ziel ist es, Kleinbauern, darunter auch ehemalige Kindersoldaten und Demobilisierte, zur professionellen Landwirtschaft hinzuführen, um Armut und Hunger zu bekämpfen und die Abwanderung der Bevölkerung in Städte zu vermeiden. Durch Anwendung natürlichen Düngers, verbesserte Schädlingsbekämpfungsmethoden und den Ausbau des Gemüseanbaus sollen die landwirtschaftlichen Erträge steigen und eine langfristige Nahrungsmittelsicherung erzielt werden. Familien bekommen schädlingsresistente Maniokpflanzen und Bananenstauden, außerdem einen Grundstock von Gemüsesaatgut, deren Ernte bzw. Überschuss in einer Kooperative verkauft werden kann.

Ein weiterer Aspekt ist die Haltung von Nutztieren. Die Tiere, z.B. Kühe, Hühner, Puten, Hasen und Ziegen, sichern ebenso die Ernährung und sorgen für den Naturdünger. Wichtig ist hier vor allem die Ausbildung der Kleinbauern in Stallführung, Pflege und Ernährung der Tiere. Die Erbacher Stiftung fördert hierzu auch die Ausbildung zum Tiergesundheitspfleger (Veterinär), die im Ausbildungszentrum Fikentscher/Ecole Technique Omnis (ETO) in Gitega angeboten wird. Außerdem setzt sich die Erbacher Stiftung für die Nachhaltigkeit ein und finanziert die Einrichtung von Baumschulen zur Aufforstung Burundis.

Zu Nahrungsmittelsicherheit und Umweltschutz kann bei den burundikids direkt via eines virtuellen Shops beigetragen werden. In einem eigenen Portal bieten wir Pakete zu Saatgut, Tieren etc. an. Am besten einmal reinschauen: „Ein Geschenk für die Zukunft“.

Container mit Hilfsgütern

Der Gynäkologe Dr. Thomas Antelmann und seine Frau Anne waren schon mehrere Male in Bujumbura und haben beim Aufbau des Centre Médical Hippocrate (CMH) und der gynäkologischen Abteilung des CMH geholfen. Diesmal haben sie einen zwölf Meter langen Container mit 50 Klinikbetten und hochwertigen medizinischen Geräten (u.a. ein Ultraschallgerät, ein Narkosegerät, ein EKG-Überwachungsgerät, Laptops und medizinisches Zubehör) organisiert. Der Container ging Mitte September auf die Reise nach Burundi. Das gesamte Material wird im „Centre Médical Hippocrate“ zum Einsatz kommen. Gesponsert wurden die Betten und Geräte von Familie Antelmann befreundeten Kliniken. Die Laptops steuerte unser Partner burundikids Schweiz zu. burundikids e.V. hat bei der GIZ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) einen Antrag auf „Transportkostenzuschuss“ gestellt und bewilligt bekommen, mit dem folglich 75 Prozent der Transportkosten gedeckt werden konnten.

Paul, Besuch vom Spinner

Paul, Besuch vom Spinner

2007 besuchte er die burundikids in Burundi zum ersten Mal. Geboren wurde damals das „Spinnerprojekt“, mit dem der „Schweizer aus Südafrika“, Paul Eberhard, um Spender für die Kinderheime und Schulen in Bujumbura warb. Fünf Jahre später, im November 2013 meldet er sich spontan am Telefon bei unserem Mitarbeiter Philipp Ziser: Er sei gerade auf dem Weg nach Äthiopien und hätte in Bujumbura Halt gemacht. Bei dieser Gelegenheit überzeugte sich Eberhard von den Projekten und erneuerte seinen Spendenaufruf, dem sich immer wieder weitere „Spinner“ anschließen.

Freiwillige Einsätze und Besuch

Becker und Otto reisten nach Burundi und gaben dem Personal vor Ort von Schule, Kinderheimen und Büro – nach vorheriger Evaluierung der Vorkenntnisse – einen PC-Kurs mit einem speziell an die Bedürfnisse der Kollegen angepassten Programm.

