Burundikids e.V.

Jugendliche, die mit einem Stipendium erfolgreich an der ETEE gelernt haben.

Für mehr Nachhaltigkeit

Der größte und wichtigste Sektor in Burundi ist die Landwirtschaft. Schätzungsweise 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung leben vom Ackerbau, der Großteil von Subsistenzwirtschaft. Die Nutzung der Böden geschieht dabei häufig einseitig, was zu Erosion führt. Darüber hinaus ist die Landwirtschaft in Burundi stark vom Klima abhängig, das immer extremer zu werden scheint. Entweder bleibt erhoffter Regen aus, sodass die Böden vertrocknen oder es regnet so stark, dass Felder samt Ernten überschwemmt werden. Die Mangel- und Unterernährung nimmt in Burundi laut Berichten der Vereinten Nationen gravierende Ausmaße an. Der jährlich veröffentlichte „Welthunger-Index“ alarmiert ebenfalls.

Zusammen mit dem lokalen Partner, Fondation Stamm, möchte Burundikids e.V. einen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit Burundis Ressourcen leisten, gleichzeitig bei der Ernährungssicherung der Bevölkerung unterstützen. Landwirtschaft und Ressourcenschutz gehen dabei Hand in Hand. Zusammen mit dem deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) arbeiten wir deshalb mit Kleinbauern in zwei Regionen Burundis genau zu diesen Themen.

Die Fondation Stamm ist außerdem Trägerin der Ecole Technique de l’Education Environnementale (ETEE), einer Schule, die sich auf Landwirtschaft, Veterinärwesen, Lebensmittelverarbeitung und Ressourcenschutz spezialisiert hat. Burundikids unterstützt die Schule, beispielsweise beim Bau von Teilen des zugehörigen Internats oder bei der Ausstattung mit einer Solaranlage. Unterstützt werden auch Jugendliche, die in sozialen Einrichtungen für Straßenkinder gelebt hatten, jetzt im Internat wohnen und die Schule absolvieren.

Gleichzeitig möchten wir einen Beitrag leisten zum globalen Austausch und gegenseitigen Verständnis. Das Fichte-Gymnasium Karlsruhe hat aufgrund des wichtigen Themas „Klima“ beschlossen, eine Schulpartnerschaft einzugehen und hat sich für die ETEE im baden-württembergischen Partnerland Burundi entschieden. Erste Briefwechsel zwischen den Direktionen fanden bereits statt. SchülerInnen in Karlsruhe lernen über globale Verantwortung lokalen Handelns und stehen in direktem Austausch mit SchülerInnen in Burundi – das Land mit dem wohl niedrigsten CO2-Ausstoß weltweit.