*IT-Fortbildung Jutta Becker und Andreas Otto sind IT-Spezialisten aus Deutschland, arbeiten jedoch beide in Österreich. Gemeinsam und durch Kontakte haben sie es geschafft, 50 Computer mit Zubehör an die Bildungseinrichtungen der burundikids zu spenden. Partnerschulen wie bspw. die Merkur Akademie International in Karlsruhe haben die passenden Flachbildschirme gespendet. Das Material wurde dank eines Hilfscontainers des Partners Human Help Network e.V. schließlich nach Burundi transportiert. Damit war es aber noch nicht getan: Becker und Otto reisten nach Burundi und gaben dem Personal vor Ort von Schule, Kinderheimen und Büro – nach vorheriger Evaluierung der Vorkenntnisse – einen PC-Kurs mit einem speziell an die Bedürfnisse der Kollegen angepassten Programm.

Die Schüler der Hotelfachausbildung an der EPCM bekamen 2013 einen dreimonatigen praktischen Kurs von zwei Experten aus Österreich. Renate und Peter Streit, Spezialisten in Restauration und Hotelfach und selbst in Rente, haben sich bereit erklärt, von Januar bis März nach Burundi zu kommen und ihr Wissen an die burundische Jugend weiterzugeben.

*Hotelfach Die Schüler der Hotelfachausbildung an der EPCM bekamen 2013 einen dreimonatigen praktischen Kurs von zwei Experten aus Österreich. Renate und Peter Streit, Spezialisten in Restauration und Hotelfach und selbst in Rente, haben sich bereit erklärt, von Januar bis März nach Burundi zu kommen und ihr Wissen an die burundische Jugend weiterzugeben. Als ehemaliger Berufsschullehrer war Peter Streit prädestiniert für diesen Einsatz, seine Frau Renate unterstützte den Unterricht logistisch, technisch und ideell. Den Reisebericht der Familie Streit haben wir online gestellt. Der Kontakt war zustande gekommen über René Dunkl, Restaurantbesitzer im österreichischen Graz und selbst engagiert in der Hotelfachausbildung der burundikids. Dunkl war selbst ebenfalls mehrmals vor Ort im Einsatz und hat ein weiteres Engagement angekündigt. Er steht in permanentem Kontakt mit dem Verein.

Ein ganzes Schuljahr den Unterricht mitgestaltet hat auch Mickael Dylewski, Branchenkenner aus Frankreich. Vor allem im praktischen Unterricht hat er die Schüler im Hotelfach-Tourismus zu neuen Leistungen angespornt. Die Früchte daraus waren u.a. das Catering am 4. Juli in der US-amerikanischen Botschaft durch EPCM-Schüler, sowie mehrere Praktika in Hotels der Hauptstadt Bujumbura. Das Team verstärkt hat seit Beginn des neuen Schuljahrs 2013-14 Valentin Kavakure vom burundischen Tourismus-Office und Tour-Operator in Burundi.

Die PTA-Lehrerinnen Regina Fischer und Brigitte Mürter gaben zwei Wochen lang einen Workshop für Schüler und Lehrer dieses Ausbildungsbereichs. Unterstützt wurde der Austausch vom baden-württembergischen Kultusministerium im Rahmen der Partnerschaft des Bundeslands zur ostafrikanischen Republik.

*PTA und Labor Die Kerschensteinerschule Stuttgart (KSS) ist seit einigen Jahren Partner der EPCM in Bujumbura. Die Lehrer und Schüler der KSS ermöglichen Stipendien für Jugendliche in Burundi und machen mit Aktionen in Stuttgart und Umgebung auf die Partnerschaft aufmerksam. In den Jahren zuvor waren Lehrer der EPCM zur Fortbildung in Deutschland, u.a. auf Einladung und Mitwirken der Baden-Württemberger. 2013 war zum ersten Mal ein Team der KSS in Burundi. Die PTA-Lehrerinnen Regina Fischer und Brigitte Mürter gaben zwei Wochen lang einen Workshop für Schüler und Lehrer dieses Ausbildungsbereichs. Unterstützt wurde der Austausch vom baden-württembergischen Kultusministerium im Rahmen der Partnerschaft des Bundeslands zur ostafrikanischen Republik.

Über die Jahre der Partnerschaft hörte Isabelle Ebert (rechts im Foto) immer wieder die Vorträge unseres Mitarbeiter Philipp Zisers, wenn er die Schule besuchte.

*Krankenschwester und Sozialarbeiterin Im täglichen Beruf ist sie die Krankenschwester der Europäischen Schule Karlsruhe, Partner der burundikids seit 2007. Über die Jahre der Partnerschaft hörte Isabelle Ebert (rechts im Foto) immer wieder die Vorträge unseres Mitarbeiter Philipp Zisers, wenn er die Schule besuchte. Burundi ist außerdem fest in den Alltag der Schule integriert. Dann fasste sie den Entschluss, selbst vor Ort mitzuhelfen. 2013 hat sie den Entschluss in die Tat umgesetzt. Gemeinsam mit ihrer Bekannten Béatrice, einer Sozialarbeiterin aus der Schweiz, verbrachte sie mehrere Wochen in den Projekten.

Max Köster engagiert sich seit mehreren Jahren an seiner Schule in Mönchengladbach für die Aktivitäten der burundikids.

*Ein Bekannter aus Mönchengladbach Max Köster engagiert sich seit mehreren Jahren an seiner Schule in Mönchengladbach für die Aktivitäten der burundikids. Aufmerksam wurde er durch seine ältere Schwester, Kerstin Diel, die 2007/2008 ein freiwilliges Jahr in den Projekten verbracht hatte. Köster organisierte mit Mitschülern Aktionen wie den jährlichen Spendenlauf, der mehrere Tausend Euro für die sozialen Projekte einspielt. Nach seinem Abitur übergab Köster die Organisation an jüngere Schülerinnen und Schüler und ging selbst für ein freiwilliges Jahr nach Tansania. 2013 ließ er es sich nicht nehmen, den Nachbarn Burundi zu besuchen und dort natürlich auch die Projekte der burundikids, für die er sich jahrelang eingesetzt hatte. Köster ist nach wie vor mit den burundikids in Kontakt und studiert in Deutschland.

Patenschaften und Partnerschaften

Allgemein stehen wir Patenschaften kritisch gegenüber, so wie sie häufig praktiziert oder zumindest öffentlich dargestellt werden. Da ein Großteil der Kinder in Heimen untergebracht ist, gestaltet sich eine individuelle Förderung durch einen „Paten“ schwierig. Abgesehen davon stellt der Aufwand bspw. Briefe in mehrere Sprachen zu übersetzen (häufig sprechen Paten nur Deutsch, wobei das junge Patenkind nur Kirundi spricht) und individuell über jedes Kind zu berichten einen großen Aufwand dar, den die burundikids bis dato nicht leisten können. Was wir hingegen anbieten, sind Projektpatenschaften, d.h. potenziell Interessierte können ein bestimmtes Projekt fördern (z.B. Straßenkinderheim, Schule etc.), über das allgemein und regelmäßig über mehrere Kanäle berichtet wird. Immer mehr bieten wir jedoch Schulpartnerschaften an oder Schulstipendien. So unterstützen bspw. deutsche Schulklassen – oder Lehrerkollegien – die schulischen Einrichtungen vor Ort allgemein oder ermöglichen Kindern und Jugendlichen den Schulbesuch, indem sie Gebühren für Schule, Uniform und Unterrichtsmaterial übernehmen.

Die meisten Schulen konzentrieren sich jedoch auf eine Partnerschaft allgemein, d.h. sie unterstützen mit regelmäßigen Aktionen oder sogar monatlichen Beiträgen den Betrieb der „Ecole Polyvalente Carolus Magnus“ und ihre sozialen Programme z.B. für Straßenkinder. Diese Unterstützung hilft uns am meisten, denn dadurch können wir langfristig planen, die Lehrer bezahlen und Schulmaterial bereitstellen.

In Ausnahmefällen stellen wir auch besonders schwerwiegende Fälle vor bspw. von Waisenkindern oder Kindern, die in extremer Armut leben und in Gefahr laufen, die Schule abzubrechen, die jedoch ausgezeichnete schulische Leistungen zeigen. In diesem Fall suchen wir Unterstützer für diese individuellen Fälle und liefern mehr oder weniger regelmäßig Infos zum weiteren Schulweg dieser Kinder und Jugendlichen.

Sollten Sie an einer solchen Ausbildungspatenschaft interessiert sein, melden Sie sich bitte bei kontakt@burundikids.org.

Arbeitsgruppen, Schulen, Firmen und Vereinspaten

Im gesamten Bundesgebiet und mittlerweile auch darüber hinaus engagieren sich Menschen jeder Altersklasse für die burundikids – ob an Schulen, in Vereinen, in Firmen oder als lose Zusammenschlüsse wie die Arbeitsgruppen Karlsruhe und Köln. Die Unterstützung durch diese Initiativen macht einen nicht unwesentlichen Teil des Spendeneinkommens des Vereins und des Bekanntheitsgrads der burundikids aus.

*Arbeitsgruppen und ehrenamtliches Engagement Die burundikids leben zu einem großen Teil vom unermüdlichen ehrenamtlichen Engagement: Seit fünf Jahren leistet die Arbeitsgruppe Karlsruhe Großartiges für die Kinder in Burundi. Einige der Mitglieder waren bereits selbst vor Ort und können so kompetent und authentisch von den Projekten berichten. Die bunt gemischte Gruppe wurde in der Heimatstadt unseres Mitarbeiters Philipp Ziser gegründet. Nach wie vor ist der Kontakt nach Burundi sehr eng und es gibt einen ständigen Austausch. Die Mitglieder unterstützen die Projekte mit tollen Spendenaktionen und entwickeln immer wieder neue Ideen, sie verkaufen Produkte aus Burundi und informieren über die Lage vor Ort. Schüler und Lehrer machen Burundi regelmäßig auf ihren Veranstaltungen und Festen zum Thema oder organisieren sogar außerordentliche Events wie Spendenläufe oder Verkaufsaktionen, deren Erlös den burundikids zugutekommt.

Die Arbeitsgruppen in Karlsruhe und Köln nehmen an Veranstaltungen wie Messen, Konzerten, am „Weltkindertag“, etc. teil, um auf die Projekte vor Ort aufmerksam zu machen. Unterstützt werden sie dabei von unserem Mitarbeiter Philipp, der einmal pro Jahr auf Vortragsreise durch Deutschland tourt. Die Karlsruher Gruppe ist seit diesem Jahr auch offiziell Mitglied des Karlsruher „Netzwerks Eine Welt“, ein Zusammenschluss vieler Hilfsvereine der Fächerstadt zur Bündelung der Aktivitäten und effektiveren Öffentlichkeitsarbeit.

Außerdem war Anne Ziser, die Optikermeisterin und Mitglied der Arbeitsgruppe der burundikids aus Eggenstein (Landkreis Karlsruhe), 2013 zum fünften Mal in Burundi. Seit ihr Sohn in Burundi arbeitet, schließt sie einmal im Jahr ihr Brillengeschäft und praktiziert im heißen Herzen Afrikas

Außerdem war Anne Ziser, die Optikermeisterin und Mitglied der Arbeitsgruppe der burundikids aus Eggenstein (Landkreis Karlsruhe), 2013 zum fünften Mal in Burundi. Seit ihr Sohn in Burundi arbeitet, schließt sie einmal im Jahr ihr Brillengeschäft und praktiziert im heißen Herzen Afrikas. Von ihrem Knowhow, den Sehtests und mitgebrachten Brillenspenden profitieren Jung und Alt in den Projekten. Dieses Mal führte die Reise die Optikerin zum ersten Mal nach Gitega, in die Berufsschule „Ecole Technique Omnis“ (ETO). Dort warteten die Jungen aus dem Kinderheim Gitega auf sie, sowie einige der älteren Angestellten, die über Kurzsichtigkeit klagten. Die weiteren Sehtests fanden im Büro der Fondation Stamm in Bujumbura statt, für das Personal, sowie die Heimkinder, die am meisten unter einer Sehschwäche leiden.

*Benefizkonzert Zugunsten der burundikids veranstaltete der Chor „Coro Accelerando“ im März 2013 zwei große Konzerte „Land of Mystery“ in der Badnerlandhalle in Karlsruhe, die Platz für 850 Zuschauer bietet. Der Chor unterstützte den Verein mit einem Euro pro verkaufter Eintrittskarte.

Mit der Firma beliya haben die burundikids 2013 einen neuen Partner gefunden. „1 Tasche = 1 Schuljahr für ein Kind in Afrika“ heißt das soziale Programm des Unternehmens für Lederaccessoires wie Taschen, Portemonnaies, Schlüsselanhänger etc.

*Firmenkooperation Mit der Firma beliya haben die burundikids 2013 einen neuen Partner gefunden. „1 Tasche = 1 Schuljahr für ein Kind in Afrika“ heißt das soziale Programm des Unternehmens für Lederaccessoires wie Taschen, Portemonnaies, Schlüsselanhänger etc. Mit dabei sind die burundikids. Es ist das erste Designer-Taschen & Accessoires Label mit gutem Zweck in Deutschland: Jeder Kauf ermöglicht einem bedürftigen Kind in Afrika den Schulbesuch für ein Jahr. Das Besondere: Die Förderung ist ganz persönlich. Der Name des Kindes, welches die wertvolle Unterstützung erhält, steht auf einem Reiseanhänger an der Tasche. Außerdem kann die Kundin „ihr“ Kind auf der Website der Firma kennenlernen und dessen schulischen Werdegang mitverfolgen. Ein Artikel zu den Produkten und dem sozialen Engagement ist sogar in der Zeitschrift „Gala“ erschienen.

Besonders erwähnenswert ist die Kooperation mit der neu gegründeten Firma „Cosyspeed“, die Zubehör für Kameras vertreibt.

Besonders erwähnenswert ist die Kooperation mit der neu gegründeten Firma „Cosyspeed“, die Zubehör für Kameras vertreibt. Der Gründer arbeitete mehrere Jahre in Burundi, bevor er sich in Deutschland selbständig machte. Seine Firmengründung koppelte er von Beginn an ein soziales Engagement seines Unternehmens. So wurde das Projekt der „Cam Pillows“ geboren, kleine Kissen für Kameras und Fotoapparate. Der Clou: diese Kissen werden von den Schneiderinnen im Mutter-Kind-Heim „Nyubahiriza“ hergestellt. Der Erlös des Verkaufs der Kissen auf dem internationalen Markt fließt zurück in das Heim zur Unterstützung Opfer sexueller Gewalt und minderjähriger Mütter. Die Kissen können online bestellt werden.

Welche Firmen 2013 sonst noch an die burundikids gedacht haben, können Sie auf der Unterstützerseite für Firmen bei den burundikids nachlesen.

„Bilder und Geschichten einer Auszeit in Afrika“ heißt das Buch von Barbara Braun, einem von Afrika und Reisen begeisterten Fördermitglied der burundikids.

*Bucherlös für burundikids „Bilder und Geschichten einer Auszeit in Afrika“ heißt das Buch von Barbara Braun, einem von Afrika und Reisen begeisterten Fördermitglied der burundikids. Braun war 2009 selbst vor Ort, um sich die Projekte anzusehen. Seitdem ist sie Fördermitglied der burundikids und in stetigem Kontakt mit dem Verein. Im vergangenen Jahr konnte sie ein Buch veröffentlichen, wovon sie drei Euro für jedes verkaufte Buch an burundikids e.V. spendet. Das Buch kann im Buchhandel bestellt oder über Onlinehändler bezogen werden: Taschenbuch, 168 Seiten, davon 96 Seiten mit Farbabbildungen, Books on Demand 2013, ISBN 978-3-7322-4549-9, 25,80 Euro.

*Schulen: Treue Partner der burundikids 2013 sind neue schulische Partner hinzugekommen, die die Projekte der burundikids erstmals unterstützten und seitdem am Ball bleiben. Zu nennen sind hier die Hauptschule Blankenheim und Grundschule Oedt (beide Nordrhein-Westfalen), das Fichte-Gymnasium Karlsruhe, das Gymnasium Kenzingen und die Lindenschule Eggenstein (alle Baden-Württemberg), sowie die Alte Landesschule Korbach (Hessen). Unsere Partnerschulen in weiteren Städten blieben uns auch 2013 treu und waren mit Aktionen wie Spendenläufen, Kuchenverkäufen etc. mit von der Partie. Die Engagements an diesen Schulen werden erfolgreich weitergetragen.

An dieser Stelle sei das detailgetreue EPCM-Schulmodell erwähnt, das von Schülern der Hermann-Lietz-Schule in Haubinda (Thüringen) im Rahmen einer Projektarbeit gefertigt wurde

An dieser Stelle sei das detailgetreue EPCM-Schulmodell erwähnt, das von Schülern der Hermann-Lietz-Schule in Haubinda (Thüringen) im Rahmen einer Projektarbeit gefertigt wurde. Die Schüler/innen der Hermann-Lietz-Schule haben das Bildungswesen in mehreren afrikanischen Ländern unter die Lupe genommen und ihre Aufmerksamkeit ganz besonders ihrer Partnerschule „Ecole Polyvalente Carolus Magnus“ in Bujumbura gewidmet. Dabei sind sie auch näher auf den Bau der Schule eingegangen und haben zur Begeisterung der Prüfungskommission ein detailgetreues Modell angefertigt. Die Schüler haben der Realität vorgegriffen und den 3. Bauabschnitt der Schule in ihrem Modell schon berücksichtigt, für den die burundikids nach wie vor Partner und Finanzierungen suchen. Geplant sind für diesen letzten Bauabschnitt des Schulzentrums weitere Klassenzimmer, Computerräume sowie ein Gemeinschaftsraum, der auch für Aufklärungsarbeit genutzt werden soll.

Ein weiteres Highlight im zurückliegenden Jahr war die Skype-Video-Konferenz zwischen Schülern und Lehrern der EPCM Bujumbura mit ihren Partnern der Europäischen Schule Karlsruhe (ESK)

Ein weiteres Highlight im zurückliegenden Jahr war die Skype-Video-Konferenz zwischen Schülern und Lehrern der EPCM Bujumbura mit ihren Partnern der Europäischen Schule Karlsruhe (ESK). Der Austausch wurde organisiert aufgrund des 50-jährigen Geburtstages der ESK, in dessen Feierlichkeiten die Partnerschaft mit Burundi thematisch mit einbezogen wurde. Schüler der Oberstufe und Lehrerkollegen, sowie Direktoren und Leitung der Fondation Stamm konnten sich in der Live-Übertragung begrüßen und gegenseitig Fragen stellen.

Die Schule EPCM ist übrigens seit Kurzem auch in der bundesweiten Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ gelistet. Auf dieser Plattform können Schulen in Deutschland Partner auf der ganzen Welt suchen und finden.

*Prominente Paten Unsere prominenten Vereinspaten wie Mattias Opdenhövel, Ulrike Folkerts, Bettina Böttinger und Sabine Hartelt stehen weiterhin an unserer Seite. Die Details dazu finden sich auf der Unterstützer-Seite unserer Internetseiten. WDR-Moderatorin Böttinger hat in ihrer Sendung Burundi wieder zum Thema machen können als UNICEF-Botschafterin und Schauspielerin Katja Riemann, die zuvor Projekte in Burundi besucht hatte, zu Gast war. WDR-Moderatorin Sabine Hartelt hat bei einer öffentlichen Lesung in Köln aus dem Buch →„Yambu! Das Burundi-Tagebuch“ vorgelesen, worin es u.a. auch um die Arbeit der burundikids geht.

Büro und Intern

Dafür hat uns die renommierte Organisation „Transparency International“ nur wenig später das „Siegel für Transparenz“ verliehen

*DZI-Siegel vs. „Siegel für Transparenz“ In einem Newsletter hatten wir unsere Unterstützer gefragt, ob burundikids das „DZI Spendensiegel“ beantragen oder das eingesparte Geld lieber direkt für die Projekte verwenden solle: 61,5% derer, die an der Abstimmung teilgenommen haben, haben sich gegen die kostenpflichtige Beantragung des „DZI-Siegels“ entschieden. Dem haben wir Folge geleistet. Dafür hat uns die renommierte Organisation „Transparency International“ nur wenig später das „Siegel für Transparenz“ verliehen. Und zwar kostenlos, lediglich die vorgegebenen Kriterien waren einzuhalten.

*Übersetzung der Internetseiten 2013 war das Jahr der Fremdsprachen bei burundikids. In einer groß angelegten Aktion haben wir Freiwillige gesucht, die uns dabei halfen, das Internetangebot – und in erster Linie die Berichte vor Ort – vom Deutschen ins Französische und Englische zu übersetzen. Wir haben damit unsere Internetseiten weiter international geöffnet. Viele haben sich gemeldet, die Übersetzungen wurden schließlich professionell umgesetzt. Danke an dieser Stelle an alle sprachgewandten Helfer!

Neu an der internationalen Öffnung der burundikids ist auch, dass wir ab sofort Spenden über PayPal empfangen können.

*burundikids-FAQ Fast täglich erreichen uns Fragen und Anregungen zu Burundi und Afrika allgemein. Wir haben dafür im vergangenen Jahr eigens ein „FAQ“ angelegt, eine Seite, auf der wir alle bei uns eingehenden Fragen sammeln und offen im Internet beantworten. Wir hoffen, damit dem Wissensdurst auf deutscher Seite zumindest ein wenig gerechter zu werden.

Medien

Unser Mitarbeiter vor Ort, Philipp Ziser, hat im Mai und im Dezember 2013 seine Bücher „Yambu! Das Burundi-Tagebuch I & II“ veröffentlichen können.

*„Yambu!“: burundikids im Bücherregal Unser Mitarbeiter vor Ort, Philipp Ziser, hat im Mai und im Dezember 2013 seine Bücher „Yambu! Das Burundi-Tagebuch I & II“ veröffentlichen können. In zwei Teilen hat er seine seit seiner Ankunft in Burundi im Jahr 2006 aufgeschriebenen Erfahrungen und Erlebnisse veröffentlicht, inklusive seiner Reisen durch Ostafrika. In den spannenden Büchern geht Philipp natürlich auch auf seine Mitarbeit bei der Fondation Stamm und den burundikids in Burundi und Deutschland ein. Der Leser bekommt neben den hautnahen Einblicken in unsere Arbeit ein detailgetreu nachgezeichnetes Bild von Land, Kultur und Menschen in Burundi.

*burundikids in den Medien Auch 2013 waren die burundikids hin und wieder Thema in den – hauptsächlich deutschen – Medien, darunter auch die „Deutsche Welle“. Eine Auswahl der erschienenen Presseartikel und TV- und Radiobeiträge ist unter „Presse/Medien“ auf unseren Internetseiten zu finden.

*Soziale Netzwerke und Plattformen Außerdem sind wir auf facebook fast täglich mit Infos und Fotos aus Burundi zur Stelle. Auf der Online-Spendenplattform „betterplace“ stellen wir das Mütterheim und die Schule „EPCM“ vor, für die direkt im Internet gespendet werden kann. Neu hingegen ist unsere Präsenz auf dem Portal „TransCharity“. Diese Plattform will eine Transparenz für Spender schaffen und kleinen Organisationen eine Plattform bieten, sich und ihre Tätigkeit darzustellen.

Wenn Sie auf der Suche nach einem ausgefallenen Geschenk sind – egal zu welchem Anlass! –, dann schauen Sie doch einmal im burundikids-Geschenkeshop vorbei!

 

Dank

Unsere eine Welt wird aufgrund globaler Vernetzung, internationaler Beziehungen, kontinental übergreifend aktiven Unternehmen und Organisationen und sozialen, wirtschaftlichen und politischen Verflechtungen immer komplexer, schnelllebiger und leider sehr häufig auch ungerechter. Dabei ist es wichtig, „den eigenen Blick auch mal nach rechts und links zu richten. Um dann etwas zu sehen, das alles verändern kann“, wie es burundikids-Gründerin Martina Wziontek ausdrückte. Sie und burundikids glauben an die Tat und das Miteinander. Man muss es nur wollen, und schon kann man das Schicksal von Mitmenschen positiv verändern, deren Glück nicht darin bestand, als Bürger einer reichen Nation wie Deutschland geboren zu werden.

Als Unterstützer von burundikids tragen Sie dazu bei, dass wir unserem Auftrag gerecht werden können: Uns für sozial Benachteiligte einzusetzen, Unrecht zu mindern und zu verhindern und gegenseitiges Verständnis und das Lernen voneinander zu fördern. Unterstützen Sie unsere Arbeit auch weiterhin. Weil Sie es können.